Beitrags-Archiv für die Kategory 'Arten von Rückenschmerzen'

HWS-Schmerzen

Dienstag, 9. Februar 2010 14:36

HWS-Schmerzen

Unter HWS-Schmerzen (auch HWS-Syndrom) werden alle Beschwerden in Bereich der Halswirbelsäule verstanden. Sie stellen also einen Sammelbegriff für die unterschiedlichen Erkrankungen und Schmerzen in HWS-Bereich dar. Die meistverbreiteten HWS-Schmerzen stellen die Nackenschmerzen dar, die bis in die Schultern (voll auch bis in die Arme) oder bis zum Hinterkopf ausstrahlen können. In den meisten Fällen sind die HWS-Schmerzen auf  Muskelverhärtungen und -verspannungen zurück zu führen.

In der Literatur werden verschiede Arten der HWS-Schmerzen unterschieden. Die Klassifikation geht von der Lokalisation der auftreten Beschwerden. Dabei werden drei Arten von HWS-Schmerzen unterschieden, nämlich die Schmerzen in unterem, mittlerem und oberem HWS-Bereich. Ausgehend von Ursachen der Beschwerden werden vier wichtige Haupttypen der HWS-Schmerzen definiert:

  1. Lokale HWS-Schmerzen. Dabei werden Schmerzen in Folge der Bewegungseinschränkungen der HWS-Segmenten durch Blockierung von Wirbelgelenken ausgelöst. In Folge dessen entstehen schmerzhafte Muskelverspannungen und -verkrampfungen. Als Begleiterscheinungen treten auch oft Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Ohrgeräusche auf.
  2. Degenerative HWS-Schmerzen. Die Hauptursachen von diesen Schmerzen sind alterbedingte Abnutzungen der Bandscheiben und der Wirbelgelenke. Deshalb werden diese Beschwerden überwiegend bei älteren Patienten diagnostiziert.
  3. Instabile Wirbelsäulensegmente. Dabei ist der Instabilität der HWS-Segmenten auf Bandscheibenschädigung zurück zu führen.
  4. Radikuläre HWS-Schmerzen. Der Schmerz wird in HWS ausgelöst, strahlt aber in den meisten Fällen in Schulter und Arme aus. Dabei werden Beschwerden in den Schultern und Armen oft  stärker ausgeprägt, als in der HWS. Dieser Schmerz stellt einen Nervenwurzelschmerz dar, der z.B. in Folge eines Bandscheibenvorfalls (Vorwölbung einer Bandscheibe mit Kompression der Nervenwurzel) auftreten kann.

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Ischiasnervreizung

Donnerstag, 31. Dezember 2009 16:45

Ischiasnervreizung

Ischiasnervreizung (auch Ischialgie genannt) wird häufig als Sammelbegriff für Nervenschmerzen im Bereich der Beine verwendet. Die Mediziner verstehen darunter jedoch nur Schmerzen durch Reizung des Ischiasnervs (Nervus ischiadicus). Eine Ischiasnervreizung entsteht in der Regel als Folge des Bandscheibenvorfalls. Durch den Verschleißerscheinungen oder Verletzungen kann das abdichtende Band spröde werden und bei Belastung einreißen. Das Innere der Bandscheiben kann so austreten und die Nervenwurzeln im knöchernen Wirbelsäulenkanal zusammendrücken, dass sich der Ischiasnerv entzünden kann. Weiterhin können auch folgende Erkrankungen wie Lyme-Borreliose, Gürtelrose, Tumore, Metastasen, entzündliche Schwellungen oder Abszesse des Wirbelsäulenkanals das Entstehen der Ischiasnervreizung begünstigen.

Typische Symptome der Ischiasnervreizung (bei Bandscheibenvorfall) sind ziehende oder reißende Schmerzen, die in das Bein ausstrahlen, Taubheitsgefühlen und Lähmungen einzelner Muskelgruppen. Nur in  schweren Fällen treten bei Ischiasnervreizung Blasen- oder Mastdarmentleerungsstörungen auf. Andere Gruppe stellen nicht Bandscheibenvorfälle verursachen Schmerzen dar. So sind z. B. heftige einschießende Schmerzen im Bein, die eher auf einen streifenförmigen Abschnitt begrenzt sind, Schmerzen auf der Rückseite des Ober- und Unterschenkels oder in der Fußaußenseite (radikuläre Schmerzen) typische Symptome der Ischiasnervreizung, die von der Lyme-Borreliose ausgelöst werden. Dagegen ist die Gürtelrose (Herpes zoster) eine virenbedingte Erkrankung. Diese befallen die Wurzeln des Ischiasnerven und damit die Ischiasnervreizung verursachen. Dabei leiden die Betroffenen unter starke Schmerzen an der Oberschenkelrückseite.

Die generelle Vorgehensweise zur Behandlung von Ischiasnervreizung lautet: Ersten sollen die zugrunde liegende Erkrankung behandelt werden. Deshalb zielt eine Therapie in erste Linie darauf ab, die zugründe liegende Erkrankung richtig zu diagnostizieren und zu behandeln. Im allgemein kommen bei Behandlung der Ischiasnervreizung eine entlastende Lagerung und Schmerztherapie in Kombination mit physikalischen Maßnahmen zum Einsatz.

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Ursachen von Rückenschmerzen

Montag, 16. November 2009 15:58

Ursachen von Rückenschmerzen

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind sehr vielfältig und lassen sich nur selten eindeutig diagnostizieren. Es gibt typische Situationen und Umstände, die Schmerzattacken auslösen können. Dabei liegt eine genaue Ursache von Rückenschmerzen nicht immer unbedingt im Wirbelsäulenbereich. Diesbezüglich lassen sich spezifische von unspezifischen Rückenschmerzen unterscheiden. Spezifische Rückenschmerzen haben einen bestimmten körperlichen (somatischen) Auslöser, z. B. einen Bandscheibenvorfall oder eine Skoliose. Dabei werden Abnutzungserscheinungen, Verletzungen, Entzündungen oder bestimmte Erkrankungen als Ursachen von Rückenschmerzen vermutet. Unspezifische Rückenschmerzen lassen sich dagegen nicht auf eindeutig krankhafte körperliche Veränderungen als Ursache der Beschwerden zurückführen. In den meisten Fällen sind sie harmlos. Doch bei andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen besteht die Chronifizierungsgefahr. Weil in diesem Fall die eindeutige Ursache von Rückenschmerzen unklar ist, werden die Schmerzen meist symptomatisch behandelt. Dabei handelt es sich vor allem um Linderung der Schmerzen, Verbesserung der Beweglichkeit und Kräftigung der Muskulatur.

Weiterhin treten oft die muskulären Verspannungen z.B. nach einer Überanstrengung oder Verkühlung als Ursachen von Rückenschmerzen auf. Solche Schmerzen verschwinden meistens durch Wärmeanwendung und Schonung. Dauern die Schmerzen länger und schränken sie die Bewegung in eine bestimmte Richtung ein, so lässt sich eine Blockierung als Ursache von Rückenschmerzen vermuten.

Die häufigste Ursache von Rückenschmerzen ist der Verschleiß, d. h. Abnutzung der Wirbelsäule, Wirbelkörper oder Bandscheibe. Weiterhin werden oft als Ursachen von Rückenschmerzen folgende genannt: Skeletterkrankungen (Osteoporose), Entzündungen (Rheuma), Missbildungen (Skoliose) und Verletzungen (Schleudertrauma).

Eine besondere Gruppe von Schmerzen stellen die Rückenschmerzen dar, die nicht mit der Wirbelsäule in Verbindung stehen. Das sind z. B. Übertragungsschmerzen in Folge der Erkrankungen von inneren Organen und Myofasziales Syndrom (die Schmerzen gehen von Muskeln neben der Wirbelsäule aus).

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Schulterschmerzen

Montag, 16. November 2009 15:46

Schulterschmerzen

Etwa 10 Prozent der Bevölkerung leidet früher oder später unter Schulterschmerzen. Die häufigste Ursache für Schulterschmerzen sind Kalkablagerungen im Sehnenansatzbereich der so genannten Rotatorenmanschette, Schleimbeutelschwellungen, Entzündungen, Verletzungen und Verschleißerscheinungen. Weiterhin können Schulterschmerzen durch verschiedene Krankheiten begünstigt werden. Dabei entstehen Schmerzen in Bereich der Schulter und die Beweglichkeit des Armes kann eingeschränkt werden. Die Betroffenen können den Arm nicht voll belasten oder über die Schulter heben, Drehbewegungen und Belastungen verursachen oft heftige Schulterschmerzen.

Richtige und rechzeitige Diagnostik wird dadurch erschwert, dass die Risse der Rotatorenmanschette nur schwer zu erkennen sind. Die rechzeitige Behandlung von Schulterschmerzen ist deshalb so wichtig, weil die unterforderte Muskulatur in dem Schulterbereich langsam in Fettgewebe (fettige Degeneration) umwandelt und das Gelenk steif wird. Diese kleinen Risse sind kaum im Röntgenbild zu erkennen. Erst eine Ultraschall- oder Kernspinuntersuchung kann dem Arzt helfen, die richtige Diagnose zu stellen.

Die Behandlung der Schulterschmerzen wird am meisten mit physikalischen Methoden (Kältetherapie, Wärmetherapie, Elektrotherapie, Infiltration), Massagen und Krankengymnastik durchgeführt. Helfen diese konservativen Methoden nicht, so kann ein operativer Eingriff  notwendig werden. Es empfiehlt sich jedoch vor allem bei älteren Patienten, bei denen die Schulterschmerzen auf Verschleißerscheinungen zurückzuführen sind, eine Operation zu vermeiden und mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Spritzen die Schmerzen zu lindern. Dagegen bei jüngeren und sportlich aktiven Patienten empfiehlt sich eine Operation durchzuführen. Als bewährte und risikoarme Operation zur Behandlung von mittelschweren bis schweren Schulterschmerzen gilt eine Gelenkspiegelung mit Teilnarkose. Bei besonders schweren Fällen wird ein betroffenes durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Diese komplizierte Operation wird in der Regel nur dann empfohlen, wenn Abnutzungserscheinungen oder Verletzungen sich nicht nur auf die Rotatorenmanschette beschränken, sondern auch Knorpel und Knochen des Gelenkes betreffen.

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Schleudertrauma

Montag, 16. November 2009 15:43

Schleudertrauma

Als Schleudertrauma wird eine reine Weichteilverletzung im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) bezeichnet, die durch plötzliche, sehr starke Beugung und Überstreckung des Kopfes entsteht. Der umgangssprachliche Begriff Schleudertrauma wird in der Medizin als Beschleunigungstrauma, HWS-Zerrung oder HWS-Distorsion genannt. Dabei werden die Schmerzen im Bereich HWS oder im Nacken durch äußere Krafteinwirkungen ausgelöst, die die Muskulatur, den Bandapparat, die Bandscheiben, die Gefäße und das Rückenmark betreffen können. Beim Schleudertrauma kommt es zu schmerzhafter Steilhaltung der HWS und Verspannung der Nacken- und Halsmuskulatur. In einigen Fällen entwickeln sich dauerhafte Probleme nach einem Schleudertrauma, die als so genanntes Schleudertrauma-Syndrom bezeichnet werden.

Die Diagnose Schleudertrauma wird üblicherweise direkt nach dem Unfall gestellt. Doch das Ausmaß der Verletzungen soll nur nach ausführlicher Untersuchung gestellt werden. In der Medizin herrscht noch keine Einstimmigkeit darüber welche Faktoren und in welchem Ausmaß für die Schmerzen bei Schleudertrauma verantwortlich sein können. Die meisten Ärzte sind sich jedoch einig: Schmerzen beim Schleudertrauma werden von körperlichen, seelischen und/oder soziokulturellen Ursachen ausgelöst.

Je nach Ausmaß der Beschwerden werden fünf verschiedene Schweregrade des Schleudertraumas von Grad 0 bis Grad IV definiert. Die leichteste Form wird bei Grad 0 diagnostiziert. Dabei ist es eigentlich gar nicht zu Verletzungen gekommen und es kann kein direkter Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Unfall nachgewiesen werden . Dagegen lassen sich bei Grad IV eindeutig die Querschnittslähmungen infolge von Wirbelbrüchen oder massiven Wirbelverschiebungen (Dislokation) diagnostizieren. In diesem Fall resultieren Instabilitäten am Kopf-Hals-Übergang, die sog. atlanto-okzipitale Instabilität.  Die überwiegende Mehrheit von solchen Beschwerden gehört zu den ersten beiden Graden.

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Symptome von Rückenschmerzen

Sonntag, 15. November 2009 12:19

Symptome von Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können ganz plötzlich auftreten oder sich in Laufe der Zeit entwickeln. Oft treten zunächst nur leichtere unspezifische Symptome von Rückenschmerzen auf und nur danach treten starke Schmerzen auf. Solche Beschwerden wie Anspannung oder Morgensteifigkeit können als Vorboten der richtigen Symptome von Rückenschmerzen auftreten. Sie deuten darauf hin, dass sich bei den Betroffenen unter Umständen starke Beschwerden entwickeln können.

Die Wirbelsäule stellt ein sehr komplexes Achsenorgan dar, das täglich unter große Belastungen steht.  Abnutzungsbedingte Veränderungen in der Wirbelsäule, Verletzungen, Muskelverspannungen und Nervenentzündungen sind für das Auftreten der meisten Symptome von Rückenschmerzen verantwortlich.

Rückenschmerzen können nicht nur auf die geschädigte Region beschränkt bleiben, sondern sie können auch begleitend sein oder in die anderen Organen ausstrahlen (so genannte pseudoradikuläre Syndrome oder radikuläre Syndrome). Diese Besonderheit trägt dazu bei,  dass die Symptome von Rückenschmerzen sehr unterschiedlich sein können und nicht nur in der Wirbelsäule auftreten. So sollte man unbedingt zum Arzt, wenn zusätzlich zu Schmerzen im Rücken folgende Symptome von Rückenschmerzen auftreten:  Ziehen, Kribbeln, Taubheitsgefühl, Schwäche oder Lähmungserscheinungen in den Beinen. Das sind typische Symptome von einem Bandscheibenvorfall oder auch ein Tumor im Bereich der Lendenwirbelsäule. Weitere Symptome von Rückenschmerzen wie: Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühl oder Schwäche in den Glieder können auf  Schädigung der Halswirbelsäule hindeuten. An dieser Stelle ist zu bemerken, dass die Schwere der oben genannten  Symptome von Rückenschmerzen nicht unbedingt auf Vorhandensein einer bedrohlichen Erkrankung hindeutet. So lassen sich bei manchen Patienten trotz starker Schmerzen keine sichtbaren Schädigungen der Wirbelsäule oder Krankheiten anderer Organe diagnostizieren. Die umgekehrte Situation ist auch denkbar: Manche Patienten mit leichten Symptomen von Rückenschmerzen leiden unter schwereren Erkrankungen.

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Chronische Rückenschmerzen

Sonntag, 15. November 2009 12:17

Chronische Rückenschmerzen

Unter Rückenschmerzen versteht man Schmerzzustände in unterschiedlichen Bereichen des Rückens. Dabei wird zwischen episodischen und chronischen Rückenschmerzen unterschieden. Werden Schmerzen relativ lange Zeit diagnostiziert und sind mehr als die Hälfte der Tage eines Jahres vorhanden so spricht man über chronische Rückenschmerzen. Chronische Rückenschmerzen werden auch als Lumbalgie bezeichnet (nicht zu verwechseln mit Lumbago, der Bezeichnung für akute Rückenschmerzen).

Menschen, die unter solchen Schmerzen leiden, haben erhebliche körperliche Defizite, können aber durch ein intensives körperliches Training erfolgreich behandelt werden. Aufgrund dessen, das sich die chronischen Rückenschmerzen oft über die Zeit wieder einstellen, ist nicht nur eine medizinische Therapie notwendig, sondern die Betroffenen sollen zusätzlich dazu auch bestimmte Übungsprogramme zu Hause ausüben. Der Behandlungserfolg hängt von individuellen, gesundheits- und sozial-politischen Faktoren ab. Die Schwere von Rückenschmerzen ist nicht unbedingt ein Gradmesser dafür, ob es sich um chronische Rückenschmerzen handelt.  Außerdem ist der Grad der Beeinträchtigung immer subjektiv. Deshalb verlaufen chronische Rückenschmerzen bei verschiedenen Menschen unterschiedlich und die Betroffenen nehmen ihr Leiden immer subjektiv wahr.

Chronische Rückenschmerzen entstehen meist nicht von Heute auf Morgen. In meisten Fällen treten erst die episodischen Schmerzen auf. Ohne entsprechende Behandlung können die episodischen Schmerzen sich im Laufe der Zeit zu chronischen Rückenschmerzen entwickeln. Diesen Prozess bezeichnet man als Chronifizierung.

Die Ursachen von Rückenschmerzen sind oftmals vielschichtig. Zu den Besonderheiten der chronischen Rückenschmerzen gehört ein oft auftretendes Phänomen: Obwohl der auslösende Faktor längst verschwunden ist, treten die Schmerzen weiterhin auf. Der warnende und schützende Charakter von Schmerzen ist dann im Laufe der Zeit verloren gegangen. Diese Tatsache erschwert eine Therapie erheblich, sorgt für Unsicherheit und Frustration bei den Patienten.

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Arten von Rückenschmerzen

Sonntag, 15. November 2009 12:16

Arten von Rückenschmerzen

Welche Arten von Rückenschmerzen gibt es? In medizinischer Literatur werden grundsätzlich  zwei Arten von Rückenschmerzen unterschieden: Schmerzen, die durch die Bandscheiben hervorgerufen und Schmerzen, die durch andere Ursachen ausgelöst werden. Weiterhin unterscheidet man zwischen Schmerzen, die sich auf den unteren Rücken beschränken, und anderen, die bis ins Bein ausstrahlen (meist bis Ischiasnerv). Im ersten Fall handelt es sich um so genannten „LWS-Syndrom“ (LWS steht für Lendenwirbelsäule) oder  um unspezifischen Arten von Rückenschmerzen. Der zweite Fall wird in der Literatur als „Ischialgie“ bezeichnet.

Üblicherweise verursacht das LWS-Syndrom nur kurzfristige Schmerzen, die sogar ohne medizinische Behandlung innerhalb von weinigen Tagen (oder sogar Stunden) verschwinden. Deutlich länger und schwieriger können die unspezifischen Arten von Rückenschmerzen verlaufen. Funktionelle, strukturelle oder morphologische Störungen wie z. B. Bandscheibenvorfall, Entzündung, Osteoporose und Wirbelgleiten können für die Entstehung der verschiedeneb Arten von Rückenschmerzen ursächlich sein.  In diesem Fall können Rückenschmerzen mit einer Fehlhaltung verbunden sein.

Weiterhin wird zwischen folgenden Arten von Rückenschmerzen unterschieden:

  • akute Rückenschmerzen. Sie treten entweder erstmalig oder nach mindestens sechsmonatiger Pause innerhalb eines Tages auf. Solche Arten von Rückenschmerzen sind meistens kurzfristig und halten für höchstens drei Monate an.
  • Zeitweilige Rückenschmerzen dauern maximalerweise drei Monate an. Zwischen zwei Anfälle muss eine schmerzfreie Periode mindestens von einem Jahr liegen.
  • Wiederkehrende Rückenschmerzen kehren innerhalb von bestimmten Perioden wieder zurück und sind an weniger als der Hälfte der Tage eines Jahres vorhanden.
  • Chronische Rückenschmerzen werden relativ lange Zeit diagnostiziert und sind mehr als der Hälfte der Tage eines Jahres vorhanden.

Viele Arten von Rückenschmerzen tragen noch bis heute die altertümlichen Bezeichnungen, wie Hexenschuss, Alpschoss, Beinschuss, Geschoss, Hexenstich, Lendenübel. Trotzdem gehören sie zur oben genanten Klassifikation.

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Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Donnerstag, 12. November 2009 20:11

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft

Rückenschmerzen in der Schwangerschaft können viele Ursachen haben. Außerdem können Rückenschmerzen in der Schwangerschaft schon in den ersten Monaten der Schwangerschaft vorkommen und sich mit zunehmendem Gewicht noch verstärken. Eine mögliche Ursache dafür ist das Aufdehnen des Bindegewebes wegen der hormonellen Umstellung. Weiterhin belastet das Gewicht des Kindes zusätzlich die Wirbelsäule. Rückenschmerzen in der Schwangerschaft führen oft auch zu einer Haltungsveränderung.

In den meisten Fällen sind Rückenschmerzen in der Schwangerschaft eher episodisch und lassen sich mit ganz einfachen Mitteln linder oder vorbeugen. Doch die Verwendung von typischen Schmerzmitteln wie Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin), Ibuprofen oder Paracetamol ist wegen der Schwangerschaft nicht erwünscht. Deshalb wird empfohlen, nicht-medikamentöse Therapien zur Vorbeugung der Rückenschmerzen in der Schwangerschaft auszusuchen und unter ärztliche Aufsicht anzuwenden. Besonders ratsam ist die Entlastung  und Stärkung des Rückens mit spezieller Gymnastik, Sport und Schwimmen. Schwimmen ist eine Wohltat für werdende Mütter, da das Wasser die Gelenke vom Gewicht befreit. Speziell zur Vorbeugung der Rückenschmerzen in der Schwangerschaft kommt auch Schwangerschaftsgymnastik zum Einsatz. Hier lernen Sie u. a. gezielt Übungen, die den Rücken entlasten und die Wirbelsäule stärken.

Auch Yoga entlastet den Rücken und hält ihn fit und beweglich. Zur Linderung der Rückenschmerzen in der Schwangerschaft wird oft Wärme eingewendet (Kirschkernkissen oder Wärmflasche). Massage wird sowohl zur Vorbeugung als auch zur Behandlung von Schmerzen empfohlen. Dabei hilft eine spezielle Massage effektiv gegen Verspannungen und fördert Durchblutung.

Weiterhin sollen Sie auf keinen Fall schwere Dinge heben oder tragen. Dies ist nicht nur eine weit verbreitete Ursache von Rückenschmerzen in der Schwangerschaft, sondern die könnte Anspannungen der Bauchmuskulatur verursachen.

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Muskelverspannung

Donnerstag, 12. November 2009 20:03

Muskelverspannung

Höchstwahrscheinlich ist eine Muskelverspannung die Hauptursache für die Schmerzen im Rückenbereich. In den meisten Fällen entsteht erstmal die Muskelverspannung selbst. Dann können die verspannten Muskeln in der Nähe liegenden Nerven “reizen“, wodurch der eigentliche Schmerz entsteht. Diese Schmerzen, die ursprünglich im Rückenbereich entstanden sind, können weit  in andere Bereiche ausstrahlen (z. B. bis ins Bein).

Der  Unterschied zu den „üblichen“ Verspannungen, die von selbst kommen und gehen, muss die Muskelverspannung bei Rückenschmerzen fast immer entsprechend behandelt werden. Denn ohne der entsprechenden Behandlung kommt es zwischen den Rückenschmerz und der Muskelverspannung  zu einem genannten Teufelskreis: Verspannungen verursachen die Rückenschmerzen, die wiederum zur neuen Muskelverspannung führen. Deshalb empfiehlt sich einen Neurologen oder Physiotherapeuten  aufzusuchen.

Zur Entstehung von Muskelverspannung führt regelmäßige Fehlhaltung oder einseitige Rückenbelastung. Des Weiteren gibt es folgende Faktoren, die Schmerzen im Rückenbereich begünstigen: Bewegungsmangel, Übergewicht, sitzende Tätigkeit, falsche Hebetechniken, körperliche Schwerarbeit, Stress und seelische Belastungen. In Folge dessen verspannt sich die Rückenmuskulatur, wodurch es zur Durchblutungsstörung kommt. Werden die Muskeln nicht ausreichend durchgeblutet, entsteht  die Muskelverspannung, die die Rückenschmerzen verursacht.

Eine längere Bettruhe hilft bei Rückenschmerzen der Muskelverspannung so gut wie nie. Ganz im Gegenteil: Die Bettruhe begünstigt nur die Muskelverspannung und verstärkt das Ungleichgewicht zwischen verspannten und nicht verspannten Muskeln. Aus diesem Grund ist es immer besser, den Rücken mit Krankengymnastik und Sport zu stärken. Stark verspannte Rücken-, Nacken- oder Schultermuskeln behindern den Bewegungsablauf und zwingen den Betroffenen in eine Schonhaltung.
Zur Vorbeugung von Muskelverspannungen kommen folgende Maßnahmen zum Einsatz:

  • Entspannungsübungen
  • regelmäßige Bewegung und Sport (z. B. Schwimmen, Fahrradfahren)
  • Bekräftigung der Muskulatur durch Rückenschulen
  • nicht lange stehen oder sitzen
  • Übergewicht vermeiden

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