Beiträge vom 1. Januar 2010

Knochenschwund

Freitag, 1. Januar 2010 12:27

Knochenschwund

Knochenschwund (Osteoporose) ist eine Stoffwechselerkrankung der Knochen. Dabei nimmt die Knochenmasse, -struktur und -funktion ab, was zu einer schmerzhaften mechanischen Instabilität des Skeletts mit einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche führt. Besonders oft sind  Hand- und Fußgelenke, Wirbelkörper sowie die Schenkelhalsknochen betroffen.

Knochenschwund führt zu den häufigen Knochenbrüchen, die ohne entsprechende Behandlung sehr starke Schmerzen auslösen können.
Es werden zwei wichtige Formen vom Knochenschwund unterschieden:

  • Die primäre Osteoporose (ca. 95%) ist sehr eng mit Alterungsprozessen verbunden, die zum Ausdünnen der Knochen führen. Bei Frauen wird oft postklimakterischer Knochenschwund diagnostiziert.
  • Die sekundäre Osteoporose tritt in der Regel als eine Begleiterscheinung anderer Krankheiten bzw. deren Behandlung auf. In diesem Zusammenhang werden oft Schilddrüsenüberfunktion, lang dauernde Kortisonbehandlung, Zuckerkrankheit oder chronische Magen-Darm-Krankheiten genannt.

Als allgemeine Ursachen vom Knochenschwund werden oft folgende genannt: Bewegungsmangel,  genetisch bedingte Veranlagung, Mangel an Vitamin D3, falsche Ernährung und Übergewicht.

Besonders im Frühstadium ist der Knochenschwund nur eingeschränkt diagnostizierbar. Deshalb wird diese Krankheit oft dann diagnostiziert, wenn es schon zu einem Knochenbruch gekommen ist. Zur Frühdiagnostizierung kommt eine Knochendichtemessung zum Einsatz. Des Weiteren sollen die Laboruntersuchungen durchgeführt werden, um Ursachen des Knochenschwundes genauer zu klären. Im fortgeschrittenen Stadium (wenn 30 Prozent der Knochenmasse verloren sind) lässt Knochenschwund anhand der Röntgenbilder relativ eindeutig diagnostizieren.

Die medikamentöse Behandlung des Knochenschwundes zielt in erste Linie darauf ab, den Knochenstoffwechsel zu normalisieren. Dabei kommen folgende Medikamente zum Einsatz:  Kalzium (in Verbindung mit Vitamin D), Bisphosphonate, Kalzitonin und Fluoride. Die medikamentöse Behandlung wird durch Rehabilitationsspot, Krankengymnastik und gezielte Freizeitaktivität vervollständigt. Diese lindern die Schmerzen, stärken die Muskulatur und stabilisieren die Gelenke.

Thema: Osteoporose | Kommentare (0) | Autor: admin