Beiträge vom 5. Januar 2010

Rheumafrüherkennung

Dienstag, 5. Januar 2010 11:21

Rheumafrüherkennung

Viele rheumatische Erkrankungen sind heutzutage gut beherrschbar. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg im Kampf mit Rheuma ist die Rheumafrüherkennung. Doch trotzt wesentlicher Fortschritte und modernster Diagnoseverfahren werden immer noch viele Rheumapatienten zu spät oder falsch behandelt. Ein Viertel der Patienten mit rheumatoider Arthritis werden auf Grund von Schmerzen, schweren Haltungsschäden und Gelenkzerstörungen berufsunfähig. Deshalb ist Rheumafrüherkennung genau bei diesen Patienten besonders von Bedeutung. Denn je früher die rheumatoide Arthritis erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, eine Gelenkenzerstörung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Die Rheumatologen gehen davon aus, dass Rheumafrüherkennung die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Rheumatherapie ist.

Viele rheumatische Erkrankungen verlaufen im Anfangsstadium schleichend und haben so gut wie keine Symptome. Des Weiteren sind diese Symptome oft leicht mit den Symptomen von anderen Krankheiten zu verwechseln. Deshalb zielt Rheumafrüherkennung in erster Linie darauf ab, die Rheumawarnzeichen möglichst früh zu erkennen. Einige rheumatische Symptome werden anfangs oft falsch gedeutet: Rheumaschmerzen werden oft als Meniskusprobleme und Überlastungen gedeutet. Besonders oft scheitert Rheumafrüherkennung bei Diagnostizierung von beginnenden rheumatischen Wirbelsäulenentzündungen. In Folge mangelhafter Rheumafrüherkennung wird ein typischer morgendlicher Schmerz und eine Morgensteifigkeit auf ein falsches Bett oder eine falsche Matratze zurückgeführt.

Die diagnostischen Verfahren zur Rheumafrüherkennung sollen vor allem eine klare Antwort auf  alles entscheidende Frage geben: Handelt es sich bei den Beschwerden um Frühsymptome einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, oder geht es um eine andere Erkrankung. Bei der rheumatoiden Arthritis gibt es ein so genanntes „therapeutisches Fenster“ (drei bis vier Monaten), in dem sich das weitere Schicksal der Betroffenen entscheidet. Deshalb sollen die diagnostische Verfahren zur Rheumafrüherkennung in der Lage sein, in den ersten drei bis 4 Monate nach Krankheitsbeginn, das Rheuma zu erkennen und präzise zu diagnostizieren.

Thema: Rheuma | Kommentare (0) | Autor: admin