Kontinuierliche Blockade mit Katheter bei einem LWS-Syndrom
Donnerstag, 12. November 2009 19:54
->
Kontinuierliche Blockade mit Katheter bei einem LWS-Syndrom
Unter LWS-Syndrom (Syndrom der LWS) versteht man einen Sammelbegriff für Schmerzen, die von der Lendenwirbelsäule ausgehen, oder den Lendenwirbelsäulenbereich betreffen. Aufgrund dessen, dass die Lendenwirbelsäule großen, statisch-dynamischen Belastungen ausgesetzt ist, trifft das LWS-Syndrom im Vergleich zum HWS- oder BWS-Syndrom wesentlich häufiger auf.
Als Behandlung kommen u.a. therapeutische Lokalanästhesie und insb. kontinuierliche Blockade mit Katheter in Frage. Bei kontinuierlicher Blockade mit Katheter werden örtliche Lokalanästhetika an bestimmten Stellen in den Körper eingebracht. Um diese punktgenau in den Körper einzubringen, verwendet man sehr feine Nadeln. Lokalanästhetika bei kontinuierlicher Blockade mit Katheter werden entweder direkt im Schmerzbereich (Infiltration) oder präzise an den Nerv gespritzt (Nervenblockade).
Kontinuierliche Blockade mit Katheter setzt voraus, dass die Blockade mit Hilfe eines eingepflanzten, dünnen Kunststoffschlauchs (Katheter) durchgeführt wird. Dabei wird versucht, die örtlichen Lokalanästhetika möglichst nah an Nervengeflechte bzw. den betroffenen Nerv einzureichen. Bei kontinuierlicher Blockade mit Katheter erfolgt der Eingriff minimal-invasiv durch eine handelsübliche Kanüle, um sowohl den Aufwand als auch das Behandlungsrisiko zu minimieren. Kontinuierliche Blockade mit Katheter erlaubt es, das örtliche Betäubungsmittel mehrmals täglich und ohne großen Aufwand nahezu schmerzlos nach injiziert werden können.
Eine modifizierte Methode der kontinuierliche Blockade mit Katheter kommt bei besonders schweren Fällen zum Einsatz. Dabei wird das örtliche Betäubungsmittel stets mit Hilfe einer kleiner Pumpe eingereicht. Das ermöglicht dem Patienten eine kontinuierliche Schmerzlinderung und einen fast uneingeschränkten Tagesablauf. Ein weiterer Vorteil der kontinuierlichen Blockade mit Katheter liegt darin begründet, dass es zu einer deutlichen Durchblutungssteigerung des betroffenen Bereiches kommt. Das führt dazu, dass eine bessere Durchblutung und ein optimierter Stoffwechsel des geschädigten Nervs erreicht wird.
Thema: Therapie von Rückenschmerzen | Kommentare (0) | Autor: admin
