Rheumatisches Fieber
Donnerstag, 7. Januar 2010 20:52
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Rheumatisches Fieber
Das rheumatische Fieber wird als eine entzündliche Systemerkrankung definiert, die in der Regel nach einer Infektion mit Streptokokken auftritt. Sie kann an folgenden Organen auftreten: Herz, Gelenken, Nervensystem, Haut und dem subkutanen Gewebe (Unterhaut. Das rheumatische Fieber stellt eine Entzündungsreaktion des Körpers auf die Toxine dar, die von Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken gebildet werden. Das rheumatische Fieber tritt oft als Zweiterkrankung nach einer bakteriellen Infektion der oberen Luftwege auf.
In der Regel erkranken die Patienten zuerst 10 bis 20 Tagen vor dem Auftreten des rheumatischen Fiebers an von den Streptokokken aufgelöster Angina (bzw. Mandelentzündung) oder Pharyngitis (bzw. Rachenentzündung). Die Erkrankung tritt in drei typischen Formen auf:
- rheumatische Karditis
- akute Polyarthritis
- Chorea minor
Ursächlich für das rheumatische Fieber ist eine Infektion des Nasen-Rachen-Raums durch A-Streptokokken nach der eine Kreuzreaktivität zwischen einem Oberflächenmolekül der Bakterien (M-Protein) und zellulären Bestandteilen der Muskelzellen (Tropomyosin und Myosin) besteht. Einige innere Organe und Geweben (z.B. Gelenke, Herzmuskel-, Haut- oder Gehirnzellen) haben Proteine als, die dem Bakterien-Protein ähneln. In Folge dessen greifen die ursprünglich als Immunreaktion des Organismus gegen die Bakterien gebildeten Antikörper gegen körpereigene Gelenkbestandteile oder Herzmuskelzellen an. Deshalb führt das rheumatische Fieber in manchen Fällen zur Arthritis oder zur Endokarditis (Herzinneschicht-Entzündung mit Herzklappenveränderungen).
In den Industrieländern tritt das rheumatische Fieber relativ selten auf. Doch bei Kindern und Heranwachsenden im Alter von 6 bis 15 Jahren tritt das rheumatische Fieber deutlich häufiger auf, als bei Erwachsenen.
Typische Symptome vom rheumatischen Fieber sind:
- Dauerhaftes Fieber, Kopfschmerzen und Schwitzen.
- “wandernde” Polyarthritis
- Karditis
- Chorea minor (Sydenham.
- subkutane Knötchen (in etwa 30% d.F.)
- Erythema anulare rheumaticum (in etwa 10% d.F.)
Thema: Rheuma | Kommentare (0) | Autor: admin
