Cluster-Kopfschmerzen
->
Cluster-Kopfschmerzen
Der Cluster-Kopfschmerz ist ein schwerer Kopfschmerz, der einseitig und in Attacken (Clustern), sowie in regelmäßigen Perioden von meistens 4-12 Wochen auftritt. Eine andere Bezeichnung für Cluster-Kopfschmerzen ist das Bing-Horton-Syndrom. Eine Attacke kann unbehandelt zwischen 30 und 180 Minuten dauern.
Der Cluster-Kopfschmerz ist eine besonders schmerzhafte Form des Kopfschmerzes. Typischerweise setzen die Kopfschmerzen immer zur gleichen Tageszeit ein, am häufigsten ein bis zwei Stunden nach dem Einschlafen oder am Morgen. Bei Cluster-Kopfschmerzen wechseln sich die „Schmerz-Perioden” und symptomfreie Zeitspannen (meist wenige Monate) in regelmäßigen Abständen ab. Weitere Begleitsymptome der Cluster-Kopfschmerzen sind tränende, gerötete Auge sowie eine laufende Nase (nur auf der Schmerzseite).
Grundsätzlich wird zwischen zwei Krankheitsformen unterschieden: Episodische (80 Prozent) und chronische (20 Prozent) Cluster-Kopfschmerzen. Bei den episodischen Cluster-Kopfschmerzen dauern die Beschwerden etwa einen Monat (in einigen Fällen sogar bis 3 Monaten). Danach folgen die symptomfreien Intervalle, die sogar einige Jahre dauern können. Bei etwa 20 Prozent aller Patienten entwickelt sich der Cluster-Kopfschmerz zu einer chronischen Krankheit. Dabei werden einerseits die Schmerzperioden immer länger, anderseits werden die schmerzfreien Interwale immer kürzer.
Cluster-Kopfschmerzen werden dreimal sooft bei Männern diagnostiziert wie bei Frauen. Die Patienten leiden meist einen Großteil ihres Lebens unter Cluster-Kopfschmerzen. Diese Schmerzen können nicht vollständig bekämpf werden, sondern mit Hilfe der Sauerstofftherapie und speziellen Medikamenten die Attacken abgeschwächt bzw. unterdrückt werden können. Eine weitere Form der Therapie ist die Einnahme von so genannten Triptanen, wie z.B. das Sumatriptan. Solche Arzneimittel hemmen die Ausschüttung von Serotonin (einem Nervenzell-Botenstoff) und schwächen bzw. unterdrücken den Schmerz.
Weiterhin ist eine Prophylaxe von Cluster-Kopfschmerzen möglich. Dabei werden Medikamente, wie z.B. Verapamil, Kortikosteroide oder Lithiumcarbonate eingesetzt, die noch vom Anfang der Schmerzperiode eingenommen werden müssen.
