Beitrags-Archiv für die Kategory 'Rheuma'

Knochendichte

Dienstag, 9. März 2010 19:05

Knochendichte

Normale Knochendichte ist ein wichtiges Merkmal für gesunde Knochen und beeinflusst wesentlich ihre Robustheit. Menschliche Knochen bestehen u.a. aus verschiedenen Mineralen. Der Mineralsalzgehalt des Knochens bestimmt auch die Knochendichte. Altersbedingte Veränderungsprozesse und manche Erkrankungen (z.B. Osteoporose) können zur Übermäßige Knochendichteabbau führen und die Knochen brüchiger machen. Ab dem 30. Lebensjahr werden bestimmte natürliche Prozesse im Gang gesetzt, die dazu führen, dass die Knochendichte nach und nach reduziert wird. In den meisten Fällen verläuft dieser natürliche Vorgang fast unbemerkt und wird nicht als Krankheit bezeichnet. Nur wenn die Knochendichte besonders stark und/oder schnell abgebaut wird, kann man dahinter eine Krankheit oder eine Störung des Stoffwechsels vermuten.

Im Anfangsstadium verläuft der Abbau der Knochendichte schleichend und ist in der Regel nicht mit Schmerzen verbunden. Doch im weiteren Verlauf steigt die Gefahr der Knochenbrüche an Hüften und Handgelenken sowie an der Wirbelsäule. Wird der Abbau der Knochendichte nicht rechzeitig erkannt und behandelt, werden die Knochen so porös, dass schon leichte Stürze und Verletzungen zu einem Knochenbruch führen können. Um die Erkrankung rechtzeitig diagnostizieren zu können, wird bei ersten Symptomen der Osteoporose die Knochendichte gemessen. Am meisten wird der Röntgenstrahl zu diesem Zweck verwendet.

Anhand der Intensität von Röntgenstrahlen kann die Knochendichte gemessen werden. Danach wird ein Vergleich mit mittleren Werten eines gesunden Menschen (Voraussetzung: gleiches Alter und Geschlecht) durchgeführt. Anhand diesen Messergebnisse und Vergleichswerte kann der Arzt bestimmen, ob es sich um eine Krankheit handelt. Besteht dabei ein Verdacht auf Osteoporose, wird die Knochendichte durch Kalziumzufuhr und Verwendung von anderen Mineralien und Vitaminen erhört.

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Behandlung von Arthritis

Samstag, 27. Februar 2010 21:25

Behandlung von Arthritis

Weil die Arthritis unheilbar ist, liegt das Hauptziel der Behandlung von Arthritis in der Verzögerung des Fortschreitens der Erkrankung. Die Behandlung von Arthritis beginnt in der Regel mit einer medikamentösen Therapie. Später kommen auch andere therapeutische Maßnahmen (wie nicht-medikamentöse Therapien und Krankengymnastik) zur Behandlung von Arthritis zum Einsatz.

Bei einer medikamentösen Behandlung von Arthritis werden so genannte Basismedikamente zur Beeinflussung des fehlgesteuerten Immunsystems eingesetzt. Diese Medikamente können die Erkrankung nicht vollständig heilen; sie werden zur Verzögerung oder zum Aufhalten der Erkrankung eingesetzt. Die Langzeitprognose kann wesentlich verbessert werden, wenn die Therapie innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Erkrankung eingeleitet wird.

Als Basismedikamente bei Behandlung von Arthritis werden vor allem Nichtsteroidale Antirheumatika (wie z.B. Ibuprofen oder Diclofenac), COX-2-Hemmer, Kortison, Paracetamol, Metamizol oder Opioide eingewendet. Diese Medikamente haben allerdings zahlreiche Nebenwirkungen wie Magen- oder Darmschleimhautentzündungen, Magen- oder Darmgeschwüre, außerdem erhöhen sie das Risiko für Herz- und Kreislauferkrankungen.

Zusätzlich zu den Basismedikamenten zur Behandlung von Arthritis können auch so genannte begleitende Medikamente vom Arzt vorgeschrieben werden. Diese sollen Begleitsymptome der Erkrankung (z.B. Entzündungen und Schmerzen) hemmen.

Eine nicht-medikamentöse Behandlung von Arthritis zielt in erster Linie darauf ab, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit der betroffenen Gelenke zu verbessern und die Dosis an Basismedikamenten zu reduzieren. Dadurch wird die Lebensqualität der Arthrosepatienten verbessert. Dabei kommen Physiotherapie, Ergotherapie und physikalische Maßnahmen zur Behandlung von Arthritis zum Einsatz. Physiotherapeutische Maßnahmen zur Behandlung von Arthritis umfassen in der Regel selbständige Bewegungsübungen und Bewegungsbäder.

Eine sachgerecht durchgeführte Krankengymnastik kann die Beweglichkeit der Gelenke verbessern, Fehlstellungen verringern und die Gelenke stabilisieren.

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Therapieverfahren bei Arthrose

Dienstag, 23. Februar 2010 17:23

Therapieverfahren bei Arthrose

Therapieverfahren bei Arthrose zielen in erster Linie darauf ab, das angegriffene Knochen- und Knorpelgewebe aufzubauen, die Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit des Gelenks zu erhalten und ein Fortschreiten der Gelenkzerstörung zu verhindern. Arthrose verläuft bei jedem Patient anders. In den meisten Fällen kommen individuelle Therapieverfahren bei Arthrose zum Einsatz. Der Arzt erstellt für jeden Patient einen individuellen Therapieplan. Moderne Therapieverfahren bei Arthrose stellen komplexe Behandlungsmethoden dar, die aus den Bausteinen Arznei- und Hilfsmittel, Bewegung und Ernährung bestehen. In Folgendem wird an diese Bausteine ausführlicher eingegangen.

Medikamentöse Therapieverfahren bei Arthrose. Dazu gehören z.B. nicht-steroidale Antirheumatika (schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung), Gelenkspülungen und/oder Injektionen von Kortison oder Hyaluronsäure in das Kniegelenk, natürliche Hyaluronsäure und Antirheumatische Salben und Gele.

Physiotherapie und physikalische Therapieverfahren bei Arthrose. Die Physiotherapie (Krankengymnastik) kommt sowohl bei akuten als auch bei chronischen Schmerzen zum Einsatz. Sie stellt eines speziell auf den Patienten abgestimmtes Krafttraining zur Stabilisierung der Muskulatur dar. Die physikalische Therapie aktiviert durch verschiedene Reizwirkungen den gestörten Stoffwechsel. Orthopädische Therapieverfahren bei Arthrose. Dazu gehören z.B.  Gehstock,  Gehwagen und orthopädische Schuhe oder Einlagen.

Operative Therapieverfahren bei Arthrose. Wenn die konservativen Maßnahmen keinen Erfolg bringen, sind  Operationen notwendig. Dabei wird das Ziel verfolgt die Funktionsfähigkeit eines Gelenks zu erhalten oder das Kniegelenk vollständig zu ersetzen. Der häufigste Eingriff ist die Gelenkspiegelung (Arthroskopie).

Sind alle anderen Therapieverfahren bei Arthrose ausgereizt, kann das natürliche Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt werden. Dieser Eingriff kann zwar mit den Komplikationen verbunden werden, doch in der Regel beseitigt er die Arthrose vollständig.

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Vorbeugung der Osteoporose

Montag, 15. Februar 2010 14:48

Vorbeugung der Osteoporose

Bei Osteoporose-Patienten steigt das Risiko von Knochenbrüchen (sogar bei ungefährlichen Stürzen oder Verletzungen) im Vergleich zu den gesunden Menschen mehrfach. Diese Knochenbrüche sind nicht nur schmerzhaft, sondern sie führen auch oft zu späteren Behinderungen. Deshalb sind Früherkennung und Vorbeugung der Osteoporose so wichtig.

Wird bei einer Untersuchung ein erhörtes Risiko (aber noch nicht selber die Krankheit) der Osteoporose erkannt, kann die richtige und rechzeitige Vorbeugung der Osteoporose dazu beitragen, dass die Erkrankung gar nicht zu Stande kommt oder in deutlich abgeschwächter Form auftritt. Die Vorbeugung der Osteoporose kann folgende Maßnahmen umfassen: Richtige Ernährung bzw. Nahrungsergänzung, Zufuhr von Vitaminen und Mineralien, Muskel- und Knochentraining, Entgiftung und Verbesserung des Stoffwechsels.

Ein wichtiges Element bei Vorbeugung der Osteoporose stellt die Ernährungsumstellung dar. Dabei wird versucht, durch die kalziumreiche Ernährung (z.B. Milchprodukte, Fisch, Eierspeisen, Fenchel) den Kalziumgehalt der Knochen ohne medikamentöser Behandlung zu erhöhen und dadurch die Knochen stabiler zu machen, sowie Knochendichteabbau zu stoppen oder zu verlangsamen. Weiterhin soll das Genus von einigen Lebensmitteln, die Kalziumabbau fördern (z.B. phosphathaltige Lebensmittel), komplett vermieden werden.

Krankengymnastik und ausreichende Bewegung können auch zu nicht-medikamentöser Vorbeugung der Osteoporose beitragen. Reicht eine nicht-medikamentöse Vorbeugung der Osteoporose nicht aus, werden benötige Vitaminen und Mineralien in Form von Tabletten und Lösungen zugeführt. Zu Vorbeugung der Osteoporose wird zusätzliche Kalziumeinnahme durch Versorgung mit Vitamin D3 empfohlen. Diese Kombinationspräparate sind besonders im Winter notwendig. Auch die Einnahme eines so genannten Bisphosphonats gemeinsam mit Kalzium und Vitamin D erweist sich als sehr wirksame Maßnahme zu Vorbeugung der Osteoporose. Des Weiteren verlangsamt der Wirkstoff Alendronat den Knochenabbau.

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Tipps gegen Gelenkschmerzen

Sonntag, 14. Februar 2010 13:13

Tipps gegen Gelenkschmerzen

Von Gelenkschmerzen sind viele Menschen betroffen. Doch die Ursachen von Gelenkschmerzen sind sehr unterschiedlich und hängen oft von Alter der Patienten ab. Während die jüngeren Menschen oft unter verletzungsbedingten Schmerzen leiden (z.B. Gelenkschmerzen nach dem Sport oder nach der Arbeit, Schleudertrauma), sind die älteren Patienten eher von Rheuma oder Arthrose betroffen. Deshalb werden gegen Gelenkschmerzen auch verschiedene Behandlungsansätze verwendet.

Gegen Gelenkschmerzen, die durch falsche Belastung bestimmter Regionen hervorgerufen sind, können sogar einfache Hausmittel wirksam helfen. Hier findet man ein paar Tipps gegen Gelenkschmerzen. Bei akuten Schmerzen nach Sport reicht es oft das Gelenk mit einem feuchtwarmen Tuch zu wärmen oder im Gegensatz mit Eis zu kühlen. Des Weiteren werden gegen Gelenkschmerzen verschiedene Salben angewendet. Diese lindern nicht nur den Schmerz, sondern bekämpfen auch die Entzündung. Außerdem wird bei verletzungsbedingten Gelenkschmerzen oft eine Ruhigstellung empfohlen. Gegen Gelenkschmerzen hilft auch eine ausreichende Erwärmung vor der Belastung und Vermeidung von Überlastungen während dem Training oder der Arbeit.

Eine andere Strategie gegen Gelenkschmerzen stellt die Krankengymnastik dar. Diese hilft nicht nur zur Linderung der Schmerzen, sondern reduziert auch das Versteifungsrisiko in den betroffenen Gelenken.

Es gibt natürlich jede Menge von medikamentösen Maßnahmen gegen Gelenkschmerzen. Vor allem kommen verschiedene Schmerzmittel bei akuten Schmerzen zum Einsatz. Solche verschreibungsfreie Arzneimittel wie Paracetamol können gegen Gelenkschmerzen akute Gelenkschmerzen eingesetzt werden.

Treten Gelenkschmerzen in Folge der rheumatischen Erkrankungen auf, ist die ausführliche Beratung beim Arzt unentbehrlich. Nur der Arzt kann richtige Antirheumatika oder Schmerzmittel gegen Gelenkschmerzen verschreiben. Ziel der Rheumatherapie ist es, die durch die rheumatischen Erkrankungen hervorgerufenen Schmerzen zu lindern und ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern.

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Osteoporose

Donnerstag, 11. Februar 2010 15:03

Osteoporose

Osteoporose ist eine chronische Erkrankung des gesamten Skelettsystems, bei der die Knochenmasse im Laufe der Zeit über das natürliche Maß für Alter und Geschlecht abnimmt. Dabei beeinflusst die Osteoporose negativ die Knochenstruktur und macht die Knochen dünner und brüchiger. In manchen Fällen verliert das Skelett so an Stabilität, dass die Gefahr der Knochenbrüche mehrmals ansteigt. Die Osteoporose stellt die häufigste Knochenerkrankung dar und wird besonders oft bei Frauen diagnostiziert.

Es wird zwischen zwei wichtigen Formen der Osteoporose unterschieden: primäre (ca. 95% aller Fälle) und sekundäre Osteoporose. Primäre Osteoporose hat keine organische Ursache. Sekundäre Form wird in Folge anderer Erkrankungen (z.B. Erkrankungen des Stoffwechsels oder den hormonellen Störungen) oder durch den Einsatz bestimmter Medikamente (z.B. Cortison) ausgelöst. Darüber hinaus wird bei Frauen oft die so genannte postklimakterische Osteoporose diagnostiziert. Diese Erkrankung tritt nach den Wechseljahren auf.

Diese Erkrankung zeichnet sich vor allem durch starke Knochenschmerzen (besonders im Rücken oder Nacken), häufigen Knochenbrüchen ohne erkennbare Ursache (Spontanfraktur),  Zusammensinken der Wirbelkörper (Rundrücken bzw. “Witwenbuckel”, Abnahme der Körpergröße). In den meisten Fällen entwickelt sich die Osteoporose schleichend und ist im Frühstadium nur eingeschränkt diagnostizierbar. Im weiteren Verlauf lässt sich die Osteoporose relativ gut auf Röntgenbildern zu erkennen. Des Weiteren kann auch die Knochendichte, d.h. Mineral- und Calciumgehalt der Knochen, gemessen werden. Moderne Diagnostik von Osteoporose kann folgende Methoden umfassen:

  • Röntgenabsorptionsmessung (DXA)
  • Einzelphotonenabsorptiometrie (SPA)
  • Dual-Energy
  • Quantitative Computertomographie

Alle Ergebnisse werden danach mit ähnlichen Ergebnissen der gesungen Menschen verglichen. Werden große Unterschiede festgestellt, soll dann mit dem Arzt abgeklärt werden, ob ein medizinischer Handlungsbedarf besteht.

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Lebenserwartung bei Rheuma

Montag, 8. Februar 2010 13:38

Lebenserwartung bei Rheuma

Für viele Rheuma-Patienten und ihre Familienangehörige gehen davon aus, dass die Lebenserwartung bei Rheuma geringer ist als bei gesunden Menschen. Noch vor wenigen Jahren sprachen die Rheumatologen  bis zu zehn Jahren verkürzter Lebenserwartung bei Rheuma. Damit wurde gemeint, dass die rheumatischen Erkrankungen mit einer Reduktion der Lebenserwartung von bis zu zehn Jahren einhergehen. 50 Prozent der an chronischer Polyarthritis erkrankten Personen werden innerhalb von zehn Jahren berufsunfähig.

In den letzten Jahren wurden neue Medikamente, therapeutische Maßnahmen und diagnostische Verfahren entwickelt und weiter verbessert. Angesichts diesen Erfolge kann man über eine geringere Beeinträchtigung der Lebenserwartung bei Rheuma sprechen. Doch an der zu Grunde liegenden Tatsache ändert sich nichts: Die Lebenserwartung bei Rheuma ist stark beeinträchtigt.

Die Folgen einer unbehandelten Rheumaerkrankung können gravierend sein. Zunächst leidet die Lebensqualität und danach sinkt die Lebenserwartung bei Rheuma. Unbehandelt oder falsch behandelt verläuft Rheuma oft aggressiv und wird chronisch. Im Gegenteil dazu kann bei rascher Behandlung, bei Anwendung moderner komplexer Therapien und bei guter Nachkontrolle eine normale Lebenserwartung bei Rheuma erzielt werden.

Eine besondere Rolle bei Behandlung des Rheumas spielt eine frühzeitige Diagnostizierung. Wird Rheuma rechzeitig diagnostiziert und danach richtig behandelt, so werden die Chancen, dass die Lebenserwartung bei Rheuma nicht beeinträchtigt wird, deutlich höher liegen als im Normalfall. Wichtig ist vor allem, dass rheumatische Erkrankungen nicht zur vorzeitigen Invalidisierung und Arbeitsunfähigkeit führen.

Einige Patienten mit rheumatischen Erkrankungen brauchen nach der Therapie auch eine medizinische Rehabilitation. Rehabilitation dient nicht nur dafür, die körperlichen Beeinträchtigungen zu mindern, sondern dadurch wird auch das Ziel verfolgt, die Lebenserwartung bei Rheuma zu steigern.

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Behandlung der Osteoporose

Sonntag, 7. Februar 2010 21:30

Behandlung der Osteoporose

Behandlung der Osteoporose zielt in erster Linie darauf ab, die Knochenstabilität mit Hilfe der medikamentösen Behandlung wieder herzustellen, die Schmerzen zu lindern und die Bruchgefahr zu reduzieren. Als ergänzende Behandlung der Osteoporose kommen oft physikalische Maßnahmen, Vitaminenzufuhr (z.B. Vitamin-D), Hormonersatztherapie, Fluoride, Kalzitonin und Bisphosponate zum Einsatz.

Die Behandlung der Osteoporose beginnt in der Regel mit einer medikamentösen Therapie. Dabei werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die den Knochenabbau stoppen oder zumindesten verlangsamen können. Des Weiteren soll der Stoffwechsel normalisiert und die Einlagerung von Mineralien in den Knochen verbessert werden. Deshalb ist die Kalziumzufuhr das wichtigste Element der medikamentösen Behandlung der Osteoporose. Die Dosis der Mineralien wird anhand der Differenz zwischen Zufuhr und Ausscheidung von Kalzium mit dem Urin bemessen. Diese Differenz zeigt wie viel Kalzium in den Knochen abgelagert ist. Deshalb ist  die Behandlung der Osteoporose sehr individuell ausgerichtet.

Die Behandlung der Osteoporose umfasst auch verschiedene ergänzende Maßnahmen. So wird oft Vitamin D benötigt, um die Kalziumzufuhr zu verbessern. Bei langfristiger Anwendung beeinfluss die Hormonersatztherapie positiv den Krankheitsverlauf und reduziert gesundheitliche Risiken.  Der Einsatz von Fluoriden,  zusätzlich zur Kalziumzufuhr fördert den Knochenaufbau. Bei Bedarf kommen auch die Schmerzmittel zur Behandlung der Osteoporose zum Einsatz.

Doch nur die medikamentöse Behandlung der Osteoporose reicht nicht aus. Zusätzlich ist es notwendig, die Ernährung komplett umzustellen. Des Weiteren sollen die Betroffenen bei Spaziergängen und im Alltag besonders vorsichtig sein, um das Risiko von Stürzen zu minimieren. Einige physikalische Behandlungen (z.B. Kältetherapie) können ergänzend zur Schmerzbehandlung eingesetzt werden. Dadurch kann die Dosis an Medikamenten erheblich reduziert werden.

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Reaktive Arthritis

Dienstag, 19. Januar 2010 12:39

Reaktive Arthritis

Reaktive Arthritis ist eine akute Entzündung eines oder mehrerer Gelenke in Folge einer bakteriellen Infektion der Harnwege, Darm oder Atemwege. Betroffen sind meist einzelne große Gelenke der unteren Extremität auf nur einer Körperseite. Bei einer reaktiven Arthritis handelt es sich um eine Gelenkerkrankung (so genannte seronegative Spondylarthropathie). Diese entzündliche Erkrankung wird besonders oft bei HLA-B27 positiven Personen diagnostiziert. Die Auslöser der reaktiven Arthritis  sind Bakterien (in der Regel Chlamydien), die die Gelenke nach einer Darm- oder Harnwegserkrankung befallen.

Doch die Bakterien sind nur die Auslöser der reaktiven Arthritis: Die Erkrankung tritt in Folge der überschießenden Immunreaktion unseres Organismus nach bestimmten bakteriellen Infekten auf. Laut jüngsten Studien ist ein Zusammenhang zwischen der reaktiven Arthritis und genetischen Faktoren mittlerweile eindeutig bewiesen. So sind in ca. 50% aller Fälle die Patienten mit HLA-B27-Antigen betroffen. Das lässt sich damit begründen, dass bei den Patienten mit HLA-B27-Antigen die natürliche Immunität versagt. Nach einer bakteriellen Infektion bleiben bei diesen Patienten einige Erreger der reaktiven Arthritis weiterhin im Körper. In einer akuten Phase gelangen diese Erreger schubweise über das Blut in die Gelenke und lösen die reaktive Arthritis erneut aus.

Typische Symptome von reaktiver Arthritis sind:

  • Fieber und Abgeschlagenheit
  • Urethritis (Harnröhrenentzündung; unspezifisch, nicht-gonorrhoisch) oder Zervizitis mit schleimigem oder eitrigem Ausfluss
  • Entzündung der Augenbindehaut ,
  • Arthritis: Rötung und Erwärmung der Gelenke
  • eine Entzündung der Achillessehne oder der Plantarfaszie am Fersenbein
  • Bei dieser Krankheit sind in der Regel mehrere Gelenke (z.B. Knie-, Sprung-, Zehen- oder Handgelenk) betroffen. Manchmal wandert die Entzündung auch von einem Gelenk zum anderen. Eine reaktive Arthritis heilt normalerweise innerhalb eines Jahres aus und verursacht keine dauerhaften Gelenkschäden.

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Weichteilrheuma (Fibromyalgiesyndrom)

Mittwoch, 13. Januar 2010 10:58

Weichteilrheuma (Fibromyalgiesyndrom)

Weichteilrheuma ist ein Sammelbegriff für verschiedene rheumaartige Krankheitsbilder, bei denen es zu Schmerzen in den Weichteilen (in Bändern, Sehnen, Muskeln und bzw. oder Schleimbeuteln) kommt. Diese Erkrankung gehört zu den nicht entzündlich rheumatischen Erkrankungen. Von Weichteilrheuma sind oft Muskeln und Bänder, die vor allem in der Nähe großer Gelenke an Beinen oder Armen oder im Nacken, stark betroffen.

Es wird  zwischen zwei Arten von Weichteilrheuma unterschieden: Das lokalisierte und das generalisierte Weichteilrheuma. Die erste Form betrifft mehr oder weniger den ganzen Körper und wird meistens auch als Fibromyalgie bezeichnet. Die zweite Form tritt eher an bestimmten Körperstellen bzw. an einem lokalisierten Bereich des Körpers auf.

Die genauen Ursachen des Weichteilrheumas sind bis jetzt nicht eindeutig geklärt. Doch bei Untersuchungen der betroffenen Stellen konnten bei vielen Patienten charakteristische Veränderungen gesehen werden. Diese führen zur Unterversorgung der betroffenen Gewebe mit Sauerstoff, was zur Verspannungen und Durchblutungsstörungen führt. Des Weiteren kann Weichteilrheuma durch falsche Belastungen (z.B. Tennisellbogen, Schulterschmerzen aufgrund der sog. Periarthritis humeroscapulari) und Entzündungen (z.B. Sehnenscheidenentzündung) ausgelöst werden.

Zur Therapie des Weichteilrheumas ist es oft erforderlich, den Teufelskreis Schmerz – Verspannung – Schmerz zu unterbrechen. Dafür kommen sowohl medikamentöse (z.B. Medikamente zum Senken des Muskeltonus und zur Schmerzlinderung) als auch nicht-medikamentöse (z.B. Akupunktur, spezielle Massagen, Krankengymnastik, Dauerbrause und Sauna) Maßnahmen zum Einsatz. Die Behandlung des Weichteilrheumas sollte die medikamentöse Therapie niemals zu einer Dauerbehandlung werden, sondern lediglich zu einer Behandlungsfähigkeit führen.

Sollten diese allgemeine therapeutische Maßnahmen keine Besserung mit sich bringen, so ist eine weiterführende Behandlung in einer Schmerzklinik unerlässlich. Dort wird Weichteilrheuma mit speziellen Schmerztherapien behandelt. Dabei kommen folgende Therapien zum Einsatz:

  • Therapeutische Lokalanästhesie
  • Analgetikatestung
  • Ergänzende Methoden wie weiterführende, spezielle Physiotherapie, Hochtontherapie und spezielle Schmerz-Akupunktur

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