Nackenschmerz und Schwindel
->
Nackenschmerz und Schwindel
Migräne, Übelkeit, körperliche und geistige Erschöpfung, Muskel-, Bauch- und Rückenschmerzen, Nackenschmerz und Schwindel – diese Symptome treten relativ häufig auf. Wenn Nackenschmerz und Schwindel zusammen auftreten, spricht man nicht über eine eigenständige Erkrankung, sondern über verschiedene Symptome von mindestens zwei eigenständigen Erkrankungen. Schwindel ist das häufigste Symptom von Erkrankungen des Nervensystems und ist ein Warnzeichen für Probleme mit Sauerstoffversorgung oder mit Blutdruck. Nackenschmerz wird in der Regel von Verspannungen in Nacken-/Hals-Region ausgelöst. In manchen Fällen treten Nackenschmerz und Schwindel zusammen auf und werden voneinander verstärkt. Das passiert, wenn bei Patienten, die schon unter Schwindel gelitten haben, auch eine Muskelverspannung diagnostiziert werden kann. In diesem Fall werden Nackenschmerz und Schwindel einzeln von verschiedenen Ärzten behandelt.
Besonders oft werden Nackenschmerz und Schwindel bei so genannten funktionellen Störungen oder funktionellen Syndrome diagnostiziert. Dabei treten Nackenschmerz und Schwindel nicht in Folge der Erkrankungen auf, bei denen die einzelnen Organe betroffen sind, sondern dort wo sie auf gestörte Funktionsabläufe zurückzuführen sind. In diesen Fall ist die enge Zusammenarbeit von mindestens zwei Ärzten erforderlich.
Bei Nackenschmerz und Schwindel kann die Orthopädie bei folgenden Symptomen von Funktionsstörungen zum Einsatz kommen:
- bei Haltungsschäden
- bei LWS, BWS und HWS Syndrom
- bei Wirbelsäulenerkrankungen, Rückenschmerzen
- bei Schulter-Arm-Syndrom
Werden die Spannungen und Verkrampfungen in Nacken-/Hals-Region behandelt, sowie die gestörten Bewegungsabläufe wiederhergestellt werden, beginnt man mit Linderung des Schwindels.
Die Behandlung von Nackenschmerz und Schwindel kann medikamentöse, physio- und psychotherapeutische und auch operative Maßnahmen umfassen. Bei medikamentöser Schwindeltherapie kommen vor allem Antihistaminika (z.B. Dimenhydrinat, Cinnarizin), Anticholinergika (z.B. Scopolamin) und Antidopaminergika (z.B. Droperidol) zum Einsatz. Physiotherapeutische Maßnahmen umfassen verschiedene Übungen, die zielen in erster Linie darauf ab, das Gleichgewichtsgefühl zu verbessern und die Bewegungsunsicherheiten zu überwinden.
