Beitrags-Archiv für die Kategory 'Rheuma'

Fibromyalgie

Montag, 28. Dezember 2009 17:35

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die durch Schmerzen in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen, Gelenken sowie durch eine erhöhte Druckempfindlichkeit an den so genannten Tender Points (Schmerzdruckpunkte) gekennzeichnet ist. Fibromyalgie (auch als Faser-Muskel-Schmerz bezeichnet) ist eine chronische und nicht vollständig heilbare Erkrankung. Noch eine Besonderheit der Fibromyalgie: Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

Ursächlich für Fibromyalgie sind kleine krankhafte Veränderungen in Muskeln und Sehnen.  Dabei treten auch folgende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht, sowie Morgensteifigkeit und Depressionen auf.
Es wird zwischen primärer und sekundärer Fibromyalgie unterschieden. Primäre Fibromyalgie hat genetische Ursachen und greift häufig die ganzen Familien an. Dabei spielen auch folgende Faktoren eine wichtige Rolle: gestörte Schmerzverarbeitung und veränderte Schmerzwahrnehmung, hormonelle Störungen, eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse, Veränderungen des dopaminergen, psychische Faktoren und Veränderungen im Immunsystem. Die sekundäre Fibromyalgie tritt in Folge einer anderen Erkrankung (z.B. durch eine Verletzung oder Operation, körperliche Traumata und orthopädische Erkrankungen) auf.

Die richtige Diagnose der Fibromyalgie wird dadurch erschwert, dass viele Symptome den anderen Erkrankungen ähnlich sind. Dabei soll der Arzt gründlich eine bisherige Krankengeschichte anschauen, die körperlichen sowie Laboruntersuchungen durchführen und anhand diesen Maßnahmen die andere Erkrankungen ausschließen.

Die Behandlung der Fibromyalgie besteht aus einer Kombination von psychosomatischer Betreuung, physikalischer Therapie und Medikamenten. Dabei kommt oft ein umfassendes und multimodales Behandlungskonzept zum Einsatz. Die jüngsten Behandlungskonzepte umfassen eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten, individueller physikalischer Therapie, Entspannungsverfahren und Psychotherapie. Manche Ärzte empfehlen zur Behandlung von Fibromyalgie auch Medizinische Trainings-Therapie, Wärmebehandlungen, Kältetherapien (Kältekammer bis – 110 Grad), TCM, Homöopathie und Ernährungsumstellungen.

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Diagnose von Rheuma

Sonntag, 27. Dezember 2009 12:55

Diagnose von Rheuma

Laut der neusten Erkenntnisse gibt es eindeutiger Zusammenhang zwischen früherer Diagnose von Rheuma und dem Behandlungserfolg: Je früher Erkrankung erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ein positiver Verlauf. Rheuma beginnt oft schleichend, zeigt manchmal keine Symptome und verläuft individuell sehr unterschiedlich. Deshalb ist es einerseits besonders wichtig gerade im Frühstadium die Erkrankung rechzeitig zu diagnostizieren und anderseits ist es schwierig, eine sichere Diagnose von Rheuma zu stellen.

In der Regel verläuft die Diagnose von Rheuma in folgenden Schritten:

  • Vor der Diagnose von Rheuma steht eine gründliche Befragung über die Art, Dauer und den Verlauf der Beschwerden.
  • Danach wird eine gründliche körperliche Untersuchung auf Druckschmerzen, Bewegungseinschränkungen der Gelenke und der Wirbelsäule bis hin zur Untersuchung auf Hautveränderungen durchgeführt.
  • Um die Entzündungszeichen nachweisen zu können, wird eine Blutuntersuchung durchgeführt. Zur genauen Diagnose von Rheuma sollen spezielle Antikörpern nachgewiesen werden.
  • Weitere Untersuchungen zur Diagnose von Rheuma sind: Röntgen, Ultraschall der Gelenke und Gelenkspunktion

An diese stelle ist es zu bemerken, dass Diagnose von Rheuma wird nur aufgrund mehrerer Befunde gestellt: der Symptome, der körperlichen Untersuchung, verschiedene Labordaten sowie bildgebende Verfahren. Rheuma wird über Blut- und Gewebeuntersuchungen sowie Röntgenaufnahmen diagnostiziert.

Zur Diagnose von Rheuma gibt es keinen standardisierten Verfahren und Methoden. Doch die meisten Rheumatologen gehen davon aus, dass Diagnose von Rheuma dann gestellt werden kann, wenn folgende sieben Punkte erfüllt sind:

  1. Morgensteifigkeit (mindestens eine Stunde)
  2. Weichteilschwellung
  3. Gelenkentzündung der Hände, Fingergrund- und mittelgelenke sowie der Handgelenke
  4. Symmetrische Gelenkentzündung gleicher Gelenkregionen auf beiden Körperseiten
  5. Rheumaknoten an den Streckseiten oder in Gelenknähe
  6. Rheumafaktor im Blut nachweisbar
  7. Rheumatypische Gelenkenveränderungen

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Gelenkverschleiß (Arthrose)

Samstag, 26. Dezember 2009 16:02

Gelenkverschleiß (Arthrose)

Unter Gelenkverschleiß (Arthrose) versteht man einen Gelenkschaden, der häufig durch Fehlbelastungen, Verletzungen oder durch angeborene Knorpeldefekte verursacht wird. Der Gelenkverschleiß beginnt mit einem Abbau des Gelenkknorpels, im Anschluss kommt es zu Umbauprozessen im angrenzenden Knochen mit Zerstörung der Gelenkfläche.

Beim Gelenkverschleiß  handelt es sich um eine Verschleißerkrankung des Gelenkknorpels mit zeitweiligen Entzündungsphasen. Bleibt Gelenkverschleiß unbehandelt, so können sämtliche Gelenkstrukturen (z.B. Knochen, Bänder, Gelenkkapsel mit ihrer Gelenkinnenhaut, gelenknahe Muskulatur) früher oder später von der Erkrankung betroffen werden. Im späteren Verlauf kann es bis zum vollständigen Verlust des Gelenkknorpels kommen. In diesem Stadium zeichnet sich das Krankheitsbild des Gelenkverschleißes durch massive Beschwerde, Schmerzen und Beweglichkeitseinbußen aus.  Als typische Symptome des Gelenkverschleißes werden Schmerzen und Steifigkeit des Gelenks, zunehmende Verformung und Verknöcherung des Gelenks genannt.

Der sekundäre Gelenkverschleiß tritt in Folge der mechanischen Überlastungen (z.B. durch bestimmte Sportarten, Unfälle), Fehlformen des Fußgewölbes (z. B. Senk-Spreizfuß) und angeborene oder erworbene Gelenkfehlstellungen. Des Weiteren kann diese Erkrankung durch mangelnde Bewegung ausgelöst werden. So kann längerfristige Gelenkruhigstellung (z.B. durch Gips) die Erkrankung auslösen. Weiterhin begünstigt Übergewicht und Büroarbeit das Entstehen des Gelenkverschleißes.

Die Therapie beginnt in der Regel mit sorgfältiger Diagnostik. Dabei muss das Ausmaß der Erkrankung festgestellt und die Beteiligung der Fehlbelastungsfaktoren (wie Übergewicht, Beinlängendifferenz oder Fußfehlformen) geklärt werden.

Zur Behandlung des Gelenkverschleißes in aktiver Phase kommt medikamentöse oder nicht-medikamentöse Therapie, die sich gegen Entzündungen und Schmerzen richtet. Zur Vorbeugung der Schmerzphasen empfiehlt sich Verbesserung der Knorpelernährung mit Hyaluronsäure-Injektionen oder der Pulsierenden Signaltherapie (PST). Wenn die konservative Behandlung keine Wirkung zeigt und der Fortschritt der Erkrankung nicht stoppen kann, ist die Operation unerlässlich.

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Das aggressive Rheuma

Freitag, 25. Dezember 2009 19:28

Das aggressive Rheuma

Das aggressive Rheuma ist eine Sonderform des klassischen Gelenkrheumas oder des rheumatoiden Arthritis (auch chronische Polyarthritis genannt). Das aggressive Rheuma stellt eine entzündliche Erkrankung dar, bei der mehrere Gelenke symmetrisch (in der Regel) an beiden Armen oder Beinen betroffen sind. Das aggressive Rheuma unterscheidet sich von der normalen Form dadurch, dass die Symptome der Erkrankung (wie z.B. Schmerzen, Steifigkeiten, Deformationen der Gelenke) deutlich stärker ausgeprägt sind als normal. Die klassische Form entwickelt sich schleichend und manchmal dauert es mehrere Jahre, bis sich die ersten Folgen der Erkrankung bemerkbar machen. Beim aggressiven Rheuma ist das Krankheitsbild oft ganz anders: Die Erkrankung entwickelt sich schneller und schmerzhafter. Dabei sind auch andere Begleitsymptome deutliche stärker ausgeprägt.

Ursächlich für das aggressive Rheuma ist eine stärkere Abwehrreaktion des Organismus, in Folge derer das Immunsystem körpereigene Gelenkbestandteile angreift. Dabei sind Frauen in den Wechseljahren besonders oft betroffen. Typische erste Anzeichen vom aggressiven Rheuma sind starke Schmerzen und Rötungen, massive Schwellungen der Fingergelenke und lang anhaltende Morgensteifigkeit (länger als eine Dreiviertelstunde). Als Begleitsymptome treten oft Fieber, Müdigkeit und Appetitlosigkeit auf. Das aggressive Rheuma zeichnet sich auch durch starke Schübe und massive Schäden der Gelenke aus.

Das aggressive Rheuma geht in der Regel sehr aggressiv einher, zeichnet sich durch massive Entzündungen, starke Schmerzen und beträchtliche Gelenkschäden, wie es bei Arthritis der Fall ist. Dagegen verläuft Arthrose eher schleichend und bleibt oft über die lange Zeit fast unbemerkt.  Eine besondere Form des aggressiven Rheumas ist Weichteilrheuma. Diese Erkrankung trifft vor allem die nah vom Gelenk liegende Gewebe und Muskel.

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Behandlung von Arthrose

Donnerstag, 24. Dezember 2009 15:28

Behandlung von Arthrose

Trotzt wesentlicher Vorschritte, die sich den letzten Jahren ergeben haben, gibt es eigentlich keine spezifische Behandlung von Arthrose. Die Behandlung von Arthrose zielt in erste Linie darauf ab, nicht die Ursachen des Gelenkverschleißes vorzubeugen, sondern die Entzündung zu hemmen, Schmerzen zu lindern und Gelenkfunktionen zu verbessern. Dabei empfiehlt sich ausreichend Bewegung und Belastung der betroffenen Gelenke.

Behandlung von Arthrose umfasst neben der medikamentösen Therapie auch die nicht-medikamentöse Behandlung. In erster Linie kommt Sport und Krankengymnastik zum Einsatz. Denn die regelmäßige Bewegung (sogar mit niedriger Belastung) kann das Fortschreiten der Arthrose verlangsamen. Durch die Bewegung wird die Nährstoffversorgung des Knorpels verbessert.

Nicht-medikamentöse Behandlung von Arthrose kann folgende Maßnahmen umfassen:

  • Wärme
  • Hochfrequenzstrom, Infrarotlicht, Ultraschall
  • Massage und Krankengymnastik

Bei Behandlung von Arthrose mit nicht-medikamentösen Mitteln sind sowohl einzelne Maßnahme als auch die Kombination von oben genannten Maßnahmen denkbar.

Die medikamentöse Behandlung von Arthrose erfolgt mit schmerz- und entzündungshemmenden Präparaten wie Schmerzmittel, Salben und Antirheumatika. Hilft diese Therapie nicht, dann kommen die operativen Maßnahmen zum Einsatz. Jetzt wird die Behandlung von Arthrose noch schonender und schmerzfreier als bisher. Moderne operative Behandlung von Arthrose erfolgt überwiegend anhand einer endoskopischen Operation.  Dabei wird die Knorpeloberfläche geglättet oder abgeriebene Knorpel- und Knochenteile entfernt. In besonders schwierigen Fällen oder bei fortgeschrittener Arthrose ist es häufig notwendig Gelenkprothesen einzusetzen.

Die Behandlung von Arthrose umfasst eine Reihe von Maßnahmen und muss auf jeden einzelnen Patienten abgestimmt werden. Als Ergänzung zu den oben genannten Therapien werden oft Gewichtskontrolle und physiotherapeutische Rehabilitation genannt.

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Gicht

Mittwoch, 23. Dezember 2009 14:51

Gicht

Gicht ist eine erblich bedingte starke Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Gicht wird fast ausschließlich bei Männern zwischen den 40-50 Lebensjahr (ca. 95 %  der Fälle) diagnostiziert. Gicht ist auch ein Sammelbegriff für mehrere Stoffwechselerkrankungen und deren Folgekrankheiten. Zu dieser Gruppe gehören z.B. der erhöhte Harnsäurespiegel (Hyperurikämie), der Gichtanfall verschiedener Gelenke (meist Großzehengelenk), sowie die Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben. Alle Krankheiten haben den gleichen Auslöser: Gicht hängt mit einem zu hohen Harnsäurespiegel zusammen.

Auslöser von Gicht sind Ereignisse, die zu einer Veränderung (Erhöhung oder Reduzierung) des Harnsäurespiegels führen. Besonders hohen Einfluss auf  Harnsäurewert können Festessen, übermäßiger Alkoholkonsum, körperliche Anstrengung oder extremes Fasten haben. In der Regel bleiben diese Schwankungen für uns unbemerkbar: Nur bei besonders empfindlichen Menschen oder auch bei diejenigen, die schon unter Gicht leiden, führt erhörte Harnsäurekonzentration zu einer akuten Entzündung. Betroffen sind dabei vor allem das Großzehengrundgelenk und etwas seltener das Daumengrundgelenk.

Typische Symptome von Gicht sind starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung der Gelenke. Manchmal kommt auch Fieber als Begleitsymptom bei Gicht hinzu. Bleibt Gicht unbehandelt, so können auch weitere Gelenke, Knöchel, Knie, Fingergelenke, Handgelenk und Ellenbogen betroffen werden. Unbehandelt wiederholen sich die Gichtanfälle meist unter Zunahme der Schmerzen und der Dauer sowie der Anzahl der betroffenen Gelenke. Die Gicht kann sowohl akut (in Schüben) als auch chronisch verlaufen.

Gicht kann folgende Ursachen haben:

  1. Erbliche Stoffwechselstörung (minderte Harnsäureausscheidung und/oder vermehrte Harnsäurebildung).
  2. Purinreiche Ernährung
  3. Exzessiver Alkoholkonsum, in  Folge dessen kann die Harnsäureausscheidung vermindert werden.
  4. Bestimmte Krankheiten, die mit einem erhöhten Zellabbau einhergehen wie bösartige Tumore oder Blutkrebs.

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Akupunktur bei Rheuma

Dienstag, 22. Dezember 2009 20:08

Akupunktur bei Rheuma

Akupunktur bei Rheuma gehört zu den alternativen Behandlungsverfahren, die nicht immer von der Schulmedizin anerkannt werden. Besonders umstritten sind die Ansatzmöglichkeiten und therapeutische Wirkung von Akupunktur bei Rheuma. Doch in der jüngsten Zeit wird diese Therapie von den verschiedensten Ärzten und Einrichtungen auch für rheumatische Erkrankungen angeboten. Die ersten Ergebnisse sind nicht eindeutig: Einige Patienten äußern sich sehr positiv und spüren einen deutlichen Effekt der Akupunktur bei Rheuma. Die anderen bemerken keinen Erfolg dieser Maßnahme. Um eindeutige Ergebnisse zu erhalten, ob sich die Akupunktur bei Rheuma zur Schmerzbekämpfung eignet, wurden zahlreiche Studien durchgeführt. Es wurde herausarbeitet, dass sich die Akupunktur nur bei einigen rheumatischen Erkrankungen wirklich zur Schmerzbekämpfung eignet und die Nebenwirkungen bei sachgemäßer Anwendung gering sind.

Um die Anwendung der Akupunktur bei Rheuma möglichst effizient zu gestalten, soll sehr genau hinterfragt werden, für welche Erkrankung oder für welches Symptom sie eingesetzt wird und ob sie die medikamentöse Therapie ergänzen kann. In der Regel kommt Akupunktur bei Rheuma als Ergänzungstherapie zusätzlich zur klassischen medikamentösen Schmerztherapie zum Einsatz.

Die jüngsten Studien haben einen spezifischen Effekt für Akupunktur bei Rheuma für die einzelnen rheumatischen Erkrankungen nachgewiesen. Dazu gehören z.B. chronische Polyarthritis, Kniegelenksarthrose und Gonarthrose. Die Patienten mit diesen Erkrankungen sehen in der Akupunktur eine Möglichkeit, die chronischen Schmerzen zu bekämpfen.

Akupunktur bei Rheuma ist im Vergleich zu den medikamentösen Therapien (z.B. NSAR und CoxII-Inhibitoren) eine sehr nebenwirkungsarme Methode. Einsatz von Akupunktur bei Rheuma als die ergänzende Schmerztherapie trägt dazu bei, dass die Betroffenen weniger Schmerzmedikamente einnehmen müssen. In diesem Fall können auch Nebenwirkungen von Medikamenten reduziert werden.

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Der Rheumafaktor

Montag, 21. Dezember 2009 17:06

Der Rheumafaktor

Der Rheumafaktor wird zur Diagnose des Rheumas im Blut gemessen. Der Rheumafaktor stellt eine Verbindung aus einem Antikörper und einem körpereigenen Eiweißstoff dar, der sich bei ca. 80 Prozent der Patienten mit rheumatoider Arthritis im Blut nachweisen lässt.

Rheumatoide Arthritis wird in Folge der falschen Abwehrreaktion unseres Immunsystems ausgelöst, das sich fälschlicherweise gegen körpereigene Stoffe richtet. Der Rheumafaktor heißt deshalb auch Autoantikörper und kann als Ausdruck eines Autoimmunprozesses bewertet werden.

Doch nur aufgrund des Rheumafaktors kann man noch nicht die rheumatoide Arthritis diagnostizieren. Er ist nur als ein Warnzeichen zu betrachten. Ein positiver (vorhandener) Rheumafaktor bedeutet, dass die Wahrscheinlichkeit des Rheumas höher ist, als bei anderen Menschen. Er beweist die Erkrankung aber nicht. Er tritt auch bei einer Vielzahl anderer Erkrankungen und sogar bei offenbar gesunden Menschen (insb. bei Menschen im Alter von 70 bis 80 Jahren) auf. Umgekehrt ist ein negativer (nicht vorhandener) Rheumafaktor ein positives Zeichen dafür, dass die Wahrscheinlichkeit der Erkrankung als „gering“ eingestuft werden kann, schließt sie aber nicht komplett aus. Deshalb ist ein positiver (vorhandener) Rheumafaktor nur in Zusammenschau mit anderen Symptomen und Beschwerden zu interpretieren.

Ein erhöhter Rheumafaktor kann (zusammen mit den anderen typischen Beschwerden und Symptomen) ein Warnzeichen für folgende Erkrankungen sein:

  • Autoimmunerkrankungen, wie rheumatoide Arthritis, Primär Biliäre Zirrhose, Gefäßentzündungen (Vaskulitiden) u.a.
  • Entzündungen, Infektionen (Bakterien, Viren, Parasiten)
  • Tumorerkrankungen

Ein normaler (negativer) Rheumafaktor kann bei folgenden Erkrankungen nachgewiesen werden:

  1. Gicht
  2. Psoriasis Arthritis (Gelenksentzündung bei Hauterkrankung)
  3. Gelenksarthrosen (Abnützung)
  4. Polymyalgia rheumatica (Vorwiegend die Muskeln betreffende Autoimmunerkrankung)
  5. Morbus Bechterew (ankylosierende Spondylitis; tiefsitzende Rückenschmerzen)

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Gelenkentzündung (Arthritis)

Sonntag, 20. Dezember 2009 12:38

Gelenkentzündung (Arthritis)

Gelenkentzündung (auch als Arthritis bekannt) ist die Entzündung eines Gelenkes, bei der es zu Schmerzen im Gelenk, Schwellung, Überwärmung, Bewegungseinschränkung und Gelenkerguss (Flüssigkeit im Gelenk) kommt. Eine Gelenkentzündung kann plötzlich auftreten oder langsam (chronisch) verlaufen und über lange Zeit bestehen.

Bei Gelenkentzündung  wird zwischen Monoarthritis (ist nur ein Gelenk betroffen), Oligoarthritis (sind zwei bis drei Gelenke betroffen) und Polyarthritis (wenn gleichzeitig mehrere Gelenke angegriffen sind). Unbehandelt können Gelenkentzündungen das Gelenk komplett zerstören und zu dauerhaften Fehlstellungen und Behinderungen führen.

Die Gelenkentzündung kann verschiedene Ursachen haben. Die häufigsten Ursachen der Gelenkentzündung sind:

  • Infektionen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Gelenkverschleiß (aktivierte Arthrose)

Die weit verbreiterte Ursache der Gelenkentzündung ist die bakterielle Infektion. Die Erreger können über eine Wunde direkt im Gelenk eindringen oder über den Blutweg weitergeleitet werden (z.B. Herzentzündung, Herpes-Infektion).

Gelenkentzündung in Folge der Autoimmunerkrankung: Das Immunsystem greift eigene Gelenke und Gewebe an. Autoimmunerkrankung ist auch für rheumatoide Arthritis ursächlich, die die häufigste Form von Gelenkentzündungen darstellt.

Stoffwechselerkrankungen und aktivierte Arthrose treten relativ selten auf.
Die typischen allgemeinen Symptome einer Gelenkentzündung sind die Schmerzen, Schwellung, Überwärmung, Rötung und eine eingeschränkte Beweglichkeit des betroffenen Gelenks. Als spezifische Symptome wird oft z.B. eine Morgensteifigkeit und Schwellung in den Fingergrund- und Fingermittelgelenken genannt.

Die moderne Medizin verfügt über einen beträchtliches Arsenal an therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Arthrose. In diesem Zusammenhang können beispielsweise folgende genannt werden:

  • Schmerzmittel (NSAR) und entzündungshemmende Medikamente wie Glukokortikoide
  • Antibiotika bei akuten Infektionen
  • spezielle Rheumamedikamente (Basistherapeutika) bei rheumatoider Arthritis
  • Immunsuppressiva
  • Operationen (von minamal-invasiven Methoden bis zum künstlichen Gelenk)
  • Krankengymnastik, physikalische Therapie und Ergotherapie, zum Beispiel bei chronischen Gelenkentzündungen mit versteiften Gelenken

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Chronische Polyarthritis

Samstag, 19. Dezember 2009 18:51

Chronische Polyarthritis

Die chronische Polyarthritis (internationale Bezeichnung rheumatische Polyarthritis) gehört zu den Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Bei chronischer Polyarthritis handelt es sich um eine chronische Entzündung in vielen Gelenken. Chronisch bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die Entzündungen bei einer chronischen Polyarthritis nicht innerhalb von einigen Tagen oder Wochen verschwinden, sondern oft mehrere Jahre bestehen bleiben.

Diese Entzündungen äußern sich in erster Linie durch Schmerzen, aber auch Überwärmungen der Gelenke, Hitzegefühl und Schwellungen.
Es werden zwei Formen unterschieden:

  • Die seronegative (Rheumafaktor im Blut (”Serum”) nicht nachweisbar ist) und
  • Die seropositive chronische Polyarthritis (Rheumafaktor im Blut (”Serum”) nachweisbar ist)

Im Gegensatz zur akuten Polyarthritis verläuft die chronische Polyarthritis schubweise. Die Schübe werden von verschiedenen Virusinfekten ausgelöst. Die Naturheilkunde geht davon aus, dass die Schübe von rheumatischen Fiebern (von beta-hämolysierenden Streptokokken der Gruppe A) ausgelöst werden. Des Weiteren gibt es klare Indizien dafür, dass die  chronische Polyarthritis in Folge der Immunsystemsstörung auftritt.  Unklar beleibt jedoch, wodurch diese ausgelöst wird.

Die chronische Polyarthritis ist keine reine Gelenkerkrankung. Sie ist eine Allgemeinerkrankung mit mehr oder weniger stark ausgeprägten Allgemeinsymptomen. Symptome der chronischen Polyarthritis treten in Folge einer Autoimmunreaktion, bei der körpereigene Abwehrzellen die Gelenkschleimhäute (Membrana synovialis) angreifen und zerstören. Dabei wird die Produktion der Gelenkschmiere (Synovia) erstmal reduziert und im weiteren Verlauf komplett eingestellt. Weiterhin kommt es zu einer Entzündung, die in der Regel ausgesprochen schmerzhaft verläuft. In den meisten Fällen tritt die chronische Polyarthritis Gelenke (Fingergelenke, Zehengelenke) auf und greift sie symmetrisch an (d.h. eine Gelenkbeteiligung auf beiden Seiten des Körpers).

Typische Begleiterscheinungen der chronischen Polyarthritis sind Müdigkeit, ein allgemeines Krankheitsgefühl, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, und in der Schubphase deutliche allgemeine Leistungsminderung.

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