Arthritis

Arthritis

Unter Arthritis versteht man eine entzündliche Gelenkerkrankung, die in den meisten Fällen äußerst schmerzhaft verläuft. Eine Arthritis entwickelt sich schleichend: Diese Erkrankung stellt einen jahre- oder jahrzehntelangen Zerstörungsprozess dar, der in Folge einer anderen Erkrankung oder durch eine Infektion mit Bakterien, Viren oder Pilzen auftritt. Je nach Ursache werden ca. 19 verschiedene Formen der Arthritis unterschieden. Am häufigsten wird die rheumatoide Arthritis (bzw. chronische Polyarthritis) diagnostiziert.

In Grunde genommen wird prinzipiell zwischen zwei Arthritisursachen unterschieden: bakterielle Arthritis und nicht-infektionsbedingte Arthritiden.

Eine bakterielle Arthritis ist eine akute und bedrohliche Erkrankung, bei der Keime im Gelenk nachweisbar sind. Zur diese Gruppe gehören auch Arthritis bei rheumatischen Erkrankungen und die postinfektiöse Arthritis (z.B. bei der Spät-Borreliose).

Nicht-infektionsbedingte Arthritiden treten in Folge der Stoffwechselerkrankungen (z.B. Gicht) und der mechanischen Überlastung der Gelenke auf. Dabei kommt es zu einer Gelenkentzündung.
Bakterielle Arthritis ist die häufigste Form der Erkrankung. Die Keime können im Körper entweder durch Gelenkinnenraumverletzungen (Verletzungen, ärztliche Eingriffe, Injektionen, Operationen) oder auf dem Blutweg („hämatogen“) in das Gelenk eindringen. Dabei werden in den meisten Fällen bei  Erwachsenen folgende Erreger nachgewiesen: in ca. 50% der Fälle Staphylococcus aureus, in etwa 25% Staphylococcus epidermidis und in ca. 15% Streptokokken. Bei Kindern wird bakterielle Arthritis üblicherweise von anderen  Keimen ausgelöst.

Nicht-infektionsbedingte Arthritiden gehören zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Dabei greift das eigene Immunsystem den Gelenkknorpel an. In Folge dessen tritt  zuerst eine Schwellung und Wucherung der Synovialis. Bleiben diese Symptome unbehandelt, kommt es im Laufe der Zeit zur Zerstörung des Knorpels. Dann reibt Knochen auf Knochen und das Gelenk wird sehr instabil. Dabei treten oft sehr starke Schmerzen auf.

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Autor: admin
Datum: Freitag, 18. Dezember 2009 21:24
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