Gicht

Gicht

Gicht ist eine erblich bedingte starke Stoffwechselstörung, bei der es zur Ablagerung von Harnsäurekristallen an verschiedenen Körperstellen, insbesondere in den Gelenken kommt. Gicht wird fast ausschließlich bei Männern zwischen den 40-50 Lebensjahr (ca. 95 %  der Fälle) diagnostiziert. Gicht ist auch ein Sammelbegriff für mehrere Stoffwechselerkrankungen und deren Folgekrankheiten. Zu dieser Gruppe gehören z.B. der erhöhte Harnsäurespiegel (Hyperurikämie), der Gichtanfall verschiedener Gelenke (meist Großzehengelenk), sowie die Ablagerung von Harnsäurekristallen in verschiedenen Geweben. Alle Krankheiten haben den gleichen Auslöser: Gicht hängt mit einem zu hohen Harnsäurespiegel zusammen.

Auslöser von Gicht sind Ereignisse, die zu einer Veränderung (Erhöhung oder Reduzierung) des Harnsäurespiegels führen. Besonders hohen Einfluss auf  Harnsäurewert können Festessen, übermäßiger Alkoholkonsum, körperliche Anstrengung oder extremes Fasten haben. In der Regel bleiben diese Schwankungen für uns unbemerkbar: Nur bei besonders empfindlichen Menschen oder auch bei diejenigen, die schon unter Gicht leiden, führt erhörte Harnsäurekonzentration zu einer akuten Entzündung. Betroffen sind dabei vor allem das Großzehengrundgelenk und etwas seltener das Daumengrundgelenk.

Typische Symptome von Gicht sind starke Schmerzen, Schwellung, Rötung und Erwärmung der Gelenke. Manchmal kommt auch Fieber als Begleitsymptom bei Gicht hinzu. Bleibt Gicht unbehandelt, so können auch weitere Gelenke, Knöchel, Knie, Fingergelenke, Handgelenk und Ellenbogen betroffen werden. Unbehandelt wiederholen sich die Gichtanfälle meist unter Zunahme der Schmerzen und der Dauer sowie der Anzahl der betroffenen Gelenke. Die Gicht kann sowohl akut (in Schüben) als auch chronisch verlaufen.

Gicht kann folgende Ursachen haben:

  1. Erbliche Stoffwechselstörung (minderte Harnsäureausscheidung und/oder vermehrte Harnsäurebildung).
  2. Purinreiche Ernährung
  3. Exzessiver Alkoholkonsum, in  Folge dessen kann die Harnsäureausscheidung vermindert werden.
  4. Bestimmte Krankheiten, die mit einem erhöhten Zellabbau einhergehen wie bösartige Tumore oder Blutkrebs.
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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 23. Dezember 2009 14:51
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