Beitrags-Archiv für die Kategory 'Rückenschmerzen'

Schmerzen bei Bandscheibenvorfall

Mittwoch, 10. Februar 2010 12:42

Schmerzen bei Bandscheibenvorfall

Bei einem Bandscheibenvorfall tritt das Gewebe des Gallertkerns der Bandscheibe nach hinten in den Rückenmarkskanal (Spinalkanal) aus. In diesem Fall wird oft die Nervenwurzel gereizt, die u.a. heftige Schmerzen bei Bandscheibenvorfall verursachen kann. Dabei ist am häufigsten die Nervenwurzel im Wirbelbogen betroffen, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Bandscheiben befinden. Diese Nerven sind dafür verantwortlich, dass die Schmerzen bei Bandscheibenvorfall überhaupt entstehen. Des Weiteren leiten sie die Schmerzimpulse von Wirbelsäule zum Gehirn und umgekehrt.

Schmerzen bei Bandscheibenvorfall treten wesentlich häufiger auf, wenn die Bandscheiben im Bereich der Halswirbelsäule betroffen werden. In der Regel entwickeln sich die Beschwerden erst nach und nach, so dass die ersten Warnzeichen des Bandscheibenvorfalls unbemerkt bleiben. Erst wenn Schmerzen bei Bandscheibenvorfall auftreten, gehen die Betroffen zum Arzt.

Schmerzen bei Bandscheibenvorfall werden oft als stark und akut empfunden. Außerdem strahlen sie nicht selten in ein oder beide Arme/Beine, sowie werden oft von einem Taubheitsgefühl in der Nähe der betroffenen Nervenwurzel begleitet. Des Weiteren treten Schmerzen bei Bandscheibenvorfall plötzlich auf, meistens nach den physikalischen Belastungen des betroffenen Bereiches. Dabei können sogar schon leichte Bewegungen (sogar im Sitzen oder beim Bücken) die Schmerzen bei Bandscheibenvorfall auslösen. Aus diesen Gründen entwickeln viele Patienten typische Schonhaltung, die die Muskelverspannungen im Rücken und am Hals begünstigen kann. Diese Schonhaltung beugt Schmerzen bei Bandscheibenvorfall nicht vor, sondern sie löst ganz im Gegenteil zusätzliche Schmerzen aus.  Die heftigsten Schmerzen bei Bandscheibenvorfall treten allerdings dann, wenn die Bandscheibe oder das Gewebe in ihrer Nähe die großen Nervenbunde reizt oder quetscht. Das passiert allerdings nur bei einem extrem schwierigen Krankheitsverlauf.

Thema: Bandscheibenvorvall | Kommentare (0) | Autor: admin

HWS-Schmerzen

Dienstag, 9. Februar 2010 14:36

HWS-Schmerzen

Unter HWS-Schmerzen (auch HWS-Syndrom) werden alle Beschwerden in Bereich der Halswirbelsäule verstanden. Sie stellen also einen Sammelbegriff für die unterschiedlichen Erkrankungen und Schmerzen in HWS-Bereich dar. Die meistverbreiteten HWS-Schmerzen stellen die Nackenschmerzen dar, die bis in die Schultern (voll auch bis in die Arme) oder bis zum Hinterkopf ausstrahlen können. In den meisten Fällen sind die HWS-Schmerzen auf  Muskelverhärtungen und -verspannungen zurück zu führen.

In der Literatur werden verschiede Arten der HWS-Schmerzen unterschieden. Die Klassifikation geht von der Lokalisation der auftreten Beschwerden. Dabei werden drei Arten von HWS-Schmerzen unterschieden, nämlich die Schmerzen in unterem, mittlerem und oberem HWS-Bereich. Ausgehend von Ursachen der Beschwerden werden vier wichtige Haupttypen der HWS-Schmerzen definiert:

  1. Lokale HWS-Schmerzen. Dabei werden Schmerzen in Folge der Bewegungseinschränkungen der HWS-Segmenten durch Blockierung von Wirbelgelenken ausgelöst. In Folge dessen entstehen schmerzhafte Muskelverspannungen und -verkrampfungen. Als Begleiterscheinungen treten auch oft Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Ohrgeräusche auf.
  2. Degenerative HWS-Schmerzen. Die Hauptursachen von diesen Schmerzen sind alterbedingte Abnutzungen der Bandscheiben und der Wirbelgelenke. Deshalb werden diese Beschwerden überwiegend bei älteren Patienten diagnostiziert.
  3. Instabile Wirbelsäulensegmente. Dabei ist der Instabilität der HWS-Segmenten auf Bandscheibenschädigung zurück zu führen.
  4. Radikuläre HWS-Schmerzen. Der Schmerz wird in HWS ausgelöst, strahlt aber in den meisten Fällen in Schulter und Arme aus. Dabei werden Beschwerden in den Schultern und Armen oft  stärker ausgeprägt, als in der HWS. Dieser Schmerz stellt einen Nervenwurzelschmerz dar, der z.B. in Folge eines Bandscheibenvorfalls (Vorwölbung einer Bandscheibe mit Kompression der Nervenwurzel) auftreten kann.

Thema: Arten von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Skoliose-OP

Dienstag, 12. Januar 2010 12:32

Skoliose-OP

Skoliose-OP ist ein geplanter korrigierender Eingriff an der Wirbelsäule. Sie gehört zu den  technisch und zeitlich aufwendigsten Operationen in der orthopädischen Chirurgie. Skoliose-OP zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie mit einem hohen Blutverlust verbunden ist. Deshalb ist entsprechende Vorbereitung zur Skoliose-OP unerlässlich. Zu diesem Zweck wird in einigen Fällen eine Eigenblutspende entnommen.

Mit einer Skoliose-OP wird das Ziel verfolgt, eine Wirbelsäulendeformation mit operativem Eingriff zu korrigieren. Sie wird in der Regel dann empfohlen, wenn sich die konservativen Maßnahmen (wie Krankengymnastik, Miedern oder Korsett, Physiotherapie nach Schroth) als erfolglos erwiesen. Im Allgemein kann man sagen, dass bis zu einer Biegung von 50° die konservativen Maßnahmen in Frage kommen. Doch bei schwereren Verbiegungen (ab 50°) wird eine Skoliose-OP empfohlen.

Die Skoliose-OP umfasst eine Spreizung auf der Innenseite und ggf. eine Kompression auf der Konvexseite der Krümmung, ergänzt durch eine Querstabilisierung. Dabei kommen diverse Operationsverfahren in Frage. Diese Verfahren unterscheiden sich hauptsächlich durch Zugangsseite (vordere oder hintere Zugangsseite).

Die Komplikationen bei Skoliose-OP treten relativ selten auf. Dazu gehören auch allgemeine Komplikationen wie unvorhersehbare Narkoseunverträglichkeiten und das Thromboserisiko. Zu den häufigsten Komplikationen gehört ein starker Blutverlust. Des Weiteren können einige spezifische Komplikationen nach einer Skoliose-OP auftreten. Dazu gehören z.B. Sehstörungen (Doppelbilder), Taubheitsgefühl, Prickeln und diverse Schmerzzustände.

Die Erfolgsaussichten sind umso besser, je später die Skoliose beginnt und der Eingriff ist umso effektiver, je früher die Skoliose diagnostiziert wird. Weiterhin ist das Ergebnis der Skoliose-OP von der Ursache und dem Ausmaß der Erkrankung abhängig.

Thema: Therapie von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Skoliose bei Kindern

Montag, 11. Januar 2010 12:42

Skoliose bei Kindern

Die Skoliose ist eine dauerhafte seitliche Verbiegung der Wirbelsäule. Sie tritt im Wachstumsalter auf und schreitet fort, bis das Wachstum abgeschlossen ist. Deshalb wird Skoliose bei Kindern besonders oft diagnostiziert. Die wirklichen Ursachen der Skoliose bei Kindern bleiben in fast 90 Prozent der Fälle ungeklärt. Dabei ist die richtige und rechzeitige Diagnostizierung besonders von Bedeutung. Denn für die Heilung der Skoliose bei Kindern ist entscheidend, in welchem Stadium und Alter die Krankheit entdeckt und behandelt wird.

In einigen Fällen treten die Säuglingsskoliosen auf, die manchmal von alleine verschwinden. Doch üblicherweise gilt es für die Skoliose bei Kindern eine einfache Regel: Der Verlauf der Erkrankung umso leichter ist, je später die Skoliose beginnt und die Behandlung umso effektiver, je früher sie anfängt.  Skoliose bei Kindern wird in den meisten Fällen im Alter von 10 bis 14 Jahren diagnostiziert.

Oft fängt sie mit den kleineren Verkrümmungen von der Wirbelsäule an, die die Erwachsene nicht bemerken. Die Wirbelsäule gehört zu den empfindlichsten Knochenstrukturen unseres Körpers. Besonders bei den Kindern treten dort oft krankhafte Veränderungen, die ohne Behandlung zur Entwicklung der Skoliose bei Kindern führen können.

Viele Kinder leiden seit Jahren ohne es selbst zu wissen an Skoliose.  Das wird damit begründet, dass die Skoliose bei Kindern oft ohne Schmerzen verläuft. In den meisten Fällen treten die Schmerzen erst nach Pubertät auf und führen danach zu den Belastungsschmerzen bei der Arbeit oder beim Sport. Die Behandlung von Skoliose bei Kindern richtet sich nach der Schwere der Verkrümmung. Im Allgemein empfiehlt sich bis zu einer Biegung von 20° eine  Krankengymnastik. Bei schwereren Verbiegungen (von 20-50°) wird die Krankengymnastik zusätzlich mit Miedern oder Korsetts unterstützt. Ab einer Verkrümmung von 50° wird eine Operation empfohlen.

Thema: Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Skoliose

Sonntag, 10. Januar 2010 12:43

Skoliose

Unter Skoliose wird eine fixierte Verbiegung der Wirbelsäule verstanden. Bei einer Skoliose ist das Rückgrat des Menschen nicht nur seitlich verbogen, sondern es können auch neben der Verkrümmung auch die Rotation der gesamten Wirbelsäule und die Torsion einzelner Wirbelkörper hinzukommen. Die Skoliose ist mit einer Deformierung und gleichzeitigen Verdrehung der Wirbelkörper verbunden.

Die Skoliose kann sowohl angeboren (so genannte Fehlbildungsskoliose) sein als auch in Folge der neurogenen oder muskulären Erkrankungen entstehen. In besonderen Fällen entwickelt sich eine Sonderform der Erkrankung. In diesem Fall treten starke Verbiegungen (mehr als 20°) auf und Skoliose wird chronifiziert. Ohne entsprechende Behandlung kommt es im Laufe der Zeit zu noch stärkerer Verkrümmung der Wirbelsäule (mehr als 70°), die die allgemeine Leistungsfähigkeit sowie die Herz- und Lungenfunktion beeinträchtigt. Dabei werden oft auch als Begleiterscheinungen Schmerzen und Lähmungen im Rücken diagnostiziert, die in die Arme und Beine ausstrahlen können.

Üblicherweise entwickelt sich die Skoliose während des Wachstums im Alter von 10–14 Jahren. Die Verbiegung und Verdrehung der Wirbelsäule entsteht durch Wachstumsstörungen einzelner Wirbelabschnitte. Bei Kindern und Heranwachsenden nimmt die Fehlstellung meist zu. Bei der Erwachsenen verlangsamt sich die Zunahme und/oder kommt sogar zum Stillstand. Doch ab einem Verbiegungswinkel von mehr als 40° besteht das Risiko, dass die Skoliose weiterhin voranschreitet und die schweren Formen auftreten. Bei solchen Verkrümmungen kommt es nicht selten zu schweren Verformungen von Wirbelsäule und Brustkorb.

Behandlung der Skoliose ist sowohl mit konservativen als auch mit operativen Methoden möglich. Im Allgemein kann man sagen, dass die konservative Behandlung bis einer Verkrümmung der Wirbelsäule von 40°-50° möglich ist. Bei stärkeren Verkrümmungen empfiehlt sich eine Operation.

Thema: Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Ischiasnervreizung

Donnerstag, 31. Dezember 2009 16:45

Ischiasnervreizung

Ischiasnervreizung (auch Ischialgie genannt) wird häufig als Sammelbegriff für Nervenschmerzen im Bereich der Beine verwendet. Die Mediziner verstehen darunter jedoch nur Schmerzen durch Reizung des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus). Eine Ischiasnervreizung entsteht in der Regel als Folge des Bandscheibenvorfalls. Durch den Verschleißerscheinungen oder Verletzungen kann das abdichtende Band spröde werden und bei Belastung einreißen. Das Innere der Bandscheiben kann so austreten und die Nervenwurzeln im knöchernen Wirbelsäulenkanal zusammendrücken, dass sich der Ischiasnerv entzünden kann. Weiterhin können auch folgende Erkrankungen wie Lyme-Borreliose, Gürtelrose, Tumore, Metastasen, entzündliche Schwellungen oder Abszesse des Wirbelsäulenkanals das Entstehen der Ischiasnervreizung begünstigen.

Typische Symptome der Ischiasnervreizung (bei Bandscheibenvorfall) sind ziehende oder reißende Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen, Taubheitsgefühlen und Lähmungen einzelner Muskelgruppen. Nur in  schweren Fällen treten bei Ischiasnervreizung Blasen- oder Mastdarmentleerungsstörungen auf. Andere Gruppe stellen nicht Bandscheibenvorfälle verursachen Schmerzen dar. So sind z. B. heftige einschießende Schmerzen im Bein, die eher auf einen streifenförmigen Abschnitt begrenzt sind, Schmerzen auf der Rückseite des Ober- und Unterschenkels oder in der Fußaußenseite (radikuläre Schmerzen) typische Symptome der Ischiasnervreizung, die von der Lyme-Borreliose ausgelöst werden. Dagegen ist die Gürtelrose (Herpes zoster) eine virenbedingte Erkrankung. Diese befallen die Wurzeln des Ischiasnerven und damit die Ischiasnervreizung verursachen. Dabei leiden die Betroffenen unter starke Schmerzen an der Oberschenkelrückseite.

Die generelle Vorgehensweise zur Behandlung von Ischiasnervreizung lautet: Ersten sollen die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Deshalb zielt eine Therapie in erste Linie darauf ab, die zugründe liegende Erkrankung richtig zu diagnostizieren und zu behandeln. Im allgemein kommen bei Behandlung der Ischiasnervreizung eine entlastende Lagerung und Schmerztherapie in Kombination mit physikalischen Maßnahmen zum Einsatz.

Thema: Arten von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Die Wirbelsäule

Montag, 16. November 2009 16:02

Die Wirbelsäule

Die Wirbelsäule stellt das zentrale tragende Konstruktionselement des Körpers dar, bildet die knöcherne Mitte des Körpers, verbindet alle anderen Teile des Skelettes miteinander. Im so genannten Wirbelkanal der Wirbelsäule befindet sich Rückenmark und die Nerven, die die Steuerung und Übermittlung von Reizen aus der Umgebung ermöglichen. Anders ausgedrückt, bezeichnet die Wirbelsäule das bewegliche Achsenskelett des Körpers. Sie besteht aus den Wirbeln, den Bandscheiben und dazugehörigen Bändern und Muskeln. Die Wirbelsäule besteht aus 33 Wirbelkörpern, die zu den folgenden Abschnitten zusammengefügt werden können:

  • Sieben Halswirbel der so genannten Halswirbelsäule,
  • zwölf Brustwirbel der so genannten Brustwirbelsäule,
  • fünf Lendenwirbel der Lendenwirbelsäule,
  • fünf Kreuz- und Steißwirbel.

Als Teil des menschlichen Stütz- und Bewegungsapparates kommen der Wirbelsäule insbesondere mechanische Aufgaben zu. Die Wirbelsäule kann in allen Abschnitten nach vorne gebeugt und zur Seite geneigt werden. Durch die Stellung der Dornfortsätze und der kleinen Wirbelgelenke kann die Brustwirbelsäule nach hinten kaum überstreckt und die Lendenwirbelsäule nur in geringem Maße verdreht werden.

Ausgenommen vom ersten Halswirbel, bestehen die andere Wirbel aus einem kompakten Wirbelkörper, an den sich der knöcherne Wirbelbogen anschließt. Die meisten Wirbel sind miteinander durch eine Bandscheibe und echte Gelenke zwischen den einzelnen Wirbeln (die Wirbelbogengelenke) verbunden.

Aufgrund ihrer besonderen Rolle wird die Wirbelsäule täglich stark belastet, dass neben    schweren Verletzungen der Wirbelsäule, Verschleißerscheinungen, Infektionskrankheiten und altersbedingten Erkrankungen zu den verschiedenen Rückenerkrankungen führen kann. Die häufigsten Erkrankungen der Wirbelsäule sind: Bandscheibenvorfall, Osteochondrosis, rheumatische entzündliche Erkrankungen (wie Morbus Bechterew), sowie Deformationen wie die Skoliose. Degenerative Veränderungen der Bandscheiben, Wirbelkörper, Wirbelgelenken, der Muskulatur und den Bänder führen ebenso zu den Erkrankungen der Wirbelsäule.

Thema: Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Verspannungen im Rücken

Montag, 16. November 2009 16:00

Verspannungen im Rücken

Wer viel im Sitzen arbeitet, hat häufig Verspannungen im Rücken. Muskelverspannungen im Bereich der Wirbelsäule sind fast immer auf Fehlbelastungen oder Fehlhaltungen zurückzuführen. Verspannungen im Rücken treten in Folge der Stoffwechselstörung im Muskelgewebe auf, die durch Dauerbelastung entstehen  können. Dabei verhärtet sich der betroffene Bereich und dadurch entstehen die Schmerzen. Bei chronischen Verspannungen im Rücken kann es sogar zu einer Reduzierung des Muskelgewebes (Atrophie) kommen.

Weiterhin führen immer öfter die Fehlhaltungen zur schmerzhaften Verspannungen im Rücken. Viele Menschen arbeiten ständig im Büro. Und wer dabei dauerhaft falsch sitzt, leidet oft unter schmerzhaften Verkrampfungen der Wirbelsäulemuskulatur. Bleiben diese dauerhaft unbehandelt, entwickelt sich eine Schonhaltung, die eigentlich die Schmerzen lindern muss. Doch in der Tat passiert das Gegenteil davon: Schonhaltung führt oft zu weiteren Verspannungen im Rücken, die wiederum zu neuen Schmerzen führen können.

Andersrum werden bei vielen Menschen während der Arbeit nur bestimmte Muskelgruppen belastet oder sogar überbelastet. Das kann zur Fehlbelastung führen. Der Körper versucht die überbelastete Muskelgruppen dadurch zu entlasten, dass er verstärkt jene Muskeln anspannt,  die die geschädigten Muskelgruppen entlasten sollen. Dieses Ungleichgewicht führ zu einer muskulären Dysbalance, infolge deren die schmerzhaften Verspannungen im Rücken entstehen.

Weiterhin können Verspannungen im Rücken die Folge der Verletzung (z. B. in Folge der Wirbelkörperbruch) sein. Fast genau so wie bei Fehlbelastung versucht der Körper durch eine Änderung der Muskelanspannung den geschädigten Bereich zu entlasten und die Beschwerden so zu lindern. Verspannungen im Rücken  können auch durch eine Erkältung entstehen. Aber auch psychische Belastungen können zu einer unbewussten Muskelverspannung führen. Stress, psychische Anspannung oder Angst führen manchmal zu dauerhaften Verspannungen im Rücken

Thema: Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Ursachen von Rückenschmerzen

Montag, 16. November 2009 15:58

Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind sehr vielfältig und lassen sich nur selten eindeutig diagnostizieren. Es gibt typische Situationen und Umstände, die Schmerzattacken auslösen können. Dabei liegt eine genaue Ursache von Rückenschmerzen nicht immer unbedingt im Wirbelsäulenbereich. Diesbezüglich lassen sich spezifische von unspezifischen Rückenschmerzen unterscheiden. Spezifische Rückenschmerzen haben einen bestimmten körperlichen (somatischen) Auslöser, z. B. einen Bandscheibenvorfall oder eine Skoliose. Dabei werden Abnutzungserscheinungen, Verletzungen, Entzündungen oder bestimmte Erkrankungen als Ursachen von Rückenschmerzen vermutet. Unspezifische Rückenschmerzen lassen sich dagegen nicht auf eindeutig krankhafte körperliche Veränderungen als Ursache der Beschwerden zurückführen. In den meisten Fällen sind sie harmlos. Doch bei andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen besteht die Chronifizierungsgefahr. Weil in diesem Fall die eindeutige Ursache von Rückenschmerzen unklar ist, werden die Schmerzen meist symptomatisch behandelt. Dabei handelt es sich vor allem um Linderung der Schmerzen, Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskulatur.

Weiterhin treten oft die muskulären Verspannungen z.B. nach einer Überanstrengung oder Verkühlung als Ursachen von Rückenschmerzen auf. Solche Schmerzen verschwinden meistens durch Wärmeanwendung und Schonung. Dauern die Schmerzen länger und schränken sie die Bewegung in eine bestimmte Richtung ein, so lässt sich eine Blockierung als Ursache von Rückenschmerzen vermuten.

Die häufigste Ursache von Rückenschmerzen ist der Verschleiß, d. h. Abnutzung der Wirbelsäule, Wirbelkörper oder Bandscheibe. Weiterhin werden oft als Ursachen von Rückenschmerzen folgende genannt: Skeletterkrankungen (Osteoporose), Entzündungen (Rheuma), Missbildungen (Skoliose) und Verletzungen (Schleudertrauma).

Eine besondere Gruppe von Schmerzen stellen die Rückenschmerzen dar, die nicht mit der Wirbelsäule in Verbindung stehen. Das sind z. B. Übertragungsschmerzen in Folge der Erkrankungen von inneren Organen und Myofasziales Syndrom (die Schmerzen gehen von Muskeln neben der Wirbelsäule aus).

Thema: Arten von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin

Übungen gegen Rückenschmerzen

Montag, 16. November 2009 15:56

Übungen gegen Rückenschmerzen

Es gibt ein paar einfachen Übungen gegen Rückenschmerzen, mit denen Sie die Rückenschmerzen vorbeugen oder akute Schmerzen  lindern können. Mit den richtigen Übungen gegen Rückenschmerzen können Sie Ihre Rückenmuskulatur stärken, Verspannungen abbauen sowie Beweglichkeit und Belastbarkeit der Wirbelsäle trainieren. Diese Übungen werden im Liegen oder Stehen durchgeführt, jeweils zum trainieren von bestimmten Muskelgruppen. Die meisten angebotenen Übungen gegen Rückenschmerzen dauern wenigen Minuten und müssen möglichst mehrmals pro Woche wiederholt werden.

Übungen gegen Rückenschmerzen im Liegen:

  • Beide Beine anwinkeln, das Kreuz gut auf die Unterlage drücken und langsam das Becken anheben, halten und langsam wieder senken.
  • Beine ausstrecken, die Arme nach vorne. Langsam das rechte Bein und den linken Arm gleichzeitig anheben, halten und lösen. Das Gesäß unter Anspannung halten. Danach das gleiche mit den anderen Arm und Bein wiederholen. Diese Übung gegen Rückenschmerzen kann man 15 Mal wiederholen.
  • Wieder auf den Boden legen und die Beine anwinkeln, das rechte Knie nahe an die Brust ziehen und strecken. Danach die Übung mit dem linken Bein wiederholen.

Übungen gegen Rückenschmerzen im Stehen:

  • Locker hinstellen, die Beine etwas auseinander, Hände in den Nacken legen, die Ellbogen weit zurückdrücken. Wenige Sekunden anhalten, dann lösen.
  • Aus bisheriger Position abwechselnd zur rechten und linken Seite neigen.
  • Diese Übung gegen Rückenschmerzen ist etwas schwerer aber sehr effektiv. Auf die Knie gehen, Arme vor die Brust verschränken, den Rumpf absenken und dann wieder aufrichten. Der Kopf und Nacken werden ausgestreckt.

Und noch einen kleinen Tipp: Es ist auf jedem Fall ratsam, sich über passende Übungen gegen Rückenschmerzen beim Physiotherapeut beraten lassen.

Thema: Therapie von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin