Beitrags-Archiv für die Kategory 'Arten von Rückenschmerzen'

Morbus Scheuermann

Donnerstag, 12. November 2009 20:01

Morbus Scheuermann

Unter Morbus Scheuermann (auch als Scheuermann-Krankheit, Adoleszentenkyphose oder juvenile Kyphose bekannt), versteht man eine Wachstumsstörung der Wirbelsäule bei  Jugendlichen und Heranwachsenden, die zur Entwicklung einer schmerzhaften fehlerhaften Körperhaltung führen kann. Morbus Scheuermann ist eine Knorpel-Knochenerkrankun ohne Beteiligung von Keimen. Diese Erkrankung tritt vorwiegend bei männlichen Jugendlichen auf. Der Morbus Scheuermann wird bei männlichen Jugendlichen ca. 4- bis 5-mal häufiger diagnostiziert als bei weiblichen. Bei Mädchen wird Morbus Scheuermann in der Regel zwischen dem 11. und dem 15. Lebensjahr diagnostiziert. Bei Jungen tritt diese Erkrankung üblicherweise zwischen dem 12. und 17. Lebensjahr auf.

Typisches Symptom der Morbus Scheuermann Erkrankung ist die Ausbildung eines Rundrückensim Bereich der Brustwirbelsäule. Dafür sind in den meisten Fällen die Wachstumsstörungen der Wirbelkörper verantwortlich, die durch innere Faktoren (z.B. genetische Faktoren oder hormonelle Veränderungen) und äußere Faktoren (z.B. Fehlbelastungen der Wirbelsäule) ausgelöst werden können. Bei Morbus Scheuermann treten Schmerzen relativ selten auf, so dass die Erkrankung fast unbemerkt fortschreitet.

Der wichtigste Auslösefaktor für Morbus Scheuermann ist eine falsche Biegebelastung (z. B. langes gebeugtes Sitzen) bei fehlendem Gegenzug seitens der schwachen Rückenmuskulatur. Dabei werden die Wirbelkörper an den konkav seitigen ventralen Vorderkanten unverhältnismäßig stark belastet, was zur Folge hat, dass diese beschädigt werden. Morbus Scheuermann zeichnet sich durch massive Beschädigungen der Wirbelkörperkanten, Verformungen der  Wirbelkörper und Bildung der kleinen (Linsen- bis erbsengroße) Kavernen aus. Mehrere  Wirbelkörper bekommen eine Keilform, die die Bildung des Rundrücken  begünstigen.

Nach Pubertät kommt die Erkrankung zum Stillstand, doch die eingetretenen Schäden am Rücken verschwinden nicht mehr. Die vom Morbus Scheuermann vor geschädigte Wirbelsäule führt zu erheblichen gesundheitlichen Problemen, die zur Degeneration und Blockaden der Brustwirbelsäule führen kann.

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HWS-Syndrom

Mittwoch, 11. November 2009 21:23

HWS-Syndrom

HWS-Syndrom ist eine Sammelbezeichnung für eine Vielzahl sehr unterschiedlicher orthopädischer und/oder neurologischer Symptomenkomplexe, die von der Nacken-Schulter-Armregion ausgehen. Etwas vereinfacht gesagt, bedeutet der Begriff HWS-Syndrom die Schmerzen in der Halswirbelsäule.

In der medizinischen Literatur findet man drei grundsätzliche Formen der HWS-Erkrankungen:
1. Lokales HWS-Syndrom. Dabei handelt es sich um einen lokalen Schmerz in der HWS, der nicht in die Arme ausstrahlt.
2. Radikuläres HWS-Syndrom. In diesem Fall spüren die Betroffenen starke Schmerzen  nicht nur in der HWS selbst, sondern auch in den Armen. Die Nervenwurzel werden durch eine Kompression des HWS-Rückenmarkes „gereizt“.
3. So genanntes Pseudoradikuläres HWS-Syndrom. Hierbei wird auch die Ausstrahlung  der Schmerzen von der HWS in einen oder beiden Armen diagnostiziert. Die Ursache für die Schmerzen liegt nicht in einer Kompression der Nervenwurzel.

Das HWS-Syndrom hat verschiedene Ursachen und Auslöser. Die wichtigsten davon sind  hier aufgelistet:

  • Überlastung der Halswirbelsäule. Durch mangelnde Bewegung der HWS treten Schmerzen auf, die in den Schultergürtel ausstrahlen können. Dabei können richtige Kopfhaltung und Dehnübungen helfen.
  • Muskelverhärtungen führen oft zum HWS-Syndrom. Die Muskelverhärtungen lösen die Schmerzen aus. Die Betroffenen können den Kopf nicht längere Zeit in einer Position halten, ohne zu ermüden. Dabei können Dehnübungen, Wärme und/oder Entspannungsübungen helfen.
  • Beweglichkeitsstörungen beim HWS-Syndrom. Der Schmerz entsteht in den Wirbelgelenken und verringert die Beweglichkeit des Halses. Dabei ist die ärztliche Betretung unerlässlich. Nur der Arzt kann die richtigen Schmerzmittel und passende Krankengymnastikübungen  verschreiben.
  • Nervenreizungen. In diesem Fall strahlt der Schmerz bis in den Arm aus. Die Betroffenen fühlen enorme Schwäche. Es treten Lähmungserscheinungen auf. Als Therapie bei Nervenreizungen vom  HWS-Syndrom kommen Schmerzmittel und Krankengymnastik zum Einsatz.

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Akute Rückenschmerzen

Mittwoch, 11. November 2009 15:41

Akute Rückenschmerzen

Akute Rückenschmerzen treten entweder erstmalig oder nach mindestens sechsmonatiger Beschwerdefreiheit innerhalb eines Tages auf und halten für höchstens drei Monate an. Dazu gehören Lumbago (oder Hexenschuss) und Entzündung der Ischiasnervs.

  • Zu den häufigsten Ursachen von akuten Rückenschmerzen gehören: Bewegungsmangel durch vorwiegend sitzende Tätigkeiten, Zugluft, Fehlbelastung z. B. bei der Arbeit oder beim Sport, akute Überlastung durch ruckartige Bewegungen, Verheben, altersbedingte vorzeitige Abnutzungserscheinungen, Entzündungen, Verletzungen usw.
  • Relativ selten treten akute Rückenschmerzen in Folge einer Infektionskrankheiten auf. Dies passiert besonders oft, wenn der Infekt sonst kaum Beschwerden macht und gar nicht richtig als solcher erkannt wird. Eine generelle Voraussetzung für Auftreten der akuten Rückenschmerzen ist im allgemeinen eine erhöhte Muskelspannung (z. B. bei Stress). Doch in meisten Fällen lassen sich akute Rückenschmerzen nicht nur auf eine einzelne hier aufgelistete Ursache zurückzuführen. In der Regel treten  mehrere oder gar viele Ursachen gleichzeitig auf, damit es zu akuten Rückenschmerzen kommt. Weiterhin können einige Krankheiten von inneren Organen oder Knochen die Rückenschmerzen verstärken.

Bei akuten Rückenschmerzen versuchen die Betroffenen, den Rücken zu schonen. Doch gerade bei solchen Schmerzen ist eine übertriebene Ruhigstellung des betroffenen Bereiches nicht empfohlen. Da gerade ausreichende Bewegung die Schmerzen lindern kann. Die unnatürlichen Körperhaltungen bei akuten Rückenschmerzen lindern die Schmerzen nur für eine kurze Zeit. Solche Schonhaltungen führen oft zu weiteren Muskelverspannungen und Nervenreizungen. Deshalb empfiehlt sich ausreichende Bewegung nicht nur als eine bewährte Vorbeugungsmethode, sondern stellt auch eine wirksame Therapie bei akuten Rückenschmerzen dar. Die therapeutische Bedeutung von Bewegung und Krankengymnastik wird noch durch die Tatsache verstärkt, dass bei schweren Rückenschmerzen oft die Beweglichkeit des Körpers stark eingeschränkt ist.

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