Fibromyalgie
Montag, 28. Dezember 2009 17:35
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Fibromyalgie
Fibromyalgie ist eine nicht-entzündliche Erkrankung, die durch Schmerzen in der Muskulatur und in den Sehnenansätzen, Gelenken sowie durch eine erhöhte Druckempfindlichkeit an den so genannten Tender Points (Schmerzdruckpunkte) gekennzeichnet ist. Fibromyalgie (auch als Faser-Muskel-Schmerz bezeichnet) ist eine chronische und nicht vollständig heilbare Erkrankung. Noch eine Besonderheit der Fibromyalgie: Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.
Ursächlich für Fibromyalgie sind kleine krankhafte Veränderungen in Muskeln und Sehnen. Dabei treten auch folgende Begleiterscheinungen wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Wetterfühligkeit, Schwellungen von Händen, Füßen und Gesicht, sowie Morgensteifigkeit und Depressionen auf.
Es wird zwischen primärer und sekundärer Fibromyalgie unterschieden. Primäre Fibromyalgie hat genetische Ursachen und greift häufig die ganzen Familien an. Dabei spielen auch folgende Faktoren eine wichtige Rolle: gestörte Schmerzverarbeitung und veränderte Schmerzwahrnehmung, hormonelle Störungen, eine Störung der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse, Veränderungen des dopaminergen, psychische Faktoren und Veränderungen im Immunsystem. Die sekundäre Fibromyalgie tritt in Folge einer anderen Erkrankung (z.B. durch eine Verletzung oder Operation, körperliche Traumata und orthopädische Erkrankungen) auf.
Die richtige Diagnose der Fibromyalgie wird dadurch erschwert, dass viele Symptome den anderen Erkrankungen ähnlich sind. Dabei soll der Arzt gründlich eine bisherige Krankengeschichte anschauen, die körperlichen sowie Laboruntersuchungen durchführen und anhand diesen Maßnahmen die andere Erkrankungen ausschließen.
Die Behandlung der Fibromyalgie besteht aus einer Kombination von psychosomatischer Betreuung, physikalischer Therapie und Medikamenten. Dabei kommt oft ein umfassendes und multimodales Behandlungskonzept zum Einsatz. Die jüngsten Behandlungskonzepte umfassen eine Kombination aus Bewegungstherapie, Medikamenten, individueller physikalischer Therapie, Entspannungsverfahren und Psychotherapie. Manche Ärzte empfehlen zur Behandlung von Fibromyalgie auch Medizinische Trainings-Therapie, Wärmebehandlungen, Kältetherapien (Kältekammer bis – 110 Grad), TCM, Homöopathie und Ernährungsumstellungen.
Thema: Rheuma | Kommentare (0) | Autor: admin
