Beiträge vom Dezember, 2009

Ischiasnervreizung

Donnerstag, 31. Dezember 2009 16:45

Ischiasnervreizung

Ischiasnervreizung (auch Ischialgie genannt) wird häufig als Sammelbegriff für Nervenschmerzen im Bereich der Beine verwendet. Die Mediziner verstehen darunter jedoch nur Schmerzen durch Reizung des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus). Eine Ischiasnervreizung entsteht in der Regel als Folge des Bandscheibenvorfalls. Durch den Verschleißerscheinungen oder Verletzungen kann das abdichtende Band spröde werden und bei Belastung einreißen. Das Innere der Bandscheiben kann so austreten und die Nervenwurzeln im knöchernen Wirbelsäulenkanal zusammendrücken, dass sich der Ischiasnerv entzünden kann. Weiterhin können auch folgende Erkrankungen wie Lyme-Borreliose, Gürtelrose, Tumore, Metastasen, entzündliche Schwellungen oder Abszesse des Wirbelsäulenkanals das Entstehen der Ischiasnervreizung begünstigen.

Typische Symptome der Ischiasnervreizung (bei Bandscheibenvorfall) sind ziehende oder reißende Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen, Taubheitsgefühlen und Lähmungen einzelner Muskelgruppen. Nur in  schweren Fällen treten bei Ischiasnervreizung Blasen- oder Mastdarmentleerungsstörungen auf. Andere Gruppe stellen nicht Bandscheibenvorfälle verursachen Schmerzen dar. So sind z. B. heftige einschießende Schmerzen im Bein, die eher auf einen streifenförmigen Abschnitt begrenzt sind, Schmerzen auf der Rückseite des Ober- und Unterschenkels oder in der Fußaußenseite (radikuläre Schmerzen) typische Symptome der Ischiasnervreizung, die von der Lyme-Borreliose ausgelöst werden. Dagegen ist die Gürtelrose (Herpes zoster) eine virenbedingte Erkrankung. Diese befallen die Wurzeln des Ischiasnerven und damit die Ischiasnervreizung verursachen. Dabei leiden die Betroffenen unter starke Schmerzen an der Oberschenkelrückseite.

Die generelle Vorgehensweise zur Behandlung von Ischiasnervreizung lautet: Ersten sollen die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Deshalb zielt eine Therapie in erste Linie darauf ab, die zugründe liegende Erkrankung richtig zu diagnostizieren und zu behandeln. Im allgemein kommen bei Behandlung der Ischiasnervreizung eine entlastende Lagerung und Schmerztherapie in Kombination mit physikalischen Maßnahmen zum Einsatz.

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Hilfe bei Rheuma

Mittwoch, 30. Dezember 2009 14:11

Hilfe bei Rheuma

Qualifizierte Hilfe bei Rheuma erfordert große Erfahrung sowie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Rheumatologen, Orthopäden, Krankengymnasten und Ergotherapeuten. Besonders wichtig ist richtige Hilfe bei Rheuma in der Frühphase der Erkrankung. Jüngste Studien und zahlreiche Erfahrungen der führenden Rheumatologen haben schon bestätigt, dass eine rasche, aggressive Therapie mit Medikamenten in der Frühphase den gesamten weiteren Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen kann.

Deshalb soll Hilfe bei Rheuma möglichst früh erfolgen und von den Spezialisten (vor allem von den Rheumatologen) überwacht werden. Als Hilfe bei Rheuma werden zahlreiche Therapien und Behandlungen vorgeschlagen. In Gunde genommen wird zwischen medikamentösen und nicht-medikamentösen Therapien unterschieden. Als Hilfe bei Rheuma kommen folgende Therapien zum Einsatz:

  1. Medikamentöse Therapie
  2. Injektionen von Kortisonpräparaten in die Gelenke
  3. Krankengymnastik und Physikalische Therapie
  4. Ergotherapie und Rehabilitation
  5. Operative Therapie (Synovektomien und rekonstruktive Chirurgie)

Hilfe bei Rheuma zielt in erster Linie darauf ab, den Fortschritt der Erkrankung zu stoppen und die Begleitsymptome zu lindern. Des Weiteren soll eine richtige und rechzeitige Hilfe bei Rheuma die Chance auf eine echte Remission der Erkrankung deutlich erhöhen.

Die Rheumatologen versuchen mit verschiedenen Methoden herauszufinden, wer ein besonders hohes Risiko für einen aggressiven Krankheitsverlauf hat. Professionelle Hilfe bei Rheuma soll auch den aggressiven Krankheitsverlauf vorbeugen und dadurch die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern. Zu den besonders gefährdeten Patienten gehören junge Patienten mit hohem Rheumafaktor und aggressiven Krankheitsverlauf. Solche Patienten sind oft schon in den früheren Krankheitsphasen an eine Kombinationsbehandlung angewiesen. Dazu gehören neben den Arzneimitteln auch Krankengymnastik, physikalische Therapie und Ergotherapie (z.B. Gelenkschutzberatung) sowie, falls erforderlich, auch soziale und psychologische Maßnahmen.

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Gelenk

Dienstag, 29. Dezember 2009 17:02

Gelenk

Ein Gelenk wird als eine bewegliche Verbindung von zwei oder mehreren Knochen definiert. Das Gelenk ermöglicht den Knochen, sich gegeneinander zu bewegen und reguliert den Bewegungsumfang.

Es wird zwischen echten (haben einen flüssigkeitsgefüllten Spalt) und unechten Gelenken (haben keinen flüssigkeitsgefüllten Spalt) unterschieden.
Ein echtes Gelenk zeichnet sich dadurch aus, dass sich ein Gelenkspalt zwischen den Knochenenden befindet und die Gelenkflächen sind von einem Gelenkknorpel überzogen.

Ein unechtes Gelenk hat  dementsprechend keinen Gelenkspalt zwischen den Knochenenden. Zu den unechten Gelenken gehören beispielsweise: knorpelige und bindegewebige Knochenverbindungen, sowie knöcherne Verschmelzungen (z.B. Kreuzbein, Steißbein).

Für die rheumatischen Erkrankungen ist besonders Knorpel von Bedeutung. Der Knorpel bedeckt Gelenkkopf, Gelenkpfanne und erfüllt die Stoßdämpferfunktion. Er enthält keine Blutgefäße und seine Versorgung erhält er über die Gelenkflüssigkeit. Der Knorpel muss regelmäßig be- und entlastet werden, damit er normal funktionieren kann. Jedes Gelenk hat den Knorpel, die Dicke der Knorpelschicht ist aber unterschiedlich und kann von 2 bis 8 Millimeter dick sein.
Gelenke erfüllen unterschiedliche Funktionen und haben dementsprechend verschiedene  Form. Es wird zwischen ein-, zwei- und dreiachsige Gelenke unterschieden. Gelenkerkrankungen treten an den verschiedenen Komponenten eines Gelenks (an dem Gelenk selbst, an Bänder, Sehnen, Muskeln und Knochen) auf. Die meistverbreiterten Gelenkerkrankungen sind:

  • Arthrose
  • Gicht
  • Morbus Schlatter
  • Rheumatische Erkrankungen

Man unterscheidet zwischen entzündlichen (Arthritis) und nicht-entzündlichen Gelenkerkrankungen. Bei entzündlichen Gelenkerkrankungen kann der gesamte Körper betroffen werden. Typische Symptome sind dabei Krankheitsgefühl, Schwäche und Müdigkeit, sowie Gewichtsverlust und erhöhte Temperatur. Die Schmerzen beginnen an den kleinen Gelenken, insbesondere an den Fingergelenken der

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Fibromyalgie

Montag, 28. Dezember 2009 17:35

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die durch Schmerzen in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen, Gelenken sowie durch eine erhöhte Druckempfindlichkeit an den so genannten Tender Points (Schmerzdruckpunkte) gekennzeichnet ist. Fibromyalgie (auch als Faser-Muskel-Schmerz bezeichnet) ist eine chronische und nicht vollständig heilbare Erkrankung. Noch eine Besonderheit der Fibromyalgie: Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Ursächlich für Fibromyalgie sind kleine krankhafte Veränderungen in Muskeln und Sehnen.  Dabei treten auch folgende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht, sowie Morgensteifigkeit und Depressionen auf.
Es wird zwischen primärer und sekundärer Fibromyalgie unterschieden. Primäre Fibromyalgie hat genetische Ursachen und greift häufig die ganzen Familien an. Dabei spielen auch folgende Faktoren eine wichtige Rolle: gestörte Schmerzverarbeitung und veränderte Schmerzwahrnehmung, hormonelle Störungen, eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse, Veränderungen des dopaminergen, psychische Faktoren und Veränderungen im Immunsystem. Die sekundäre Fibromyalgie tritt in Folge einer anderen Erkrankung (z.B. durch eine Verletzung oder Operation, körperliche Traumata und orthopädische Erkrankungen) auf.

Die richtige Diagnose der Fibromyalgie wird dadurch erschwert, dass viele Symptome den anderen Erkrankungen ähnlich sind. Dabei soll der Arzt gründlich eine bisherige Krankengeschichte anschauen, die körperlichen sowie Laboruntersuchungen durchführen und anhand diesen Maßnahmen die andere Erkrankungen ausschließen.

Die Behandlung der Fibromyalgie besteht aus einer Kombination von psychosomatischer Betreuung, physikalischer Therapie und Medikamenten. Dabei kommt oft ein umfassendes und multimodales Behandlungskonzept zum Einsatz. Die jüngsten Behandlungskonzepte umfassen eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten, individueller physikalischer Therapie, Entspannungsverfahren und Psychotherapie. Manche Ärzte empfehlen zur Behandlung von Fibromyalgie auch Medizinische Trainings-Therapie, Wärmebehandlungen, Kältetherapien (Kältekammer bis – 110 Grad), TCM, Homöopathie und Ernährungsumstellungen.

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Diagnose von Rheuma

Sonntag, 27. Dezember 2009 12:55

Diagnose von Rheuma

Laut der neusten Erkenntnisse gibt es eindeutiger Zusammenhang zwischen früherer Diagnose von Rheuma und dem Behandlungserfolg: Je früher Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ein positiver Verlauf. Rheuma beginnt oft schleichend, zeigt manchmal keine Symptome und verläuft individuell sehr unterschiedlich. Deshalb ist es einerseits besonders wichtig gerade im Frühstadium die Erkrankung rechzeitig zu diagnostizieren und anderseits ist es schwierig, eine sichere Diagnose von Rheuma zu stellen.

In der Regel verläuft die Diagnose von Rheuma in folgenden Schritten:

  • Vor der Diagnose von Rheuma steht eine gründliche Befragung über die Art, Dauer und den Verlauf der Beschwerden.
  • Danach wird eine gründliche körperliche Untersuchung auf Druckschmerzen, Bewegungseinschränkungen der Gelenke und der Wirbelsäule bis hin zur Untersuchung auf Hautveränderungen durchgeführt.
  • Um die Entzündungszeichen nachweisen zu können, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Zur genauen Diagnose von Rheuma sollen spezielle Antikörpern nachgewiesen werden.
  • Weitere Untersuchungen zur Diagnose von Rheuma sind: Röntgen, Ultraschall der Gelenke und Gelenkspunktion

An diese stelle ist es zu bemerken, dass Diagnose von Rheuma wird nur aufgrund mehrerer Befunde gestellt: der Symptome, der körperlichen Untersuchung, verschiedene Labordaten sowie bildgebende Verfahren. Rheuma wird über Blut- und Gewebeuntersuchungen sowie Röntgenaufnahmen diagnostiziert.

Zur Diagnose von Rheuma gibt es keinen standardisierten Verfahren und Methoden. Doch die meisten Rheumatologen gehen davon aus, dass Diagnose von Rheuma dann gestellt werden kann, wenn folgende sieben Punkte erfüllt sind:

  1. Morgensteifigkeit (mindestens eine Stunde)
  2. Weichteilschwellung
  3. Gelenkentzündung der Hände, Fingergrund- und mittelgelenke sowie der Handgelenke
  4. Symmetrische Gelenkentzündung gleicher Gelenkregionen auf beiden Körperseiten
  5. Rheumaknoten an den Streckseiten oder in Gelenknähe
  6. Rheumafaktor im Blut nachweisbar
  7. Rheumatypische Gelenkenveränderungen

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Gelenkverschleiß (Arthrose)

Samstag, 26. Dezember 2009 16:02

Gelenkverschleiß (Arthrose)

Unter Gelenkverschleiß (Arthrose) versteht man einen Gelenkschaden, der häufig durch Fehlbelastungen, Verletzungen oder durch angeborene Knorpeldefekte verursacht wird. Der Gelenkverschleiß beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels, im Anschluss kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen mit Zerstörung der Gelenkfläche.

Beim Gelenkverschleiß  handelt es sich um eine Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels mit zeitweiligen Entzündungsphasen. Bleibt Gelenkverschleiß unbehandelt, so können sämtliche Gelenkstrukturen (z.B. Knochen, Bänder, Gelenkkapsel mit ihrer Gelenkinnenhaut, gelenknahe Muskulatur) früher oder später von der Erkrankung betroffen werden. Im späteren Verlauf kann es bis zum vollständigen Verlust des Gelenkknorpels kommen. In diesem Stadium zeichnet sich das Krankheitsbild des Gelenkverschleißes durch massive Beschwerde, Schmerzen und Beweglichkeitseinbußen aus.  Als typische Symptome des Gelenkverschleißes werden Schmerzen und Steifigkeit des Gelenks, zunehmende Verformung und Verknöcherung des Gelenks genannt.

Der sekundäre Gelenkverschleiß tritt in Folge der mechanischen Überlastungen (z.B. durch bestimmte Sportarten, Unfälle), Fehlformen des Fußgewölbes (z. B. Senk-Spreizfuß) und angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen. Des Weiteren kann diese Erkrankung durch mangelnde Bewegung ausgelöst werden. So kann längerfristige Gelenkruhigstellung (z.B. durch Gips) die Erkrankung auslösen. Weiterhin begünstigt Übergewicht und Büroarbeit das Entstehen des Gelenkverschleißes.

Die Therapie beginnt in der Regel mit sorgfältiger Diagnostik. Dabei muss das Ausmaß der Erkrankung festgestellt und die Beteiligung der Fehlbelastungsfaktoren (wie Übergewicht, Beinlängendifferenz oder Fußfehlformen) geklärt werden.

Zur Behandlung des Gelenkverschleißes in aktiver Phase kommt medikamentöse oder nicht-medikamentöse Therapie, die sich gegen Entzündungen und Schmerzen richtet. Zur Vorbeugung der Schmerzphasen empfiehlt sich Verbesserung der Knorpelernährung mit Hyaluronsäure-Injektionen oder der Pulsierenden Signaltherapie (PST). Wenn die konservative Behandlung keine Wirkung zeigt und der Fortschritt der Erkrankung nicht stoppen kann, ist die Operation unerlässlich.

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Das aggressive Rheuma

Freitag, 25. Dezember 2009 19:28

Das aggressive Rheuma

Das aggressive Rheuma ist eine Sonderform des klassischen Gelenkrheumas oder des rheumatoiden Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt). Das aggressive Rheuma stellt eine entzündliche Erkrankung dar, bei der mehrere Gelenke symmetrisch (in der Regel) an beiden Armen oder Beinen betroffen sind. Das aggressive Rheuma unterscheidet sich von der normalen Form dadurch, dass die Symptome der Erkrankung (wie z.B. Schmerzen, Steifigkeiten, Deformationen der Gelenke) deutlich stärker ausgeprägt sind als normal. Die klassische Form entwickelt sich schleichend und manchmal dauert es mehrere Jahre, bis sich die ersten Folgen der Erkrankung bemerkbar machen. Beim aggressiven Rheuma ist das Krankheitsbild oft ganz anders: Die Erkrankung entwickelt sich schneller und schmerzhafter. Dabei sind auch andere Begleitsymptome deutliche stärker ausgeprägt.

Ursächlich für das aggressive Rheuma ist eine stärkere Abwehrreaktion des Organismus, in Folge derer das Immunsystem körpereigene Gelenkbestandteile angreift. Dabei sind Frauen in den Wechseljahren besonders oft betroffen. Typische erste Anzeichen vom aggressiven Rheuma sind starke Schmerzen und Rötungen, massive Schwellungen der Fingergelenke und lang anhaltende Morgensteifigkeit (länger als eine Dreiviertelstunde). Als Begleitsymptome treten oft Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Das aggressive Rheuma zeichnet sich auch durch starke Schübe und massive Schäden der Gelenke aus.

Das aggressive Rheuma geht in der Regel sehr aggressiv einher, zeichnet sich durch massive Entzündungen, starke Schmerzen und beträchtliche Gelenkschäden, wie es bei Arthritis der Fall ist. Dagegen verläuft Arthrose eher schleichend und bleibt oft über die lange Zeit fast unbemerkt.  Eine besondere Form des aggressiven Rheumas ist Weichteilrheuma. Diese Erkrankung trifft vor allem die nah vom Gelenk liegende Gewebe und Muskel.

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Behandlung von Arthrose

Donnerstag, 24. Dezember 2009 15:28

Behandlung von Arthrose

Trotzt wesentlicher Vorschritte, die sich den letzten Jahren ergeben haben, gibt es eigentlich keine spezifische Behandlung von Arthrose. Die Behandlung von Arthrose zielt in erste Linie darauf ab, nicht die Ursachen des Gelenkverschleißes vorzubeugen, sondern die Entzündung zu hemmen, Schmerzen zu lindern und Gelenkfunktionen zu verbessern. Dabei empfiehlt sich ausreichend Bewegung und Belastung der betroffenen Gelenke.

Behandlung von Arthrose umfasst neben der medikamentösen Therapie auch die nicht-medikamentöse Behandlung. In erster Linie kommt Sport und Krankengymnastik zum Einsatz. Denn die regelmäßige Bewegung (sogar mit niedriger Belastung) kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen. Durch die Bewegung wird die Nährstoffversorgung des Knorpels verbessert.

Nicht-medikamentöse Behandlung von Arthrose kann folgende Maßnahmen umfassen:

  • Wärme
  • Hochfrequenzstrom, Infrarotlicht, Ultraschall
  • Massage und Krankengymnastik

Bei Behandlung von Arthrose mit nicht-medikamentösen Mitteln sind sowohl einzelne Maßnahme als auch die Kombination von oben genannten Maßnahmen denkbar.

Die medikamentöse Behandlung von Arthrose erfolgt mit schmerz- und entzündungshemmenden Präparaten wie Schmerzmittel, Salben und Antirheumatika. Hilft diese Therapie nicht, dann kommen die operativen Maßnahmen zum Einsatz. Jetzt wird die Behandlung von Arthrose noch schonender und schmerzfreier als bisher. Moderne operative Behandlung von Arthrose erfolgt überwiegend anhand einer endoskopischen Operation.  Dabei wird die Knorpeloberfläche geglättet oder abgeriebene Knorpel- und Knochenteile entfernt. In besonders schwierigen Fällen oder bei fortgeschrittener Arthrose ist es häufig notwendig Gelenkprothesen einzusetzen.

Die Behandlung von Arthrose umfasst eine Reihe von Maßnahmen und muss auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt werden. Als Ergänzung zu den oben genannten Therapien werden oft Gewichtskontrolle und physiotherapeutische Rehabilitation genannt.

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Gicht

Mittwoch, 23. Dezember 2009 14:51

Gicht

Gicht ist eine erblich bedingte starke Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Gicht wird fast ausschließlich bei Männern zwischen den 40-50 Lebensjahr (ca. 95 %  der Fälle) diagnostiziert. Gicht ist auch ein Sammelbegriff für mehrere Stoffwechselerkrankungen und deren Folgekrankheiten. Zu dieser Gruppe gehören z.B. der erhöhte Harnsäurespiegel (Hyperurikämie), der Gichtanfall verschiedener Gelenke (meist Großzehengelenk), sowie die Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben. Alle Krankheiten haben den gleichen Auslöser: Gicht hängt mit einem zu hohen Harnsäurespiegel zusammen.

Auslöser von Gicht sind Ereignisse, die zu einer Veränderung (Erhöhung oder Reduzierung) des Harnsäurespiegels führen. Besonders hohen Einfluss auf  Harnsäurewert können Festessen, übermäßiger Alkoholkonsum, körperliche Anstrengung oder extremes Fasten haben. In der Regel bleiben diese Schwankungen für uns unbemerkbar: Nur bei besonders empfindlichen Menschen oder auch bei diejenigen, die schon unter Gicht leiden, führt erhörte Harnsäurekonzentration zu einer akuten Entzündung. Betroffen sind dabei vor allem das Großzehengrundgelenk und etwas seltener das Daumengrundgelenk.

Typische Symptome von Gicht sind starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung der Gelenke. Manchmal kommt auch Fieber als Begleitsymptom bei Gicht hinzu. Bleibt Gicht unbehandelt, so können auch weitere Gelenke, Knöchel, Knie, Fingergelenke, Handgelenk und Ellenbogen betroffen werden. Unbehandelt wiederholen sich die Gichtanfälle meist unter Zunahme der Schmerzen und der Dauer sowie der Anzahl der betroffenen Gelenke. Die Gicht kann sowohl akut (in Schüben) als auch chronisch verlaufen.

Gicht kann folgende Ursachen haben:

  1. Erbliche Stoffwechselstörung (minderte Harnsäureausscheidung und/oder vermehrte Harnsäurebildung).
  2. Purinreiche Ernährung
  3. Exzessiver Alkoholkonsum, in  Folge dessen kann die Harnsäureausscheidung vermindert werden.
  4. Bestimmte Krankheiten, die mit einem erhöhten Zellabbau einhergehen wie bösartige Tumore oder Blutkrebs.

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Akupunktur bei Rheuma

Dienstag, 22. Dezember 2009 20:08

Akupunktur bei Rheuma

Akupunktur bei Rheuma gehört zu den alternativen Behandlungsverfahren, die nicht immer von der Schulmedizin anerkannt werden. Besonders umstritten sind die Ansatzmöglichkeiten und therapeutische Wirkung von Akupunktur bei Rheuma. Doch in der jüngsten Zeit wird diese Therapie von den verschiedensten Ärzten und Einrichtungen auch für rheumatische Erkrankungen angeboten. Die ersten Ergebnisse sind nicht eindeutig: Einige Patienten äußern sich sehr positiv und spüren einen deutlichen Effekt der Akupunktur bei Rheuma. Die anderen bemerken keinen Erfolg dieser Maßnahme. Um eindeutige Ergebnisse zu erhalten, ob sich die Akupunktur bei Rheuma zur Schmerzbekämpfung eignet, wurden zahlreiche Studien durchgeführt. Es wurde herausarbeitet, dass sich die Akupunktur nur bei einigen rheumatischen Erkrankungen wirklich zur Schmerzbekämpfung eignet und die Nebenwirkungen bei sachgemäßer Anwendung gering sind.

Um die Anwendung der Akupunktur bei Rheuma möglichst effizient zu gestalten, soll sehr genau hinterfragt werden, für welche Erkrankung oder für welches Symptom sie eingesetzt wird und ob sie die medikamentöse Therapie ergänzen kann. In der Regel kommt Akupunktur bei Rheuma als Ergänzungstherapie zusätzlich zur klassischen medikamentösen Schmerztherapie zum Einsatz.

Die jüngsten Studien haben einen spezifischen Effekt für Akupunktur bei Rheuma für die einzelnen rheumatischen Erkrankungen nachgewiesen. Dazu gehören z.B. chronische Polyarthritis, Kniegelenksarthrose und Gonarthrose. Die Patienten mit diesen Erkrankungen sehen in der Akupunktur eine Möglichkeit, die chronischen Schmerzen zu bekämpfen.

Akupunktur bei Rheuma ist im Vergleich zu den medikamentösen Therapien (z.B. NSAR und CoxII-Inhibitoren) eine sehr nebenwirkungsarme Methode. Einsatz von Akupunktur bei Rheuma als die ergänzende Schmerztherapie trägt dazu bei, dass die Betroffenen weniger Schmerzmedikamente einnehmen müssen. In diesem Fall können auch Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert werden.

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