Skoliose-OP
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Skoliose-OP
Skoliose-OP ist ein geplanter korrigierender Eingriff an der Wirbelsäule. Sie gehört zu den technisch und zeitlich aufwendigsten Operationen in der orthopädischen Chirurgie. Skoliose-OP zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie mit einem hohen Blutverlust verbunden ist. Deshalb ist entsprechende Vorbereitung zur Skoliose-OP unerlässlich. Zu diesem Zweck wird in einigen Fällen eine Eigenblutspende entnommen.
Mit einer Skoliose-OP wird das Ziel verfolgt, eine Wirbelsäulendeformation mit operativem Eingriff zu korrigieren. Sie wird in der Regel dann empfohlen, wenn sich die konservativen Maßnahmen (wie Krankengymnastik, Miedern oder Korsett, Physiotherapie nach Schroth) als erfolglos erwiesen. Im Allgemein kann man sagen, dass bis zu einer Biegung von 50° die konservativen Maßnahmen in Frage kommen. Doch bei schwereren Verbiegungen (ab 50°) wird eine Skoliose-OP empfohlen.
Die Skoliose-OP umfasst eine Spreizung auf der Innenseite und ggf. eine Kompression auf der Konvexseite der Krümmung, ergänzt durch eine Querstabilisierung. Dabei kommen diverse Operationsverfahren in Frage. Diese Verfahren unterscheiden sich hauptsächlich durch Zugangsseite (vordere oder hintere Zugangsseite).
Die Komplikationen bei Skoliose-OP treten relativ selten auf. Dazu gehören auch allgemeine Komplikationen wie unvorhersehbare Narkoseunverträglichkeiten und das Thromboserisiko. Zu den häufigsten Komplikationen gehört ein starker Blutverlust. Des Weiteren können einige spezifische Komplikationen nach einer Skoliose-OP auftreten. Dazu gehören z.B. Sehstörungen (Doppelbilder), Taubheitsgefühl, Prickeln und diverse Schmerzzustände.
Die Erfolgsaussichten sind umso besser, je später die Skoliose beginnt und der Eingriff ist umso effektiver, je früher die Skoliose diagnostiziert wird. Weiterhin ist das Ergebnis der Skoliose-OP von der Ursache und dem Ausmaß der Erkrankung abhängig.
