Beitrags-Archiv für die Kategory 'Arthritis'

Aktivierte Arthrose

Dienstag, 15. Dezember 2009 21:24

Aktivierte Arthrose

Gelenkerkrankungen wie Arthrosen oder degenerative Erkrankungen können plötzlich sehr stark schmerzhaft werden. Ursache ist meist eine aktivierte Arthrose. Aktivierte Arthrose zeichnet sich durch entzündungsähnliche Zuständen in die Gelenkkapsel aus. Dabei bilden sich unterschiedlich starke Funktionsstörungen aus. Bei einer aktivierten Arthrose treten oft Dauerschmerzen in Ruhe oder während der Nacht auf. Typisch dabei ist auch, dass der Schmerz zuerst nach längerer Ruhephase auftritt (Anlaufschmerz) und dann ein schmerzfreies Intervall folgt. Aktivierter Arthrose wird oft durch Belastung oder Verletzung der Gelenke aufgelöst.

Die Arthrose entwickelt sich in der Regel in drei charakteristischen Stadien:
stumme Arthrose (Veränderungen lediglich im Röntgenbild sichtbar, keine Beschwerden)

  • aktivierte Arthrose (entzündungsartige Beschwerden)
  • dekompensierte Arthrose (Dauerschmerz und deutliche Bewegungseinschränkung).

Aktivierte Arthrose wird mit entzündungshemmenden Medikamenten behandelt. In dem früheren Stadium kommen oft einfache Schmerzmedikamente wie z.B. Panadol, Dafalgan, oder Ben-u-ronzum Einsatz, die weniger Nebenwirkungen im Magen-Darm-Trakt verursachen. Trotzdem sollen diese Medikamente möglichst kurzfristig eingesetzt werden. Bei Behandlung der aktivierten Arthrose sind diese Medikamente in der Lage lediglich die Begleitsymptome der Arthrose zu lindern; sie beeinflussen den Verlauf der Erkrankung nicht. Bei sehr stark aktivierter Arthrose spritzt der Arzt hochwirksame steroidale Entzündungshemmer direkt in das betroffene Gelenk, um den Entzündungsschub zu brechen.

Zur Behandlung von aktivierter Arthrose kommen folgende therapeutische Maßnahmen zum Einsatz:

  • Ruhigstellung, Entlastung, Kühlung
  • Physikalische Maßnahmen
  • Schmerztherapie (NSAR, Diclofenac, Opiate)
  • Punktion von Reizergüssen und ggf. Gelenkspülung

Bei dauerndem Reizzustand des Gelenkes kann die Radiosynoviorthese eingesetzt werden.

Das obere Behandlungsziel ist die Arthrose wieder zur Ruhe zu bringen, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit möglichst lange mit möglichst geringen Beschwerden zu erhalten.

Thema: Arthritis | Kommentare (0) | Autor: admin

Rheumatoide Arthritis

Sonntag, 22. November 2009 23:00

Rheumatoide Arthritis

Es wird zwischen degenerativen und entzündlichen rheumatischen Erkrankungen unterschieden. Laut der Statistik ist die rheumatoide Arthritis die häufigste entzündliche Erkrankung der Gelenke. In den meisten Fällen beginnt die Krankheit ganz unerwartet, mit den  Schmerzen in den kleinen Finger- oder Zehngelenken. Rheumatoide Arthritis kann auch an den anderen Gelenken diagnostiziert werden. Besonders oft sind Hand-, Knie-, Schulter, Fuß-, Hüftgelenke betroffen. Manchmal verläuft die rheumatoide Arthritis schleichend und oft lange unentdeckt.

Die rheumatoide Arthritis zerstört die Gelenke. Dafür ist das körpereigene Abwehrsystem (das Immunsystem) verantwortlich, das fälschlicherweise die eigenen Gelenke und unterschiedlichen Gewebe angreift und sie im Laufe der Zeit zerstören kann. Üblicherweise werden von der rheumatoiden Arthritis die Handwurzelknochen, die Fingergrundgelenke (Metacarpophalangealgelenk) und die proximalen Interphalangealgelenke (PIP) befallen. Patienten können sich immer schlechter bewegen, die Gelenke verformen sich und verlieren ihre Funktion. Die betroffenen Gelenke schwellen an und sind über wärmt. Morgens sind die Symptome von rheumatoiden Arthritis am stärksten ausgeprägt. Dieser Zustand wird, als so genannte symptomatische Morgensteife bezeichnet.

Die rheumatoide Arthritis verläuft in den meisten Fällen schubweise. Dabei dauert ein Schub in der Regel zwischen einigen Wochen bis ein paar Monaten an. Zwischen den einzelnen Schüben lassen die Beschwerden nach. Aufgrund dessen, dass eine Besserung des Gesundheitszustandes nicht zwingend auf die Therapie zurückzuführen ist, wird die Behandlung der rheumatoiden Arthritis erheblich erschwert.

Die rheumatoide Arthritis ist nicht heilbar. Die Diagnose wird anhand der Krankengeschichte sowie Röntgenaufnahmen von Händen und Füßen und Blutuntersuchungen gestellt. Je früher die rheumatoide Arthritis diagnostiziert wird und je früher die Erkrankung behandelt wird, desto besser lässt sich das Fortschreiten verzögern. Zur diesem Zweck bekommen die Betroffenen lebenslang Medikamente.

Thema: Arthritis | Kommentare (0) | Autor: admin