Schlafen bei Schmerzen
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Schlafen bei Schmerzen
Wer unter Schmerzen leidet, der weiß ganz genau, dass erholsames Schlafen bei Schmerzen richtig schwierig ist. Es entwickelt sich ein so genannter Teufelkreis: Schlafen bei Schmerzen ist so gut wie unmöglich und wer schlecht schläft, wird wiederum anfälliger für Schmerzen. Die genauen Zusammenhänge zwischen Schmerz und Schlaf sind in der Medizin kaum erforscht. Zahlreichen wissenschaftlichen Studien belegen, dass ca. 70% aller Patienten mit chronischen Schmerzen gleichzeitig Probleme mit Schlafen bei Schmerzen haben. Dazu gehören z.B. Probleme mit dem Einschlafen, Durchschlafstörungen und Tagesschläfrigkeit.
Schlafen bei Schmerzen wird dann zum erheblichen Problem, wenn körperliche Beschwerden den gesunden und erholsamen Schlaf beeinträchtigen. Die umgekehrte Situation ist auch nicht ausgeschlossen: Schlafprobleme können auch ein wichtiger Hinweis auf eine Erkrankung sein.
Warum Schlafen bei Schmerzen fast immer zum Problem wird? Diese Frage lässt sich dadurch erklären, dass die Schlafstörungen auf verschiedene Auslöserfaktoren zurückzuführen sind. Schlafen bei Schmerzen kann natürlich schon aufgrund von Schmerzen selbst so gut wie unmöglich sein. Weiterhin können einige Schmerzmittel zu dauerhaften Schlafstörungen führen. So ist schon mittlerweile bewiesen, dass z.B. Opioide den Tiefschlaf und den REM-Schlaf stark beeinträchtigen können. Anderseits bei einigen entzündlich bedingten Schmerzerkrankungen wird Schlafen bei Schmerzen dadurch beeinträchtigt, dass unseres Immunsystem Übermenge an Signalstoffe (z.B. Interleukine) freisetzt, die ebenfalls den Schlaf stören können. So reduziert z.B. Interleukin 6 den REM-Schlafphase um fast ein Viertel und verstärkt gleichzeitig die subjektive Müdigkeit.
