Beiträge vom Januar, 2010

Skoliose bei Kindern

Montag, 11. Januar 2010 12:42

Skoliose bei Kindern

Die Skoliose ist eine dauerhafte seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Sie tritt im Wachstumsalter auf und schreitet fort, bis das Wachstum abgeschlossen ist. Deshalb wird Skoliose bei Kindern besonders oft diagnostiziert. Die wirklichen Ursachen der Skoliose bei Kindern bleiben in fast 90 Prozent der Fälle ungeklärt. Dabei ist die richtige und rechzeitige Diagnostizierung besonders von Bedeutung. Denn für die Heilung der Skoliose bei Kindern ist entscheidend, in welchem Stadium und Alter die Krankheit entdeckt und behandelt wird.

In einigen Fällen treten die Säuglingsskoliosen auf, die manchmal von alleine verschwinden. Doch üblicherweise gilt es für die Skoliose bei Kindern eine einfache Regel: Der Verlauf der Erkrankung umso leichter ist, je später die Skoliose beginnt und die Behandlung umso effektiver, je früher sie anfängt.  Skoliose bei Kindern wird in den meisten Fällen im Alter von 10 bis 14 Jahren diagnostiziert.

Oft fängt sie mit den kleineren Verkrümmungen von der Wirbelsäule an, die die Erwachsene nicht bemerken. Die Wirbelsäule gehört zu den empfindlichsten Knochenstrukturen unseres Körpers. Besonders bei den Kindern treten dort oft krankhafte Veränderungen, die ohne Behandlung zur Entwicklung der Skoliose bei Kindern führen können.

Viele Kinder leiden seit Jahren ohne es selbst zu wissen an Skoliose.  Das wird damit begründet, dass die Skoliose bei Kindern oft ohne Schmerzen verläuft. In den meisten Fällen treten die Schmerzen erst nach Pubertät auf und führen danach zu den Belastungsschmerzen bei der Arbeit oder beim Sport. Die Behandlung von Skoliose bei Kindern richtet sich nach der Schwere der Verkrümmung. Im Allgemein empfiehlt sich bis zu einer Biegung von 20° eine  Krankengymnastik. Bei schwereren Verbiegungen (von 20-50°) wird die Krankengymnastik zusätzlich mit Miedern oder Korsetts unterstützt. Ab einer Verkrümmung von 50° wird eine Operation empfohlen.

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Skoliose

Sonntag, 10. Januar 2010 12:43

Skoliose

Unter Skoliose wird eine fixierte Verbiegung der Wirbelsäule verstanden. Bei einer Skoliose ist das Rückgrat des Menschen nicht nur seitlich verbogen, sondern es können auch neben der Verkrümmung auch die Rotation der gesamten Wirbelsäule und die Torsion einzelner Wirbelkörper hinzukommen. Die Skoliose ist mit einer Deformierung und gleichzeitigen Verdrehung der Wirbelkörper verbunden.

Die Skoliose kann sowohl angeboren (so genannte Fehlbildungsskoliose) sein als auch in Folge der neurogenen oder muskulären Erkrankungen entstehen. In besonderen Fällen entwickelt sich eine Sonderform der Erkrankung. In diesem Fall treten starke Verbiegungen (mehr als 20°) auf und Skoliose wird chronifiziert. Ohne entsprechende Behandlung kommt es im Laufe der Zeit zu noch stärkerer Verkrümmung der Wirbelsäule (mehr als 70°), die die allgemeine Leistungsfähigkeit sowie die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigt. Dabei werden oft auch als Begleiterscheinungen Schmerzen und Lähmungen im Rücken diagnostiziert, die in die Arme und Beine ausstrahlen können.

Üblicherweise entwickelt sich die Skoliose während des Wachstums im Alter von 10–14 Jahren. Die Verbiegung und Verdrehung der Wirbelsäule entsteht durch Wachstumsstörungen einzelner Wirbelabschnitte. Bei Kindern und Heranwachsenden nimmt die Fehlstellung meist zu. Bei der Erwachsenen verlangsamt sich die Zunahme und/oder kommt sogar zum Stillstand. Doch ab einem Verbiegungswinkel von mehr als 40° besteht das Risiko, dass die Skoliose weiterhin voranschreitet und die schweren Formen auftreten. Bei solchen Verkrümmungen kommt es nicht selten zu schweren Verformungen von Wirbelsäule und Brustkorb.

Behandlung der Skoliose ist sowohl mit konservativen als auch mit operativen Methoden möglich. Im Allgemein kann man sagen, dass die konservative Behandlung bis einer Verkrümmung der Wirbelsäule von 40°-50° möglich ist. Bei stärkeren Verkrümmungen empfiehlt sich eine Operation.

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Schmerzakupunktur

Samstag, 9. Januar 2010 14:02

Schmerzakupunktur

In den letzten Jahren wird die Schmerzakupunktur besonders bei chronischen Rheumaschmerzen immer öfter eingesetzt. Dabei ist die positive Wirkung der Schmerzakupunktur noch umstritten. Laut Berichten von einigen Ärzten und Patienten erwiest sich Schmerzakupunktur als wirkungsvolle Methode zur Linderung der chronischen Rheumaschmerzen. Diese Ergebnisse belegen auch zum Teil einige wissenschaftliche Studien. Doch die traditionelle Medizin bezeichnet Schmerzakupunktur als eine umstrittene therapeutische Methode.

Doch Schmerzakupunktur ist nicht gleich anderen Akupunkturrichtungen. Hierzu gibt es eine Vielzahl von Techniken und Vorgehensweisen. Die Akupunktur zur Schmerzlinderung hat im Vergleich zu den traditionellen Methoden folgende Vorteile:

  • Bei konsequenter Behandlung können sogar die chronischen Rheumaschmerzen nachhaltig beseitigt werden.
  • Schmerzakupunktur bei chronischen Rheumaschmerzen führt sogar bei dauerhafter Anwendung keinerlei zur Abhängigkeit, wie z.B. von Schmerzmitteln oder auch von Schlafmitteln, die oft genommen werden, wenn man vor Schmerz nicht schlafen kann.
  • Schmerzakupunktur hat keine Nebenwirkungen wie z.B. Magenschädigungen bei dauerhafter medikamentöser Behandlung
  • Durch Einsatz von Schmerzakupunktur als zusätzliche Therapie zur klassischen medikamentösen Schmerztherapie können die Schmerzen besser bekämpft werden und die Menge an Tabletten und Spritze kann dadurch reduziert werden.

Schmerzakupunktur kommt bei folgenden Schmerzen zum Einsatz:

  • Migräne, Spannungskopfschmerzen
  • Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen
  • akute und chronische Gelenkbeschwerde
  • rheumatische Schmerzen
  • Schmerzen infolge Verletzungen
  • Narbenschmerzen und Schmerzen nach Operationen
  • In den meisten Fällen kommt die Schmerzakupunktur bei rheumatischen Erkrankungen als ergänzende Therapie vor. Als Basistherapie kommt traditionelle medikamentöse Behandlung zum Einsatz.

Im Rahmen der Modellversuche übernehmen die Krankenkassen die Kosten für Schmerzakupunktur bei chronischen Kopfschmerzen, chronischen Schmerzen der Lendenwirbelsäule und chronischen Rheumaschmerzen. Voraussetzung für die Kostenübernahme ist es in der Regel, dass der Vertragsarzt die Qualität der Behandlung sicherstellen kann.

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Aufgaben des Rheumatologen

Freitag, 8. Januar 2010 12:04

Aufgaben des Rheumatologen

Die Rheumatologie ist eine Fachrichtung der Medizin, die sich mit der Diagnose und Therapie von chronischen Krankheiten beschäftigt, die sich meist auch durch Schmerzen im Bereich des Bewegungsapparates bemerkbar machen. Dementsprechend ist ein Rheumatologe, der Facharzt mit dem Schwerpunkt Behandlung von rheumatischen Erkrankungen.

Die Aufgaben des Rheumatologen unterschieden sich je nach Erkrankungsphasen. In der frühen Erkrankungsphase können die  Aufgaben des Rheumatologen in den folgenden Punkten liegen:

  • vorläufige Diagnostizierung der Erkrankung (Gelenk, Knochen, Muskulatur),
  • Differenzierung zwischen alleiniger Gelenkschmerz und objektivierbaren Gelenksymptomen mit Schwellung, Hyperthermie, Rötung und/oder Bewegungseinschränkung (Arthritis, Arthrose),
  • Einleitung der Therapie bei prognostisch günstiger Erkrankung.

Des Weiteren gehört zu den primären Aufgaben des Rheumatologen die Erstellung von allgemeinen und speziellen Überweisungsindikationen.
Die Wichtigste Aufgabe des Rheumatologen ist Einleitung und Kontrolle spezieller Therapieverfahren. Moderne therapeutische Methoden stellen komplexe Therapie dar, die oft die komplexe Betreuung erfordern. Deshalb ist eine Aufgabe des Rheumatologen die Notwendigkeit und Umfang der zusätzlichen Therapien zu bestimmen und diese auf einander abzustimmen.

Zu den speziellen Aufgaben des Rheumatologen gehören: differenzierte, Antikörperdiagnostik (u. a. ANA-Differenzierung), CT oder MRT, Szintigrafie und Arthroskopien. Basierend auf Ergebnissen von diesen speziellen Maßnahmen sollen konkrete Krankheitsbilder und -gruppen erstellt werden. Weitere Aufgabe des Rheumatologen besteht darin, die Erkrankung möglichst genau zu diagnostizieren.

Bei rheumatischen Erkrankungen dauert die Therapie in der Regel relativ lange Zeit. Deshalb werden die Aufgaben des Rheumatologen durch eine Langzeitbetreuung und Rehabilitation erweitert. Idealerweise soll auch das familiäre Umfeld des Patienten informiert und in den Rehabilitationsprozess involviert werden. Abschließend ist die letzte Aufgabe des Rheumatologen zu nennen: er soll die Konsultationsfrequenz ausgehend von der individuellen Schwere, Progredienz und Aktivität des Krankheitsbildes bestimmen.

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Rheumatisches Fieber

Donnerstag, 7. Januar 2010 20:52

Rheumatisches Fieber

Das rheumatische Fieber wird als eine entzündliche Systemerkrankung definiert, die in der Regel nach einer Infektion mit Streptokokken auftritt. Sie kann an folgenden Organen auftreten: Herz, Gelenken, Nervensystem, Haut und dem subkutanen Gewebe (Unterhaut. Das rheumatische Fieber stellt eine Entzündungsreaktion des Körpers auf die Toxine dar, die von Bakterien aus der Gruppe der Streptokokken gebildet werden. Das rheumatische Fieber tritt oft als Zweiterkrankung nach einer bakteriellen Infektion der oberen Luftwege auf.

In der Regel erkranken die Patienten zuerst 10 bis 20 Tagen vor dem Auftreten des rheumatischen Fiebers an von den Streptokokken aufgelöster Angina (bzw. Mandelentzündung) oder Pharyngitis (bzw. Rachenentzündung). Die Erkrankung tritt in drei typischen Formen auf:

  • rheumatische Karditis
  • akute Polyarthritis
  • Chorea minor

Ursächlich für das rheumatische Fieber ist eine Infektion des Nasen-Rachen-Raums durch A-Streptokokken nach der eine Kreuzreaktivität zwischen einem Oberflächenmolekül der Bakterien (M-Protein) und zellulären Bestandteilen der Muskelzellen (Tropomyosin und Myosin) besteht. Einige innere Organe und Geweben (z.B. Gelenke, Herzmuskel-, Haut- oder Gehirnzellen) haben Proteine als, die dem Bakterien-Protein ähneln. In Folge dessen greifen die ursprünglich als Immunreaktion des Organismus gegen die Bakterien gebildeten Antikörper gegen körpereigene Gelenkbestandteile oder Herzmuskelzellen an. Deshalb führt das rheumatische Fieber in manchen Fällen zur Arthritis oder zur Endokarditis (Herzinneschicht-Entzündung mit Herzklappenveränderungen).

In den Industrieländern tritt das rheumatische Fieber relativ selten auf. Doch bei Kindern und Heranwachsenden im Alter von 6 bis 15 Jahren tritt das rheumatische Fieber deutlich häufiger auf, als bei Erwachsenen.
Typische Symptome vom rheumatischen Fieber sind:

  • Dauerhaftes Fieber, Kopfschmerzen und Schwitzen.
  • “wandernde” Polyarthritis
  • Karditis
  • Chorea minor (Sydenham.
  • subkutane Knötchen (in etwa 30% d.F.)
  • Erythema anulare rheumaticum (in etwa 10% d.F.)

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Rheumatische Artrose

Mittwoch, 6. Januar 2010 13:03

Rheumatische Artrose

Eine Rheumatische Artrose ist eine verschleißbedingte oder altersbedingte Veränderung des Gelenks. Das bedeutet, dass mit dem Lebensalter das Risiko, eine rheumatische Artrose zu bekommen, wächst. Bei rheumatischen Artrose wird die Knorpelschicht auf dem Knochen in folge der Abnutzung stark angegriffen. Dabei wird die Oberfläche rau, dünner und fasert auf. Nach und nach schreitet dieser Prozess voran und im Laufe der Zeit kann es zum kompletten Knorpelverlust kommen. In folge dessen reibt dann Knochen auf Knochen.

Die rheumatische Artrose entsteht vorwiegend bei einem dauerhaften Missverhältnis zwischen Beanspruchung und Belastbarkeit der einzelnen Gelenkanteile und -gewebe. Als die häufigsten Auslöser von der rheumatischen Artrose werden regelmäßige Überlastungen beim Sport oder frühere Verletzungen (z.B. Meniskusschäden) genannt. In manchen Fällen sind dafür die angeborenen oder erworbenen Gelenkfehlstellungen wie X- oder O-Beine ursächlich. Des Weiteren belastet das Übergewicht ständig die Gelenke und erhört das Risiko mehrfach. Die rheumatische Artrose kann auch genetische Ursache und Auslöser haben. So kommt es in den manchen Familien sogar bei Kindern zu schweren Arthrosen.

Die rheumatische Artrose tritt meist im Knie, aber auch in Hüfte, Wirbelsäule und Schulter auf. Dabei werden kommt es zu Schmerzen und Steifigkeit der Gelenke. Die Patienten leiden an ständigen Gelenkenschmerzen, die bei großen Belastungen oder bei kalter und feuchter Witterung immer stärker werden. Dabei sind die ersten Bewegungen nach einer Ruhephase besonders schmerzhaft. Danach lässt der Schmerz langsam nach und die Patienten fühlen sich wohler. Treten die Schmerzen auch im Ruhezustand auf und kommt es gleichzeitig zur Gelenkentzündung, so spricht man über eine aktivierte Arthrose.

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Rheumafrüherkennung

Dienstag, 5. Januar 2010 11:21

Rheumafrüherkennung

Viele rheumatische Erkrankungen sind heutzutage gut beherrschbar. Die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg im Kampf mit Rheuma ist die Rheumafrüherkennung. Doch trotzt wesentlicher Fortschritte und modernster Diagnoseverfahren werden immer noch viele Rheumapatienten zu spät oder falsch behandelt. Ein Viertel der Patienten mit rheumatoider Arthritis werden auf Grund von Schmerzen, schweren Haltungsschäden und Gelenkzerstörungen berufsunfähig. Deshalb ist Rheumafrüherkennung genau bei diesen Patienten besonders von Bedeutung. Denn je früher die rheumatoide Arthritis erkannt und behandelt wird, desto besser sind die Chancen, eine Gelenkenzerstörung zu verhindern oder zumindest zu verzögern. Die Rheumatologen gehen davon aus, dass Rheumafrüherkennung die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiche Rheumatherapie ist.

Viele rheumatische Erkrankungen verlaufen im Anfangsstadium schleichend und haben so gut wie keine Symptome. Des Weiteren sind diese Symptome oft leicht mit den Symptomen von anderen Krankheiten zu verwechseln. Deshalb zielt Rheumafrüherkennung in erster Linie darauf ab, die Rheumawarnzeichen möglichst früh zu erkennen. Einige rheumatische Symptome werden anfangs oft falsch gedeutet: Rheumaschmerzen werden oft als Meniskusprobleme und Überlastungen gedeutet. Besonders oft scheitert Rheumafrüherkennung bei Diagnostizierung von beginnenden rheumatischen Wirbelsäulenentzündungen. In Folge mangelhafter Rheumafrüherkennung wird ein typischer morgendlicher Schmerz und eine Morgensteifigkeit auf ein falsches Bett oder eine falsche Matratze zurückgeführt.

Die diagnostischen Verfahren zur Rheumafrüherkennung sollen vor allem eine klare Antwort auf  alles entscheidende Frage geben: Handelt es sich bei den Beschwerden um Frühsymptome einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung, oder geht es um eine andere Erkrankung. Bei der rheumatoiden Arthritis gibt es ein so genanntes „therapeutisches Fenster“ (drei bis vier Monaten), in dem sich das weitere Schicksal der Betroffenen entscheidet. Deshalb sollen die diagnostische Verfahren zur Rheumafrüherkennung in der Lage sein, in den ersten drei bis 4 Monate nach Krankheitsbeginn, das Rheuma zu erkennen und präzise zu diagnostizieren.

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Rheuma bei Kindern

Montag, 4. Januar 2010 14:15

Rheuma bei Kindern

Rheuma bei Kindern tritt nicht so selten auf, wie die meisten Erwachsene denken: Von 1000 Kindern erkrankt jedes Jahr eins an akuter Gelenkentzündung. Bei ca. 20% der Betroffene wird die Erkrankung chronisch. Die Diagnose von Rheuma bei Kindern ist selbst für den erfahrenen Kinderarzt relativ schwierig. Manchmal kommen die Gelenkbeschwerden erst, wenn die Erkrankung schon über längere Zeit andere Organe betroffen hat.

In den meisten Fällen beginnt Rheuma bei Kindern recht harmlos: Das Knie schwillt an,  plötzliches Fieber, die Gelenke schmerzen und die Schmerzen kehren immer zurück. Rheuma bei Kindern macht sich durch Gelenkenschmerzen und -entzündungen; greift auch Muskel und Organe an. Manches kindliche Rheuma verläuft lebensbedrohlich.

Rheuma bei Kindern tritt in Form von den entzündlichen Gelenkschwellungen besonders oft bei den Kindern unter 16 Jahren auf, die schon einmal unter anderen akuten Infektionen litten. Bei kleinen Mädchen ist meist zuerst das Kniegelenk geschwollen. Jungen erkranken erst, wenn sie älter als 8 Jahre sind. Außer der Gelenke kann das Rheuma bei Kindern auch an Wirbelsäule, Fuß oder Hüfte diagnostiziert werden. Bei den Kindern mit Blutfaktor HLAB-27 besteht ein Verdacht auf die Vererbbarkeit der Krankheit.

Die häufigste Form von Gelenkerkrankung bei den Kindern und Heranwachsenden ist der so genannte Hüftschnupfen (Coxitis fugax). Diese Form von Rheuma bei Kindern tritt oft in zeitlichem Zusammenhang zu einem Virusinfekt auf und heilt meist innerhalb von vier Wochen aus.
Es wird 4 häufigsten Verlaufsformen von Rheuma bei Kindern unterschieden:

  1. die frühkindliche Oligoarthritis
  2. die Oligoarthritis des älteren Kindes, oft auch mit Wirbelsäulenbefall und Sehenscheidenentzündungen (Enthesitis)
  3. die seronegative juvenile chronische Polyarthritis ohne Rheumafaktor-Nachweis bzw. mit Rheumafaktor-Nachweis
  4. die systemische juvenile chronische Arthritis.

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Postklimakterische Osteoporose

Sonntag, 3. Januar 2010 11:45

Postklimakterische Osteoporose

Die wichtigsten Formen der Osteoporose sind: die postklimakterische Osteoporose (nach den Wechseljahren auftretende) und die Altersosteoporose. Die postklimakterische Osteoporose ist eine Stoffwechselerkrankung, die zur Abnahme der Knochenmasse, -struktur und -funktion fuhr. In Folge dessen entwickelt sich nach und nach mechanische Instabilität des Skeletts und das Risiko für Knochenbrüche steigt.

Postklimakterische Osteoporose stellt primäre Form der Osteoporose (ca. 95% der Fälle) dar und ist damit eng mit Alterungsprozessen bei Frauen verbunden. Dabei überschreitet die Abnahme der Knochenmasse bei der postklimakterischen Osteoporose das natürliche alters- und geschlechtsspezifische Maß.

Ursachlich für einen gesteigerten Knochenabbau (postklimakterische Osteoporose) ist das weibliche Hormon Östrogen. Mangel an Östrogen lässt sich an die hormonelle Umstellung bei den Frauen ab 50 Jahren zurückzuführen. Postklimakterische Osteoporose tritt in Folge der Einstellung der Östrogenproduktion in den Eierstöcken während der Wechseljahre auf. Dadurch beschleunigt sich der Knochenstoffwechsel: Es wird mehr Knochenmasse abgebaut (abgenutzt) als angedaut. Die Störungen des Kalziumgleichgewichtes begünstigen die Erkrankung.

Außer hormonelle Umstellung können u.U. folgende Ursachen die postklimakterische Osteoporose auslösen:

  1. Bewegungsmangel: Der wichtigste Einzelfaktor für die Ausbildung und Erhaltung starker Knochen ist die Höhe der täglichen Belastung, der die Knochen ausgesetzt sind.
  2. Genetische Veranlagung (Veränderung des Typ-I-alpha-1-Gens)
  3. Vitamin D3 Mangel
  4. Falsche Ernährung, die zum langfristigen Mangel an speziellen Nährstoffen (z.B. an Calcium, Magnesium oder an Spurenelemente: Bor, Flur und Strontium) führt.
  5. Rauchen und Alkohol sind ebenso die Risikofaktoren, die Auslösung der postklimakterischen Osteoporose begünstigen können.

Zur Vorbeugung der postklimakterischen Osteoporose empfiehlt sich für die Frauen in den Wechseljahren neben ausgeglichener Ernährung und zusätzlicher Versorgung mit Kalzium, Vitamin D, Magnesium und  Spurenelemente auch regelmäßige körperliche Bewegung.

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Morgensteifigkeit

Samstag, 2. Januar 2010 14:21

Morgensteifigkeit

Morgensteifigkeit ist das Leitsymptom bei mehreren Rheuma-Erkrankungen. Morgensteifigkeit trifft vor allem die Gelenke in den Fingern und Füßen, kann den Alltag und Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz erheblich belasten. Morgensteifigkeit ist ein typisches Warnzeichen bei Arthrose. Für die Arthrose-Patienten bedeutet sie steife Gelenke, Anlaufschmerzen und erhebliche Beeinträchtigungen der Lebensqualität. Doch woran liegt das eigentlich?

Es gibt mehrere gründe für Morgensteifigkeit. Vor allem wird diese Steifigkeit durch nächtliche Entzündungsprozesse in den Gelenken aufgelöst. Das passiert aber wenn die Menschen von rheumatischen Erkrankungen betroffen sind. Denn normalerweise dient die nächtliche Ruhephase unserem Körper der Regeneration und bei gesunden Menschen kommt die Morgensteifigkeit entweder gar nicht oder nur nach besonderen Vorkommnissen (etwa Erkältung, Muskelverspannung, falsche Schlafposition) vor. Bei der Regenerationsphase sinkt der Cortisol-Spiegel (ein Hormon, welches das Immunsystem hemmt) ab und das Immunsystem greift verstärkt die „Feinde“ an. Doch bei Arthrose-Patienten verläuft dieses Prozess falsch: Die körpereigene Abwehr greift auch gesunde Zellstrukturen in den Gelenk an und es kommt zu Entzündungen, die die Morgensteifigkeit auflösen.

Des Weiteren sind die Überlastungen aber auch ein Mangel an Bewegung ein Grund dafür, dass die Morgensteifigkeit  auftritt. Wenn der Knorpel nicht dauernd überbeansprucht ist und es keinen dauerhaften Fehlbelastungen gibt, kann er ein Leben lang gut funktionieren. Falsche Belastungen bei Arbeit, Mangel an Beweglichkeit bei übergewichtigen Patienten, Trauma bei Sport oder an der Arbeit begünstigen die Arthrose und damit lösen die Morgensteifigkeit auf.

Symptome der Morgensteifigkeit verschwinden nicht sofort nach dem Aufstehen. Noch eine bestimmte Zeit bleibt die Beweglichkeit eingeschränkt und die Beschwerden dauern oft noch an. Dabei fallen die ersten Bewegungen nach dem Aufstehen besonders schwer, dann lässt die Entzündungsaktivität nach, und die Morgensteifigkeit geht zurück.

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