Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung

Progressive Muskelentspannung (wird oft auch als Progressive Muskelentspannung nach Jacobson genannt) ist ein Entspannungsmethode, bei der durch die willentliche und bewusste  An- und Entspannen von Muskelgruppen ein Entspannungszustand erricht wird. Dabei werden einige Muskelgruppen in einer bestimmten Reihenfolge zunächst an- und später wieder entspannt. Allgemeines Ziel der progressiven Muskelentspannung ist die weitgehende Verbesserung des körperlichen und seelischen Zustandes der Patienten durch eine Senkung der Muskelspannung. Meisten Anwender können diese Muskelentspannungstechnik relativ schnell lernen und ohne ärztliche Hilfe von zu Hause anwenden. Vielen Menschen gelingt es schon nach kurzer Zeit mit Hilfe von progressiver Muskelentspannung relativ schnell von körperlicher Anspannung auf Entspannung umzuschalten.

Progressive Muskelentspannung kommt u. a. auch bei Spannungskopfschmerz und Migräne zur Anwendung und zeigt sich als eine effektive und risikoarme Vorbeugungsmethode. Ihre Anwendung erlaubt den Patienten mit chronischen Kopfschmerzen sich auf die medikamentösen Vorbeugungsmaßnahmen zu verzichten und sowohl die Zahl der Anfälle als auch ihre Stärke zu reduzieren.

Progressive Muskelentspannung nach Jacobson wird in drei Hauptschritten durchgeführt.  Zuerst bereitet sich der Patient etwa 30 Minuten im Liegen oder im Sitzen zur Durchführung. Danach folgen die Entspannungsübungen selbst. Dabei werden folgende Muskelpartien  nacheinander an- und entspannt (jeweils ca. 5 Sekunden): Hand, Unterarm, Oberarm (jeweils für eine Seite), Stirn,  Augenpartie, Nase, Mundpartie/Unterkiefer, Nacken, Schultern, Rücken, Bauch, Fuß, Unterschenkel Oberschenkel (jeweils für eine Seite).

Am Ende der progressiven Muskelentspannung sollte ein angenehmer Entspannungszustand ereicht werden, der sogar noch einige Minuten danach andauern kann. Heutzutage ist progressive Muskelentspannung nach Jacobson eine wissenschaftlich anerkannte Muskelrelaxationsmethode, die sogar als ein prophylaktischer Kurs von den gesetzlichen Krankenkassen angeboten werden kann.

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Autor: admin
Datum: Dienstag, 10. November 2009 22:14
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