Beiträge vom 13. Januar 2010

Weichteilrheuma (Fibromyalgiesyndrom)

Mittwoch, 13. Januar 2010 10:58

Weichteilrheuma (Fibromyalgiesyndrom)

Weichteilrheuma ist ein Sammelbegriff für verschiedene rheumaartige Krankheitsbilder, bei denen es zu Schmerzen in den Weichteilen (in Bändern, Sehnen, Muskeln und bzw. oder Schleimbeuteln) kommt. Diese Erkrankung gehört zu den nicht entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Von Weichteilrheuma sind oft Muskeln und Bänder, die vor allem in der Nähe großer Gelenke an Beinen oder Armen oder im Nacken, stark betroffen.

Es wird  zwischen zwei Arten von Weichteilrheuma unterschieden: Das lokalisierte und das generalisierte Weichteilrheuma. Die erste Form betrifft mehr oder weniger den ganzen Körper und wird meistens auch als Fibromyalgie bezeichnet. Die zweite Form tritt eher an bestimmten Körperstellen bzw. an einem lokalisierten Bereich des Körpers auf.

Die genauen Ursachen des Weichteilrheumas sind bis jetzt nicht eindeutig geklärt. Doch bei Untersuchungen der betroffenen Stellen konnten bei vielen Patienten charakteristische Veränderungen gesehen werden. Diese führen zur Unterversorgung der betroffenen Gewebe mit Sauerstoff, was zur Verspannungen und Durchblutungsstörungen führt. Des Weiteren kann Weichteilrheuma durch falsche Belastungen (z.B. Tennisellbogen, Schulterschmerzen aufgrund der sog. Periarthritis humeroscapulari) und Entzündungen (z.B. Sehnenscheidenentzündung) ausgelöst werden.

Zur Therapie des Weichteilrheumas ist es oft erforderlich, den Teufelskreis Schmerz – Verspannung – Schmerz zu unterbrechen. Dafür kommen sowohl medikamentöse (z.B. Medikamente zum Senken des Muskeltonus und zur Schmerzlinderung) als auch nicht-medikamentöse (z.B. Akupunktur, spezielle Massagen, Krankengymnastik, Dauerbrause und Sauna) Maßnahmen zum Einsatz. Die Behandlung des Weichteilrheumas sollte die medikamentöse Therapie niemals zu einer Dauerbehandlung werden, sondern lediglich zu einer Behandlungsfähigkeit führen.

Sollten diese allgemeine therapeutische Maßnahmen keine Besserung mit sich bringen, so ist eine weiterführende Behandlung in einer Schmerzklinik unerlässlich. Dort wird Weichteilrheuma mit speziellen Schmerztherapien behandelt. Dabei kommen folgende Therapien zum Einsatz:

  • Therapeutische Lokalanästhesie
  • Analgetikatestung
  • Ergänzende Methoden wie weiterführende, spezielle Physiotherapie, Hochtontherapie und spezielle Schmerz-Akupunktur

Thema: Rheuma | Kommentare (0) | Autor: admin