Beiträge vom 16. November 2009

Schleudertrauma

Montag, 16. November 2009 15:43

Schleudertrauma

Als Schleudertrauma wird eine reine Weichteilverletzung im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) bezeichnet, die durch plötzliche, sehr starke Beugung und Überstreckung des Kopfes entsteht. Der umgangssprachliche Begriff Schleudertrauma wird in der Medizin als Beschleunigungstrauma, HWS-Zerrung oder HWS-Distorsion genannt. Dabei werden die Schmerzen im Bereich HWS oder im Nacken durch äußere Krafteinwirkungen ausgelöst, die die Muskulatur, den Bandapparat, die Bandscheiben, die Gefäße und das Rückenmark betreffen können. Beim Schleudertrauma kommt es zu schmerzhafter Steilhaltung der HWS und Verspannung der Nacken- und Halsmuskulatur. In einigen Fällen entwickeln sich dauerhafte Probleme nach einem Schleudertrauma, die als so genanntes Schleudertrauma-Syndrom bezeichnet werden.

Die Diagnose Schleudertrauma wird üblicherweise direkt nach dem Unfall gestellt. Doch das Ausmaß der Verletzungen soll nur nach ausführlicher Untersuchung gestellt werden. In der Medizin herrscht noch keine Einstimmigkeit darüber welche Faktoren und in welchem Ausmaß für die Schmerzen bei Schleudertrauma verantwortlich sein können. Die meisten Ärzte sind sich jedoch einig: Schmerzen beim Schleudertrauma werden von körperlichen, seelischen und/oder soziokulturellen Ursachen ausgelöst.

Je nach Ausmaß der Beschwerden werden fünf verschiedene Schweregrade des Schleudertraumas von Grad 0 bis Grad IV definiert. Die leichteste Form wird bei Grad 0 diagnostiziert. Dabei ist es eigentlich gar nicht zu Verletzungen gekommen und es kann kein direkter Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall nachgewiesen werden . Dagegen lassen sich bei Grad IV eindeutig die Querschnittslähmungen infolge von Wirbelbrüchen oder massiven Wirbelverschiebungen (Dislokation) diagnostizieren. In diesem Fall resultieren Instabilitäten am Kopf-Hals-Übergang, die sog. atlanto-okzipitale Instabilität.  Die überwiegende Mehrheit von solchen Beschwerden gehört zu den ersten beiden Graden.

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Schlafen bei Schmerzen

Montag, 16. November 2009 15:41

Schlafen bei Schmerzen

Wer unter Schmerzen leidet, der weiß ganz genau, dass erholsames Schlafen bei Schmerzen richtig schwierig ist. Es entwickelt sich ein so genannter Teufelkreis: Schlafen bei Schmerzen ist so gut wie unmöglich und wer schlecht schläft, wird wiederum anfälliger für Schmerzen.  Die genauen Zusammenhänge zwischen Schmerz und Schlaf sind in der Medizin kaum erforscht. Zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegen, dass ca. 70% aller Patienten mit chronischen Schmerzen gleichzeitig Probleme mit Schlafen bei Schmerzen haben. Dazu gehören z.B. Probleme mit dem Einschlafen, Durchschlafstörungen und Tagesschläfrigkeit.

Schlafen bei Schmerzen wird dann zum erheblichen Problem, wenn körperliche Beschwerden den gesunden und erholsamen Schlaf beeinträchtigen. Die umgekehrte Situation ist auch nicht ausgeschlossen: Schlafprobleme können auch ein wichtiger Hinweis auf eine Erkrankung sein.

Warum Schlafen bei Schmerzen fast immer zum Problem wird? Diese Frage lässt sich dadurch erklären, dass die Schlafstörungen auf verschiedene Auslöserfaktoren zurückzuführen sind. Schlafen bei Schmerzen kann natürlich schon aufgrund von Schmerzen selbst so gut wie unmöglich sein. Weiterhin können einige Schmerzmittel zu dauerhaften Schlafstörungen führen. So ist schon mittlerweile bewiesen, dass z.B. Opioide den Tiefschlaf und den REM-Schlaf stark beeinträchtigen können. Anderseits bei einigen entzündlich bedingten Schmerzerkrankungen wird Schlafen bei Schmerzen dadurch beeinträchtigt, dass unseres Immunsystem Übermenge an Signalstoffe (z.B. Interleukine) freisetzt, die ebenfalls den Schlaf stören können. So reduziert z.B. Interleukin 6 den REM-Schlafphase  um fast ein Viertel und verstärkt gleichzeitig die subjektive Müdigkeit.

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Der Rücken

Montag, 16. November 2009 15:39

Der Rücken

Oft vergisst man schnell welche wichtige Rolle der Rücken im Leben spielt. Nur wenn er schmerzt, probieren dann die Menschen etwas für den Rücken zu tun. Doch oft ist es schon für die Vorbeugung zu spät. Deshalb ist es sehr wichtig, sich frühzeitig über den Rücken Gedanken zu machen und sich über diesen Thema zu informieren.

Der Rücken hält unseren Körper aufrecht, schützt die inneren Organe von hinten. Dabei sorgen Wirbelsäule, Muskeln und Bänder dafür, dass unser Rücken gerade bleiben kann. Die Wirbelsäle wird in fünf Abschnitte mit jeweils unterschiedlicher Anzahl von Wirbeln unterteilt:

  • Halswirbelsäule: 7 Halswirbel (C1-C7)
  • Brustwirbelsäule: 12 Brustwirbel (Th1-Th12)
  • Lendenwirbelsäule: 5 Lendenwirbel (L1-L5)
  • Kreuzbein: 5 miteinander verschmolzene Kreuzbeinwirbel (S1-S5)
  • Steißbein: 3-5 rudimentäre Steißwirbel (Co1-Co3-5).

Unser Rücken ist doppelt S-förmig gekrümmt und weist zwei „Knicken” zwischen Hals- und Brustwirbelsäule sowie zwischen Lendenwirbelsäule und Kreuzbein auf. Entlang der Wirbelsäule verlaufen sehr empfindliche Nervenfasern des Rückenmarks, die vom Rücken vor Erschütterungen oder Stößen bei Bewegungen geschützt werden müssen. Dafür sorgen der Wirbelkanal und die Bandscheiben, die sich zwischen den einzelnen Wirbeln befinden. Im Rücken befinden sich zahlreiche Muskeln, die für Ausgleichsbewegungen, für Gleichgewicht beim Stehen und Gehen, für die notwendigen Volumenänderungen von Brust- und Bauchraum (z. B. für Atmung, Essen) sorgen. Ohne diese Muskeln wäre der Rücken starr und unbeweglich.

Doch die tägliche Beweglichkeit fördert sein Tribut:  Der Rücken ist ständiger Belastung ausgesetzt. Tägliche Bewegung, Sport, Belastungen bei der Arbeit, langes Sitzen, das Heben oder Tragen schwerer Lasten und andere Grunde können zu Verspannungen führen, die für Entstehen der Rückenschmerzen ursächlich sein können.

Thema: Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin