Beiträge vom 19. Januar 2010

Reaktive Arthritis

Dienstag, 19. Januar 2010 12:39

Reaktive Arthritis

Reaktive Arthritis ist eine akute Entzündung eines oder mehrerer Gelenke in Folge einer bakteriellen Infektion der Harnwege, Darm oder Atemwege. Betroffen sind meist einzelne große Gelenke der unteren Extremität auf nur einer Körperseite. Bei einer reaktiven Arthritis handelt es sich um eine Gelenkerkrankung (so genannte seronegative Spondylarthropathie). Diese entzündliche Erkrankung wird besonders oft bei HLA-B27 positiven Personen diagnostiziert. Die Auslöser der reaktiven Arthritis  sind Bakterien (in der Regel Chlamydien), die die Gelenke nach einer Darm- oder Harnwegserkrankung befallen.

Doch die Bakterien sind nur die Auslöser der reaktiven Arthritis: Die Erkrankung tritt in Folge der überschießenden Immunreaktion unseres Organismus nach bestimmten bakteriellen Infekten auf. Laut jüngsten Studien ist ein Zusammenhang zwischen der reaktiven Arthritis und genetischen Faktoren mittlerweile eindeutig bewiesen. So sind in ca. 50% aller Fälle die Patienten mit HLA-B27-Antigen betroffen. Das lässt sich damit begründen, dass bei den Patienten mit HLA-B27-Antigen die natürliche Immunität versagt. Nach einer bakteriellen Infektion bleiben bei diesen Patienten einige Erreger der reaktiven Arthritis weiterhin im Körper. In einer akuten Phase gelangen diese Erreger schubweise über das Blut in die Gelenke und lösen die reaktive Arthritis erneut aus.

Typische Symptome von reaktiver Arthritis sind:

  • Fieber und Abgeschlagenheit
  • Urethritis (Harnröhrenentzündung; unspezifisch, nicht-gonorrhoisch) oder Zervizitis mit schleimigem oder eitrigem Ausfluss
  • Entzündung der Augenbindehaut ,
  • Arthritis: Rötung und Erwärmung der Gelenke
  • eine Entzündung der Achillessehne oder der Plantarfaszie am Fersenbein
  • Bei dieser Krankheit sind in der Regel mehrere Gelenke (z.B. Knie-, Sprung-, Zehen- oder Handgelenk) betroffen. Manchmal wandert die Entzündung auch von einem Gelenk zum anderen. Eine reaktive Arthritis heilt normalerweise innerhalb eines Jahres aus und verursacht keine dauerhaften Gelenkschäden.

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Fibromyalgie und Muskelschmerzen

Dienstag, 19. Januar 2010 12:22

Fibromyalgie und Muskelschmerzen

Unter Fibromyalgie versteht man eine chronische Schmerzkrankheit mit Schmerzen am ganzen Körper. Fibromyalgie und Muskelschmerzen treten oft zusammen auf und werden als Muskel-Faser-Schmerz bezeichnet. Obwohl es sich dabei um keine rheumatische Erkrankung im eigentlichen Sinne handelt,  wird Fibromyalgie und Muskelschmerzen in manchen Literaturquellen als “Weichteilrheuma” bezeichnet. Doch die meisten Rheumatologen ordnen Fibromyalgie und Muskelschmerzen zu den anderen Erkrankungen zu und sind der Meinung, dass sie nicht mit einer rheumatischen Erkrankung vergleichbar sind.

Fibromyalgie und Muskelschmerzen zeichnen sich durch lang andauernde diffuse Schmerzen am ganzen Körper aus, die in ihrer Intensität und in ihrem Auftreten wechselhaft sein können. Fibromyalgie und Muskelschmerzen werden manchmal von Kopfschmerzen, Migräne, Magen-Darmbeschwerden, Müdigkeit und schneller Erschöpfbarkeit, sowie von Ein- und Durchschlafstörungen begleitet. Diese Symptome treten auch bei vielen anderen Erkrankungen auf. Eine wichtige Besonderheit von Fibromyalgie und Muskelschmerzen ist die Tatsache, dass bei normalen Untersuchungen so gut wie keine krankhaften Befunde diagnostiziert werden können. Deshalb wird diese Erkrankung oft nicht erkannt und wird dementsprechend dann auch nicht adäquat behandelt.

Fibromyalgie und Muskelschmerzen können entweder als Einzelerkrankungen oder als Folgeerkrankungen bei anderen rheumatischen Erkrankungen (z.B. wie Rheumatoide Arthritis und Morbus Bechterew) diagnostiziert werden. Die Ursachen von diesen Schmerzen sind auf biologische und biochemische Veränderungen im Körper zurück zu führen. In der Regel sind einige Erkrankungen des zentralen Nervensystems für die Schmerzen in Folge der Fibromyalgie und Muskelschmerzen verantwortlich. Werden diese Schmerzen über eine bestimmte Zeitperiode nicht ausreichend behandelt, konnten sie in Laufe der Zeit chronifiziert werden. Die chronischen Fibromyalgie und Muskelschmerzen sind heute noch nicht heilbar. Doch ihre Symptome können erfolgreich behandelt werden, so dass die Schmerzen deutlich seltener auftreten werden und ihre Intensität gelindert werden kann.

Thema: Muskelschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin