Der Rheumafaktor
Montag, 21. Dezember 2009 17:06
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Der Rheumafaktor
Der Rheumafaktor wird zur Diagnose des Rheumas im Blut gemessen. Der Rheumafaktor stellt eine Verbindung aus einem Antikörper und einem körpereigenen Eiweißstoff dar, der sich bei ca. 80 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis im Blut nachweisen lässt.
Rheumatoide Arthritis wird in Folge der falschen Abwehrreaktion unseres Immunsystems ausgelöst, das sich fälschlicherweise gegen körpereigene Stoffe richtet. Der Rheumafaktor heißt deshalb auch Autoantikörper und kann als Ausdruck eines Autoimmunprozesses bewertet werden.
Doch nur aufgrund des Rheumafaktors kann man noch nicht die rheumatoide Arthritis diagnostizieren. Er ist nur als ein Warnzeichen zu betrachten. Ein positiver (vorhandener) Rheumafaktor bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit des Rheumas höher ist, als bei anderen Menschen. Er beweist die Erkrankung aber nicht. Er tritt auch bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen und sogar bei offenbar gesunden Menschen (insb. bei Menschen im Alter von 70 bis 80 Jahren) auf. Umgekehrt ist ein negativer (nicht vorhandener) Rheumafaktor ein positives Zeichen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung als „gering“ eingestuft werden kann, schließt sie aber nicht komplett aus. Deshalb ist ein positiver (vorhandener) Rheumafaktor nur in Zusammenschau mit anderen Symptomen und Beschwerden zu interpretieren.
Ein erhöhter Rheumafaktor kann (zusammen mit den anderen typischen Beschwerden und Symptomen) ein Warnzeichen für folgende Erkrankungen sein:
- Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, Primär Biliäre Zirrhose, Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) u.a.
- Entzündungen, Infektionen (Bakterien, Viren, Parasiten)
- Tumorerkrankungen
Ein normaler (negativer) Rheumafaktor kann bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:
- Gicht
- Psoriasis Arthritis (Gelenksentzündung bei Hauterkrankung)
- Gelenksarthrosen (Abnützung)
- Polymyalgia rheumatica (Vorwiegend die Muskeln betreffende Autoimmunerkrankung)
- Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis; tiefsitzende Rückenschmerzen)
Thema: Rheuma | Kommentare (0) | Autor: admin
