Knochendichte

Dienstag, 9. März 2010 19:05

Knochendichte

Normale Knochendichte ist ein wichtiges Merkmal für gesunde Knochen und beeinflusst wesentlich ihre Robustheit. Menschliche Knochen bestehen u.a. aus verschiedenen Mineralen. Der Mineralsalzgehalt des Knochens bestimmt auch die Knochendichte. Altersbedingte Veränderungsprozesse und manche Erkrankungen (z.B. Osteoporose) können zur Übermäßige Knochendichteabbau führen und die Knochen brüchiger machen. Ab dem 30. Lebensjahr werden bestimmte natürliche Prozesse im Gang gesetzt, die dazu führen, dass die Knochendichte nach und nach reduziert wird. In den meisten Fällen verläuft dieser natürliche Vorgang fast unbemerkt und wird nicht als Krankheit bezeichnet. Nur wenn die Knochendichte besonders stark und/oder schnell abgebaut wird, kann man dahinter eine Krankheit oder eine Störung des Stoffwechsels vermuten.

Im Anfangsstadium verläuft der Abbau der Knochendichte schleichend und ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden. Doch im weiteren Verlauf steigt die Gefahr der Knochenbrüche an Hüften und Handgelenken sowie an der Wirbelsäule. Wird der Abbau der Knochendichte nicht rechzeitig erkannt und behandelt, werden die Knochen so porös, dass schon leichte Stürze und Verletzungen zu einem Knochenbruch führen können. Um die Erkrankung rechtzeitig diagnostizieren zu können, wird bei ersten Symptomen der Osteoporose die Knochendichte gemessen. Am meisten wird der Röntgenstrahl zu diesem Zweck verwendet.

Anhand der Intensität von Röntgenstrahlen kann die Knochendichte gemessen werden. Danach wird ein Vergleich mit mittleren Werten eines gesunden Menschen (Voraussetzung: gleiches Alter und Geschlecht) durchgeführt. Anhand diesen Messergebnisse und Vergleichswerte kann der Arzt bestimmen, ob es sich um eine Krankheit handelt. Besteht dabei ein Verdacht auf Osteoporose, wird die Knochendichte durch Kalziumzufuhr und Verwendung von anderen Mineralien und Vitaminen erhört.

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Die Entzündung

Montag, 8. März 2010 12:49

Die Entzündung

Eine Entzündung wird als eine charakteristische Antwort von unserem Abwehrsystem auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten Reiz definiert. Dabei verfolgt unser Abwehrsystem verschiedene Ziele und Aufgaben wie: die Erkrankung oder Verletzung zu  beseitigen, die Ausbreitung der Erkrankung zu verhindern, sowie die eingetretenen Schäden zu reparieren. Demzufolge stellt die Entzündung nicht anderes als eine normale Abwehrreaktion des menschlichen Körpers auf einen Reiz dar. Die Auslöser der Entzündung sind sehr vielfältig und umfassen z.B. physikalische Reize (z.B. Reibung, Druck, Fremdkörper, zu hohe oder zu niedrige Temperatur, Strahlung), chemische Reize (z.B. Säuren oder Basen), Mikroorganismen (z.B. Viren, Bakterien, Pilze, Parasiten), sowie autogene Reize.

Bei der Entzündung können auch verschiedene Organe, Gewebe und Körperteile betroffen werden. Als die meistverbreiteten Organentzündungen können folgende genannt werden:

  • Verschiedene Darmentzündungen, wie Enteritis, Kolitis oder Gastritis
  • Rheumatische Entzündung, wie Arthritis
  • Myokarditis oder Herzmuskelentzündung
  • Dermatitis (Hautentzündung).

Nach der Lokalisation der Entzündung werden örtlich begrenzte, lokale und allgemeine Entzündungen unterschieden. Bei einer lokalen Entzündung sind in der Regel nur Zellen und Gewebe betroffen. Als Symptome von diesen Prozessen treten oft Rötungen, Hitze, Schwellungen, Schmerzen und Funktionsstörungen auf. Die allgemeine Entzündung breitet sich im ganzen Körper aus und zeichnet sich durch vermehrte Bildung von Granulozyten und Plasmaproteine, gesteigerten Stoffwechsel, Fieber und einen allgemeinem Krankheitsgefühl aus.

Die Folgen der Entzündung sind sehr unterschiedlich. In den meisten Fällen kann unser Immunsystem die Folgen der Erkrankung relativ schnell beseitigen und eine vollständige Heilung einleiten. Manchmal kommt es zu der chronischen Entzündung, die sogar bei der entsprechenden Behandlung über eine lange Zeit anhalten kann. Einige chronische Entzündungen (z.B. Entzündungen in Folge einigen rheumatischen Erkrankungen) sind nicht vollständig heilbar.

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Behandlung von Arthritis

Samstag, 27. Februar 2010 21:25

Behandlung von Arthritis

Weil die Arthritis unheilbar ist, liegt das Hauptziel der Behandlung von Arthritis in der Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung. Die Behandlung von Arthritis beginnt in der Regel mit einer medikamentösen Therapie. Später kommen auch andere therapeutische Maßnahmen (wie nicht-medikamentöse Therapien und Krankengymnastik) zur Behandlung von Arthritis zum Einsatz.

Bei einer medikamentösen Behandlung von Arthritis werden so genannte Basismedikamente zur Beeinflussung des fehlgesteuerten Immunsystems eingesetzt. Diese Medikamente können die Erkrankung nicht vollständig heilen; sie werden zur Verzögerung oder zum Aufhalten der Erkrankung eingesetzt. Die Langzeitprognose kann wesentlich verbessert werden, wenn die Therapie innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Erkrankung eingeleitet wird.

Als Basismedikamente bei Behandlung von Arthritis werden vor allem Nichtsteroidale Antirheumatika (wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac), COX-2-Hemmer, Kortison, Paracetamol, Metamizol oder Opioide eingewendet. Diese Medikamente haben allerdings zahlreiche Nebenwirkungen wie Magen- oder Darmschleimhautentzündungen, Magen- oder Darmgeschwüre, außerdem erhöhen sie das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Zusätzlich zu den Basismedikamenten zur Behandlung von Arthritis können auch so genannte begleitende Medikamente vom Arzt vorgeschrieben werden. Diese sollen Begleitsymptome der Erkrankung (z.B. Entzündungen und Schmerzen) hemmen.

Eine nicht-medikamentöse Behandlung von Arthritis zielt in erster Linie darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke zu verbessern und die Dosis an Basismedikamenten zu reduzieren. Dadurch wird die Lebensqualität der Arthrosepatienten verbessert. Dabei kommen Physiotherapie, Ergotherapie und physikalische Maßnahmen zur Behandlung von Arthritis zum Einsatz. Physiotherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Arthritis umfassen in der Regel selbständige Bewegungsübungen und Bewegungsbäder.

Eine sachgerecht durchgeführte Krankengymnastik kann die Beweglichkeit der Gelenke verbessern, Fehlstellungen verringern und die Gelenke stabilisieren.

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Kopfschmerzen und Augenschmerzen

Freitag, 26. Februar 2010 18:33

Kopfschmerzen und Augenschmerzen

Der Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Augenschmerzen ist bei einigen Erkrankungen nachgewiesen und wird als so genannte symptomatische Kopfschmerzen und Augenschmerzen bezeichnet. In den meisten Fällen sind die Augenschmerzen für die Kopfschmerzen ursächlich. Dabei treten gleichzeitig Kopfschmerzen und Augenschmerzen auf, die in seltenen Fällen auch mit Sehstörungen kombiniert werden können. Der Kopfschmerz stellt dabei einen vom Auge ausstrahlenden Schmerzt dar, der sich oft durch andere Begleitsymptome bemerkbar macht. Zu den Begleitsymptomen von Kopfschmerzen und Augenschmerzen zählen z.B. Entzündungen oder Prellungen im Gesicht, tränende Augen oder verschiedene Sehstörungen. Diese Begleitsymptome sind in der Regel auf folgende Erkrankungen wie: Nasennebenhöhlenentzündungen, Wettereinfluss, Föhn oder Migräne zurück zu führen.

Bei folgenden Erkrankungen können Kopfschmerzen und Augenschmerzen zusammen auftreten:

  • Das akute Glaukom zeichnet sich durch die erheblichen Sichtbeeinträchtigungen (bis zur Blindheit) und einseitigen, ziehenden Kopfschmerz, Übelkeit und Erbrechen aus. Ein erhöhter Augendruck ist die Hauptursache für zusammen auftretende Kopfschmerzen und Augenschmerzen.
  • Die wichtigsten Symptome von Refraktionsfehlern sind die Kopfschmerzen und Augenschmerzen bei Anstrengung oder eine stark nachlassende  Konzentrationsfähigkeit. Dabei werden die Kopfschmerzen oft im Stirnbereich lokalisiert und treten meistens am Abend (besonders oft nach einer längeren Bildschirmarbeit) auf.
  • Entzündliche Augenerkrankungen werden auch nicht selten von Kopfschmerzen und Augenschmerzen begleitet. Dazu zählen z.B. Keratitis (Hornhautentzündung) oder eine Erosio (oberflächliche Verletzung).
  • Bei den rheumatischen Erkrankungen werden oft Kopfschmerzen und Augenschmerzen als zusammentretende Symptome von verschiedenen Erkrankungen diagnostiziert. So wird z.B. eine Regenbogenhaut- und Lederhautentzündung,  Entzündungen des Sehnerven oder des umgebenden Gewebes gehen oft mit heftigen Kopfschmerzen und Sehstörungen einher.
  • Migräne, Spannungs- und Clusterkopfschmerzen, Gehirnentzündungen (wie Meningitis, Encephalitis und Hirnabszess) lösen neben heftigen Kopf- auch Augenschmerzen auf. Besonders bei Migräne treten die Kopfschmerzen und Augenschmerzen zusammen und werden dann als eine „Augenmigräne“ bezeichnet.

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Therapieverfahren bei Arthrose

Dienstag, 23. Februar 2010 17:23

Therapieverfahren bei Arthrose

Therapieverfahren bei Arthrose zielen in erster Linie darauf ab, das angegriffene Knochen- und Knorpelgewebe aufzubauen, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit des Gelenks zu erhalten und ein Fortschreiten der Gelenkzerstörung zu verhindern. Arthrose verläuft bei jedem Patient anders. In den meisten Fällen kommen individuelle Therapieverfahren bei Arthrose zum Einsatz. Der Arzt erstellt für jeden Patient einen individuellen Therapieplan. Moderne Therapieverfahren bei Arthrose stellen komplexe Behandlungsmethoden dar, die aus den Bausteinen Arznei- und Hilfsmittel, Bewegung und Ernährung bestehen. In Folgendem wird an diese Bausteine ausführlicher eingegangen.

Medikamentöse Therapieverfahren bei Arthrose. Dazu gehören z.B. nicht-steroidale Antirheumatika (schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung), Gelenkspülungen und/oder Injektionen von Kortison oder Hyaluronsäure in das Kniegelenk, natürliche Hyaluronsäure und Antirheumatische Salben und Gele.

Physiotherapie und physikalische Therapieverfahren bei Arthrose. Die Physiotherapie (Krankengymnastik) kommt sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen zum Einsatz. Sie stellt eines speziell auf den Patienten abgestimmtes Krafttraining zur Stabilisierung der Muskulatur dar. Die physikalische Therapie aktiviert durch verschiedene Reizwirkungen den gestörten Stoffwechsel. Orthopädische Therapieverfahren bei Arthrose. Dazu gehören z.B.  Gehstock,  Gehwagen und orthopädische Schuhe oder Einlagen.

Operative Therapieverfahren bei Arthrose. Wenn die konservativen Maßnahmen keinen Erfolg bringen, sind  Operationen notwendig. Dabei wird das Ziel verfolgt die Funktionsfähigkeit eines Gelenks zu erhalten oder das Kniegelenk vollständig zu ersetzen. Der häufigste Eingriff ist die Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Sind alle anderen Therapieverfahren bei Arthrose ausgereizt, kann das natürliche Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt werden. Dieser Eingriff kann zwar mit den Komplikationen verbunden werden, doch in der Regel beseitigt er die Arthrose vollständig.

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Vorbeugung der Osteoporose

Montag, 15. Februar 2010 14:48

Vorbeugung der Osteoporose

Bei Osteoporose-Patienten steigt das Risiko von Knochenbrüchen (sogar bei ungefährlichen Stürzen oder Verletzungen) im Vergleich zu den gesunden Menschen mehrfach. Diese Knochenbrüche sind nicht nur schmerzhaft, sondern sie führen auch oft zu späteren Behinderungen. Deshalb sind Früherkennung und Vorbeugung der Osteoporose so wichtig.

Wird bei einer Untersuchung ein erhörtes Risiko (aber noch nicht selber die Krankheit) der Osteoporose erkannt, kann die richtige und rechzeitige Vorbeugung der Osteoporose dazu beitragen, dass die Erkrankung gar nicht zu Stande kommt oder in deutlich abgeschwächter Form auftritt. Die Vorbeugung der Osteoporose kann folgende Maßnahmen umfassen: Richtige Ernährung bzw. Nahrungsergänzung, Zufuhr von Vitaminen und Mineralien, Muskel- und Knochentraining, Entgiftung und Verbesserung des Stoffwechsels.

Ein wichtiges Element bei Vorbeugung der Osteoporose stellt die Ernährungsumstellung dar. Dabei wird versucht, durch die kalziumreiche Ernährung (z.B. Milchprodukte, Fisch, Eierspeisen, Fenchel) den Kalziumgehalt der Knochen ohne medikamentöser Behandlung zu erhöhen und dadurch die Knochen stabiler zu machen, sowie Knochendichteabbau zu stoppen oder zu verlangsamen. Weiterhin soll das Genus von einigen Lebensmitteln, die Kalziumabbau fördern (z.B. phosphathaltige Lebensmittel), komplett vermieden werden.

Krankengymnastik und ausreichende Bewegung können auch zu nicht-medikamentöser Vorbeugung der Osteoporose beitragen. Reicht eine nicht-medikamentöse Vorbeugung der Osteoporose nicht aus, werden benötige Vitaminen und Mineralien in Form von Tabletten und Lösungen zugeführt. Zu Vorbeugung der Osteoporose wird zusätzliche Kalziumeinnahme durch Versorgung mit Vitamin D3 empfohlen. Diese Kombinationspräparate sind besonders im Winter notwendig. Auch die Einnahme eines so genannten Bisphosphonats gemeinsam mit Kalzium und Vitamin D erweist sich als sehr wirksame Maßnahme zu Vorbeugung der Osteoporose. Des Weiteren verlangsamt der Wirkstoff Alendronat den Knochenabbau.

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Tipps gegen Gelenkschmerzen

Sonntag, 14. Februar 2010 13:13

Tipps gegen Gelenkschmerzen

Von Gelenkschmerzen sind viele Menschen betroffen. Doch die Ursachen von Gelenkschmerzen sind sehr unterschiedlich und hängen oft von Alter der Patienten ab. Während die jüngeren Menschen oft unter verletzungsbedingten Schmerzen leiden (z.B. Gelenkschmerzen nach dem Sport oder nach der Arbeit, Schleudertrauma), sind die älteren Patienten eher von Rheuma oder Arthrose betroffen. Deshalb werden gegen Gelenkschmerzen auch verschiedene Behandlungsansätze verwendet.

Gegen Gelenkschmerzen, die durch falsche Belastung bestimmter Regionen hervorgerufen sind, können sogar einfache Hausmittel wirksam helfen. Hier findet man ein paar Tipps gegen Gelenkschmerzen. Bei akuten Schmerzen nach Sport reicht es oft das Gelenk mit einem feuchtwarmen Tuch zu wärmen oder im Gegensatz mit Eis zu kühlen. Des Weiteren werden gegen Gelenkschmerzen verschiedene Salben angewendet. Diese lindern nicht nur den Schmerz, sondern bekämpfen auch die Entzündung. Außerdem wird bei verletzungsbedingten Gelenkschmerzen oft eine Ruhigstellung empfohlen. Gegen Gelenkschmerzen hilft auch eine ausreichende Erwärmung vor der Belastung und Vermeidung von Überlastungen während dem Training oder der Arbeit.

Eine andere Strategie gegen Gelenkschmerzen stellt die Krankengymnastik dar. Diese hilft nicht nur zur Linderung der Schmerzen, sondern reduziert auch das Versteifungsrisiko in den betroffenen Gelenken.

Es gibt natürlich jede Menge von medikamentösen Maßnahmen gegen Gelenkschmerzen. Vor allem kommen verschiedene Schmerzmittel bei akuten Schmerzen zum Einsatz. Solche verschreibungsfreie Arzneimittel wie Paracetamol können gegen Gelenkschmerzen akute Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Treten Gelenkschmerzen in Folge der rheumatischen Erkrankungen auf, ist die ausführliche Beratung beim Arzt unentbehrlich. Nur der Arzt kann richtige Antirheumatika oder Schmerzmittel gegen Gelenkschmerzen verschreiben. Ziel der Rheumatherapie ist es, die durch die rheumatischen Erkrankungen hervorgerufenen Schmerzen zu lindern und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

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Schmerztherapie

Samstag, 13. Februar 2010 15:43

Schmerztherapie

Nach modernen Erkenntnissen stellen chronische Schmerzen eine eigene Krankheit dar und werden deshalb mit spezifischen therapeutischen Maßnahmen (so genannte Schmerztherapie) behandelt. Man unterscheidet zwischen medikamentöser (Pharmakotherapie) und nicht-medikamentöser Schmerztherapie.

Medikamentöse Schmerztherapie setzt die Anwendung von verschiedenen pharmakologischen Schmerzmitteln voraus. So kommen oft Analgetika (Opioide und Nicht-Opioid-Analgetika), Co-Analgetika, Anästhesie, Narkose sowie anderen Schmerzmittel zum Einsatz. Das Ziel der medikamentösen Schmerztherapie ist, die Übertragung der Schmerzen durch gezielte Einwirkung auf Nervenleitungen zu stoppen oder zu unterdrücken. In diesem Fall wird die eigentliche Ursache der Schmerzen zwar nicht beseitigt, der Patient verspürt aber keinen Schmerz mehr. Schmerztherapie eignet sich besonders zur Behandlung von starken oder chronischen Schmerzen.

Eine weitere Therapie zur Behandlung von chronischen Schmerzen stellt eine nicht-medikamentöse Schmerztherapie dar. Sie geeignet sich besonders zur Behandlung von chronischen Schmerzen. Dabei kommen folgende zusätzliche Behandlungsmethoden wie  psychotherapeutische Verfahren, kognitive Verhaltenstherapie, verschiedene Entspannungsverfahren und physikalische Therapien zum Einsatz. Nicht-medikamentöse Schmerztherapie zeichnet sich durch risikoarme und schonende Wirkung aus und wird in der Regel als weiterführende Behandlung von chronischen Schmerzen eingesetzt. Dabei zielt die Schmerztherapie in der ersten Linie darauf ab, die chronischen Schmerzen ohne Einsatz von Medikamenten zu lindern und dadurch den Schmerzkreislauf zu unterbrechen. In diesem Zusammenhang haben z.B. Massagetherapie, Thermotherapie, Elektrotherapie, Akupunktur/Akupressur, Psychotherapie und Verhaltenstherapie als effektive Schmerztherapien bewiesen. Besonders die Akupunktur hat in den letzten Jahren viel an Bedeutung bei Behandlung von chronischen Rücken- und Spannungskopfschmerzen gewonnen. Des Weiteren kommt die naturheilkundliche Schmerztherapie immer öfter zum Einsatz. Dabei kann eine Schmerzmittelreduktion oder ein komplettes Absetzen der Schmerzmedikation bei gesteigerter Lebensqualität erreicht werden.

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Schmerzbehandlung

Freitag, 12. Februar 2010 12:03

Schmerzbehandlung

Moderne Schmerzbehandlung besteht in der Regel aus vielen Bausteinen, die in Abhängigkeit von der individuellen Situation mit einander kombiniert werden können. Moderne therapeutische Methoden zur Schmerzbehandlung bestehen oft aus mindestens zwei grundsätzlichen Behandlungskonzepten, nämlich aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Schmerzbehandlungsmaßnahmen. Medikamentöse Schmerzbehandlung kommt bei akuten, chronischen und besonders starken Schmerzen zum Einsatz. Dabei werden verschiedene Medikamente (z.B. Opioiden und Nicht-Opioiden Analgetika, Antidepressiva, Antikonvulsiva, Antiepileptika, Bisphosphonate und Glukokortikoide) zur schnellen Schmerzbehandlung angewendet. Diese Schmerzbehandlung setzt einen wichtigen Prinzip voraus: Der Patient soll soviel und so häufig ein Schmerzmittel erhalten, dass er weitgehend schmerzfrei ist und der Schmerz gar nie erst entsteht. Zu diesem Zweck wird die nächste Dosis oft vor Entstehung der Schmerzen verabreicht, d.h. dass die vorherige Dosis noch wirkt. Des Weiteren wird oft bei medikamentöser Schmerzbehandlung eine Kombination aus verschiedenen Schmerzmitteln angewendet.

Außerdem reagiert jeder Mensch ein bisschen anders auf verschiedene Schmerzmittelarten. Deshalb wird bei medikamentöser Schmerzbehandlung empfohlen, verschiedene Schmerzmittel auszuprobieren und dadurch das effektivste Mittel zu finden.

Bei nicht-medikamentöser Schmerzbehandlung kommen Entspannungsübungen, Massagen, Krankengymnastik, Biofeedback, TENS, Naturheilkunde und Akupunktur zum Einsatz. Dabei wird das Ziel verfolgt, die chronischen Schmerzen zu lindern. Diese Methode eignet sich besonders gut als Zusatztherapie zur medikamentösen Behandlung. In diesem Fall kann dieselbe oder sogar eine bessere Wirkung erreicht werden und die Dosis an Schmerzmitteln reduziert werden kann. Nicht-medikamentöse Schmerzbehandlung stößt oft bei akuten und besonders starken Schmerzen an ihre Grenzen und wird deshalb bei solchen Schmerzarten nur selten eingesetzt. Des Weiteren ist die schmerzlindernde Wirkung von einigen Methoden der nicht-medikamentösen Schmerzbehandlung (z.B. von Naturheilkunde und Akupunktur) noch nicht ausreichend erforscht und nachgewiesen.

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Osteoporose

Donnerstag, 11. Februar 2010 15:03

Osteoporose

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung des gesamten Skelettsystems, bei der die Knochenmasse im Laufe der Zeit über das natürliche Maß für Alter und Geschlecht abnimmt. Dabei beeinflusst die Osteoporose negativ die Knochenstruktur und macht die Knochen dünner und brüchiger. In manchen Fällen verliert das Skelett so an Stabilität, dass die Gefahr der Knochenbrüche mehrmals ansteigt. Die Osteoporose stellt die häufigste Knochenerkrankung dar und wird besonders oft bei Frauen diagnostiziert.

Es wird zwischen zwei wichtigen Formen der Osteoporose unterschieden: primäre (ca. 95% aller Fälle) und sekundäre Osteoporose. Primäre Osteoporose hat keine organische Ursache. Sekundäre Form wird in Folge anderer Erkrankungen (z.B. Erkrankungen des Stoffwechsels oder den hormonellen Störungen) oder durch den Einsatz bestimmter Medikamente (z.B. Cortison) ausgelöst. Darüber hinaus wird bei Frauen oft die so genannte postklimakterische Osteoporose diagnostiziert. Diese Erkrankung tritt nach den Wechseljahren auf.

Diese Erkrankung zeichnet sich vor allem durch starke Knochenschmerzen (besonders im Rücken oder Nacken), häufigen Knochenbrüchen ohne erkennbare Ursache (Spontanfraktur),  Zusammensinken der Wirbelkörper (Rundrücken bzw. “Witwenbuckel”, Abnahme der Körpergröße). In den meisten Fällen entwickelt sich die Osteoporose schleichend und ist im Frühstadium nur eingeschränkt diagnostizierbar. Im weiteren Verlauf lässt sich die Osteoporose relativ gut auf Röntgenbildern zu erkennen. Des Weiteren kann auch die Knochendichte, d.h. Mineral- und Calciumgehalt der Knochen, gemessen werden. Moderne Diagnostik von Osteoporose kann folgende Methoden umfassen:

  • Röntgenabsorptionsmessung (DXA)
  • Einzelphotonenabsorptiometrie (SPA)
  • Dual-Energy
  • Quantitative Computertomographie

Alle Ergebnisse werden danach mit ähnlichen Ergebnissen der gesungen Menschen verglichen. Werden große Unterschiede festgestellt, soll dann mit dem Arzt abgeklärt werden, ob ein medizinischer Handlungsbedarf besteht.

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